Urlaubslektüre #1

8. August 2013 von in ,

Sommerzeit ist Lesezeit. Gerade am See, an  der Isar oder im Urlaub lese ich viele Bücher. Und anders als viele schleppe ich gerne auch 2, 3 Stück mit in die Sonne. Mit Kindle & Co. bin ich bislang nicht warm geworden, aber gut, ich kann auch keinen Bücherladen betreten, ohne ihn mit fünf Büchern wieder zu verlassen. Normalerweise sind Psychothriller, gruselige und spannende Werke, meine Favoriten, aber für heute stelle ich euch erstmal unterhaltsame, aber auch ernste Lektüren für den Urlaub vor. Die spannenden Bücher und meine absoluten Klassiker-Werke kommen dann demnächst. Happy Reading!

Nick Hornby – Juliet Naked
Ich liebe die Bücher von Nick Hornby. Mit About a boy war es um mich geschehen, die Verfilmung mit Hugh Grant tat ihr Übriges. Auch High Fidelity war super.  Juliet Naked ist ein typisches Nick Hornby Buch. Tucker Crowe, ehemaliger Rockstar, lebt zurückgezogen in einer amerikanischen Kleinstadt. In England lebt Annie, die Tucker verehrt und immer wieder ihre Beziehung wegen ihm in Frage stellt. Und dann meldet sich Tucker bei Annie. Verrückt, lustig und auf jeden Fall flüssig zu lesen: Juliet Naked ist ein super Sommerbuch.

Jonas Jonasson – The Hundred-Year-Old Man Who Climbed Out Of The Window And Disappeared
Manchmal habe ich Anwandlungen und kaufe mir Bücher auf Englisch. Auch solche, die man nicht zwingend auf Englisch lesen muss. Dieses hier zählt dazu. Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand ist wohl der Bestseller des vergangenen Jahres. Und auch ich mags. Es ist kurzweilig, dynamisch und auf jeden Fall eine lustige Geschichte.

Lionel Shirver – Wir müssen über Kevin reden
Kein Psychothriller, aber ein ernstes Thema. Kurz vor seinem 16. Geburtstag läuft Kevin Amok in seiner Schule. Und zerstört damit nicht nur sein, sondern auch das Leben seiner Mutter Eva. Von der Öffentlichkeit fortan geschnitten und verurteilt, stellt sie sich danach den quälenden Fragen. Was habe ich falsch gemacht? Hätte ich das verhindern können? Ist das Scheitern der Ehe schuld am Ausrasten des Sohnes? Wurde er nicht genug geliebt? Ein wichtiger, ernster Roman, der viele Fragen stellt, tief blicken lässt und nachhallt. Außerdem lässt er sich trotz des ernsten Themas sehr leicht lesen, er ist in Briefform verfasst.

John Green – Looking for Alaska
Um ehrlich zu sein, hatte ich lange Zeit nichts von John Green gewusst. Erst ein Freund brachte mich auf den Autor, der mehr Jugendbuchautor als Erwachsenenlyriker ist. Macht aber nichts, denn John Green beherrscht eines einfach wunderbar: die Sprache. Kein Wunder, dass sich immer wieder Zitate aus diesem und anderen seiner Bücher auf Tumblr und Co. finden. Wenn John Green über die Liebe schreibt, ist das einfach wunderwunderschön.
In Looking for Alaska geht’s ganz grob darüber, dass ein junger Mann eigentlicht die Schnauze voll hat von Schule, nervigen Freunden und Langeweile. Doch dann trifft er auf Alaska, ein Mädchen, das all das ist, was ihm fehlt und ihm kurzerhand sein Herz stiehlt. Klingt cheesy, ist es auch ein bisschen.

Wolfgang Herrndorf – Tschick
Mein allerliebstes Sommerbuch ist und bleibt wahrscheinlich Tschick. „Tschick“ ist ein Buch, das einen Erwachsenen rundum glücklich macht, schrieb die SZ. Ja, das ist es. Das Warum kann ich gar nicht genau erklären. Zumal die Story ziemlich simpel ist. Maik Klingenberg ist 15, ein Außenseiter und Langweiler in der Klasse. Seine Eltern sind vogelwild, jeder auf seine Art und Weise. Und dann gibt es Tschick, einen neuen Russen in seiner Klasse. Gemeinsam machen sie sich in den Sommerferien ungeplant auf eine Reise – in einem gestohlenen Auto. Und mit vielen Erlebnissen im Gepäck. Tschick ist ein Roadmovie erster Klasse. Gleichzeitig ist es Wolfgang Herrndorf gelungen, die Sprache der Jugend, in ihren komische, naiven und neunmalklugen Tendenzen zu treffen. Tschick lässt einen lachen, mal vor Rührung nachdenken, es erinnert selbst an so manche aberwitzige Jugendsituation und hat auch so manche Lebensweisheit verpackt. Tschick versprüht Leichtigkeit – trotz mancher Schwere im Leben. Und das macht es so besonders.

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30 Antworten zu “Urlaubslektüre #1”

  1. Ich liebe Nick Hornby’s Bücher auch sehr, mir hat es vor allem High Fidelity angetan.

    Tschick klingt auch total interessant und ich glaube, dass werd ich mir noch besorgen bevor es in den wohlverdienten Urlaub geht. ;-)

    Danke für die tollen Tips! :)

    Liebe Grüße
    Bianca

  2. Mir geht´s mit Kindle & Co ähnlich, für mich ist Lesen damit einfach kein Erlebnis! Mir fehlt der Geruch des Buchs und das Gefühl des Umblätterns, und vor allem erinnert mich das Format, dass diese elektronischen Reader bieten, immer so sehr an das Word-Manuskript des Buchs, das ich selber geschriebenen habe ;)

    LG, Rena

    http://dressedwithsoul.blogspot.de/

  3. Danke für die Tipps! Tschick steht auch schon auf meiner Wunschliste, werde ich mir dann also bald mal wirklich zulegen :) Juliet Naked hört sich irgendwie auch ganz gut an!

    • Liebe Antonia ;),
      ja das stimmt schon. Würde ich jetzt auch weiterwegfliegen, würde ich sogar mal drüber nachdenken. Aber ich liebe es einfach so sehr, Bücher zu besitzen und in der Hand zu halten!
      Liebe Grüße

  4. Looking for Alaska (Eine wie Alaska) & Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand habe ich auch gelesen. Beides einfach nur unglaublich gute Bücher, die man einfach durchlesen muss sobald man damit angefangen hat.
    Wenn dir der Schreibstil von John Green so gut gefällt hier ein Tipp: Lies ‚The Fault in our Stars‘.
    Wirklich ein wunderschönes Buch. Wieder eine Liebesgeschichte, jedoch geht es diesmal um die Krebskranke Hazel. Sehr empfehlenswert :)
    LG

    • Liebe Greta,
      ja, die weiteren John Green Bücher stehen schon auf meiner Liste, eines hab ich bereits daheim. John Green schreibt wirklich toll. Danke für den Tipp!
      Liebe Grüße!

    • Das kann ich nur unterschreiben. Antonia lies ‚The Fault in Our Stars‘.
      Ich lese viel und habe seit Jahren Lieblingsbücher, die nichts vom Thron stoßen konnte, dieses Buch hat es geschafft :) Es ist so wunderbar und noch besser als Looking For Alaska, was auch schon schwer ist, denn auch dieses Buch hat mich sehr berührt :)

  5. Was auf jeden Fall mittlerweile JEDER gelesen haben sollte (und das sag ich nicht oft.. also nicht allzu oft) – und wenn nicht jetzt diesen Sommer wann dann ? – ist A Visit from the Goon Squad von Jennifer Egan. Auf Deutsch heißt es „Der größere Teil der Welt“.

    Lasst mich als aufstrebende Autorin sagen, was die Frau in diesem Buch macht ist einfach WAHN-SINN. Da kann man nur in Neid ertrinken ob dieser Genialität.
    Mehr gefesselt, berührt und beeindruckt war ich vielleicht zwei mal in meinem Leben von einem Buch. Vollkommen zurecht gab´s für das Buch 2011 den Pulitzer.

    Lesen lesen lesen lesen lesen!

    Und: Nick hornby ist ja nicht so meiner aber Green werd ich mir mal anschaun : )

  6. Nochmal zu Kindle,
    Mir ist es immer auch lieber, wenn ich ein richtiges Buch in der Hand halte, ich glaube, jedem, der gerne liest, geht das so.
    Für mich war jedoch Kindle die Rettung. Weil ich ja in Bolivien lebe, und es hier natürlich fast nichts an Literatur gibt, leider, die Leute lesen nicht so gern, nur ein paar kleine Buchläden, und ich auch noch lieber auf Deutsch lese, als auf Spanisch (das hat was mit dem Entspannen zutun) ist es DIE Lösung, daß ich mir nun ein Buch innerhalb von 5 Minuten auf mein Tablet holen kann und nicht 4 Wochen warten musste, bis es mit der Post kam und dann auch noch fast den gleichen Preis an Porto zahlen musste. Also für mich: ein Hoch auf Kindle!

    Nur Bildbände, die nehme ich mir dann immer noch lieber persönlich wieder mit dem Flugzeug nach Hause, wie heute geschehen, ich bin gerade vor 5 Stunden aus München wieder in Santa Cruz gelandet und habe 4 Bücher mitgebracht. Mehr ist auch wieder zu schwer, gell….

    Aber ich bin glücklich drum!
    Besos aus Santa Cruz
    Patricia

  7. Ich liebe John Green! ‚Looking for Alaska‘ ist mein Lieblingsbuch und bald werde ich auch ‚The fault in our stars‘ lesen.
    Das Buch von Jonas Jonasson hab ich mir ebenfalls auf Englisch gekauft.
    Und die Bücher von Nick Hornby werde ich mir jetzt mal genauer ansehen! :)
    Ich hab auch lieber ein volles Bücherregal mit gelesenen Büchern als irgendein elektronisches Teil! :)

  8. Ich hab mich auch immer total gegen Kindle etc gewehrt, ich mag Bücher auch einfach anfassen, durchblättern, ins Regal stellen können… Ich hab jetzt aber ein kleines Tablet, mal sehen, ob ich mir nicht doch ab und an ein Buch darauf lade, wenn ich wegfahre, oder wenn der Pendelmarathon wieder losgeht. Wobei meins zum lesen sicher nochmal etwas weniger gut geeignet ist, als ein Kindle..

    Die Bücher klingen allesamt interessant, aber ich muss gestehen, ich freu mich etwas mehr auf die nächsten beiden Editionen, lese nämlich fast ausschließlich Krimis/Thriller und Klassiker bzw „Literaturblah“. Vielleicht wandert aber doch eins von ihnen in 2 Wochen mit an den Strand, mal sehen. Liebe Grüße und danke für das Posting!! :)

  9. Bei John Green finde ich es schon fast ein Vergehen, wenn man die Bücher auf Deutsch liest (wenn man denn Englisch kann) – da sind einfach so viele Witze und Wortspiele und Dinge, die man nicht treffender formulieren könnte, die im Deutschen total verloren gehen.
    Looking for Alaska ist wunderschön. Warum denn kitschig? Ich meine, der Ganze „After“-Teil ist ja jetzt nicht wirklich eine Lovestory und groß passiert ist zwischen den beiden ja auch nichts xD

    Wenn du englische Bücher magst, würde ich dir definitiv mal Norwegian Wood von Haruki Murakami empfehlen. <3

    • Liebe Kat,
      absolut. Ich finde auch, John Green muss auf Englisch gelesen werden. Kitschig finde ich es einfach an gewissen Stellen, aber ich bin auch sehr kitsch-anfällig haha. Also für mich ist vieles schnell kitschig und die Wortspiele und Sprache tun manchmal ihr übriges ;)

      Ohja, das Norwegian Wood Buch sehe ich mir mal an :)Danke!

  10. Super gute Auswahl! Das sind echt Bücher, die ‚leicht‘ sind, aber bei denen man sich nicht vorkommt als würde man sofort verblöden.

    Zu Nick Hornby: Nicht Annie verehrt ihn, sondern ihr Freund macht das :) aber du wirst das beim lesen merken, dass du ganz lustig vorgreifst.

    Zum kindle.. Da gehts mir genauso. Bücher haben auch einfach viel mehr Seele. :)

    Viel Spaß beim lesen!

  11. Super Bücher, Antonia, habe Juliet naked auch gerade erst gelesen und fand es toll. Ich würde mich über weitere Lesetipps echt freuen, ich glaube du hast den gleichen Buchgeschmack wie ich..würde mich gern inspirieren lassen :D
    Liebe Grüße und weiter so,
    Dhana

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