Summer Break: Das Sommerloch

10. August 2015 von in

Es gibt viele Arten von Urlaub im August. Den Städtetrip, in dem man sich durch touristengefüllte Straßen schiebt, Fotos von den Stadt charakterisierenden Bauten macht und sich Mühe gibt, nichts zu verpassen. Den Strandurlaub, in dem es mittags so heiß wird, dass man versucht, sich so hinzulegen und die Beine im passenden Winkel anzuziehen, dass man nicht den Sonnenschirmschatten übertritt und sich damit Sandverbrennungen zuzieht. Den Bergsteigerurlaub unter sengender Hitze, bei dem man sich wünscht, seine Wanderschuhe durch Birkenstocks ersetzen zu können. Und es gibt das Sommerloch.

Für mich persönlich ist das Sommerloch nicht nur der Inbegriff des Augusts, sondern auch meine liebste Urlaubsform in diesem Monat. Denn so gern ich auch reise, im August scheint mir so gut wie jedes Ziel anstrengendere Formen anzunehmen als im restlichen Jahr. Alles ist irgendwie voller, heißer und stressiger als in jedem anderen Monat. August ist Urlaubsprimetime, und wie immer bei Primetimes ist es eigentlich die beste Lösung, sie einfach zu umgehen.

Mit der Zeit habe ich angefangen, das heimische Sommerloch liebevoll und durch die rosarote Brille zu sehen. Während selbst das Reisen gerade anstrengend ist, gibt es für mich gerade nichts Schöneres, als auch zu Hause einfach runterzufahren. Der Laptop bleibt aus, die Termine werden auf kühlere Zeiten verschoben und die einzige Anstrengung ist es, die halbe Stunde Weg auf sich zu nehmen, bis man glücklich und sonnenverwabert auf sein Handtuch am Seeufer fallen kann. Meine Freunde tun mir es glücklicherweise gleich, und so tröpfeln sie selbst samstags nach und nach am See ein, um eine Runde glücklicher Frührentner zu bilden, die das Wasser, den Schatten und die gute Seeluft zu schätzen wissen und abends zufrieden ins Bett fallen.

Ja, ich liebe das Sommerloch, in dem einfach mal nichts passieren darf und soll. Im gewohnten Umfeld runterzufahren, weil es einem alle gleich tun, ist ein Luxus, der nur im August stattfindet. Niemals sonst gibt es so viele Abwesenheitsemails und so viel allgemeine Entspannungslust, dass man sich einfach hineinfallen lassen kann in das allgemeine Nichtstun. Die Krönung des Sommerloches werden diese Woche ein paar Tage bei meinen Großeltern sein. Neben einem kleinen Zwischentermin, auf den ich schon ganz gespannt bin, hören wir uns wieder in einer Woche – bis dahin wünsche ich euch allen mindestens genauso viel Entspannung und sonnige Tage!

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5 Antworten zu “Summer Break: Das Sommerloch”

  1. Hier hätte sonst irgendein Titel stehen können, ich hätte so oder so raufgeklickt, weil das Foto einfach so wunderschön ist! Ahh! Genieß das Sommerloch, liebe Milli. Das erinnert mich irgendwie an die Sommerferien aus der Schulzeit – richtig schön abgammeln. Hätte ich auch Lust zu :) Mir steht mein Urlaub bevor und daher bin ich eher gestresst denn je, da alles für die Abwesenheit vorbereitet werden muss..

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