10 Tipps, wie man München zur Wiesn überlebt

4. September 2017 von in ,

Tief durchatmen: Es ist wieder soweit. Die Wiesn steht vor der Tür, und wie immer blicken wir ihr mit gemischten Gefühlen entgegen. Gerade noch wahnsinnig vorfreudig, denn das Oktoberfest triggert jedes Jahr aufs Neue folgende Glücksgefühle: Spätsommer! So schön hier in München! Gebrannte Mandeln Duft! Riesenrad! Ein Prosit! Und all die schönen Kleinigkeiten dazwischen, auf die wir uns freuen, seitdem wir als Kinder mit den Eltern auf die Wiesn gehen durften. Aber wie jedes Jahr wissen wir auch, wie schnell die Wiesnliebe in Wiesnhass umschlagen kann, wie schnell man das ganze Chaos nicht mehr erträgt und nur noch flüchten will. Für alle Münchner und Nicht-Münchner, für alle Wiesn-Fans, Nicht-Fans und denen, die im Laufe der zwei Wochen regelmäßig vom einen zum anderen werden gibt es also heute unsere persönlichen 10 Tipps, wie man München zur Wiesn und das ganze Trara überlebt – und es sich vielleicht sogar ganz schön damit macht. Für diesen kleinen Guide haben wir uns mit dem neuen Holiday Inn Express Munich City West zusammengeschlossen – warum das Hotel so gut zur Wiesn passt, erfahrt ihr weiter unten!

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Kleine, feine Bierzelte

Ohne Probleme einen Platz finden, entspannt im Bierzelt sitzen und richtig gute Dinge wie Bergkäseknödel, Kaiserschmarrn oder ein halbes Bio-Hendl essen, das ist auf der Wiesn grundsätzlich unmöglich – dachte ich zumindest, bis ich die kleinen Wiesnzelte entdeckte. Sie befinden sich eher im hinteren Bereich und am Rande des ganzen Areals, sind viel weniger besucht und viel mehr auf Gemütlichkeit als auf das Todesbesäufnis aus. Vor allem unter der Woche sind die Knödelei, die Hühner- und Entenbraterei Ammer, das Café Kaiserschmarrn oder der Fisch-Bäda ein echter Geheimtipp. Alle kleinen Wiesnzelte findet ihr hier aufgelistet!#

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Traditionelle Fahrgeschäfte

Die Wiesn bestand in meiner Kindheit nicht aus Bierzelten und lauten, blinkenden Fahrgeschäften, sondern besonders aus den ganz besonderen und uralten Wiesn-Traditionsgeschäften. Da wäre zum Beispiel der Schichtl, der in jeder Vorstellung jemanden aus dem Publikum köpft und wieder zum Leben erweckt. Der Flohzirkus, in dem die winzigen Tierchen Kunststücke machen. Oder das Teufelsrad, auf dem man vor allem als Kind oft als Sieger rausgeht, der es am längsten auf der drehenden Scheibe ausgehalten hat. All diese Wiesn-Traditionen machen sie zu dem, was sie immer noch für mich ist und werden viel zu oft übersehen.

Der richtige Zeitpunkt

Samstagnachmittag in der Zehnergruppe auf die Wiesn zu gehen ist bekanntlich eine schlechte Idee. Wenn man wirklich Spaß und keinen Stress mit seinen Freunden haben will, empfielt sich der ein oder andere Urlaubstag unter der Woche, denn da sieht die Welt ziemlich anders aus. Mittags findet man unter der Woche wunderbare Plätze im Biergarten oder Bierzelt, und das ganz ohne Anstehen und elendem Kampf an der Tür. Es lohnt sich, das könnt ihr mir glauben.

Das beste Katerfrühstück

Wenn man es dann doch mal hat krachen lassen, was auf der Wiesn nun mal schneller passiert als man glauben mag, dann heißt es am nächsten Tag, wieder zu Kräften zu kommen. Die Theresienwiese meidet man bekanntlich ganz gerne am Tag danach, also empfehlen wir ein ganz anderes Eck der Stadt für das Katerfrühstück: In Untergiesing ist man in entspannter Isarnähe und fern von jeglichem Wiesnvolk. Hier gibt es das Café Hüller, in der man gleich neben der Isar frühstücken kann, wie das Herz begehrt – das Schmankerl sind die selbstgemachten und gefüllten Pfannkuchen. Oder das Fiedler&Fuchs zwischen Kolumbus- und Candidplatz, das jeden Samstag, Sonntag und Feiertag einen großen Brunch bis 14 Uhr schmeißt. Es hat eine riesige Außenterrasse und gemütliche Tische im Innenbereich, hier geht’s zur Karte. Noch mehr Frühstückstipps hat Antonia übrigens hier für euch!

Übernachten und gut schlafen

Wer von außerhalb kommt, braucht zum Wiesnbesuch vor allem eines: eine gute Schlafmöglichkeit. Jedem, der noch auf der Suche nach einem Hotel ist, legen wir das neue Holiday Inn Express Munich City West ans Herz: Es befindet sich nur zwei Stationen von der Wiesn entfernt, und zwar direkt an der Haltestelle Hirschgarten – den Weg von der Wiesn bis zur Hackerbrücke findet man durch die Menschenströme im Schlaf. Die Preise sind bezahlbar, die Zimmer ruhig und die Betten der Wahnsinn – wir haben sie selbst ausprobiert. Die Kopfteile der Betten sind gepolstert und lärmmindernd, die vielen Kissen fest und fluffig je nach Wahl und die Matratzen sehr angenehm. Das Schönste: vom Bett aus kann man durch die fast bodentiefen Fenster das Treiben draußen beobachten, während man sich so richtig gut erholt. WIFI und Frühstück sind bei Holiday Inn Express immer im Preis inbegriffen. Und zum Frühstück gibt es nicht nur frische Croissants und alles, was das Herz morgens sonst so begehrt – sondern auch frisch gemachte Pancakes!

Abwehrkräfte anheizen

Kurz nach der Wiesn sollte man grundsätzlich nichts wichtiges ausmachen, denn höchstwahrscheinlich ist gefühlt jeder Zweite krank. Es mag vielleicht an der Übergangszeit liegen, vielleicht aber auch an den viel zu vielen Menschen auf engem Raum, die in so einem Bierzelt zusammenkommen, nicht so ganz blitzblank gewaschenen Bierkrügen oder der nächtlichen Top-Spin-Fahrt ohne Jacke nach ein paar Mass: Das Immunystem wird zur Wiesn strapaziert, und es ist ratsam, es ein bisschen zum pampern. Mit einer Ingwer-heißen-Zitrone zwischendurch, einem langen Bad und genug Ausruhzeit zwischen zwei Wiesnbesuchen beispielsweise!

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Kulturelles Kontrastprogramm

Nach einem ausgiebigen Wiesnbesuch braucht man schon mal ein Kontrastprogramm. Zum Beispiel einen Museumsbesuch in Stille: Das Haus der Kunst zeigt aktuell eine große Ausstellung mit Werken von Thomas Struth, einem der besten und interessantesten zeitgenössischen Fotografen Deutschlands, Meisterwerke des Pariser Salons des 19. Jahrhundert gibt’s ab 22. September in der Hypo Kunsthalle. Und mit zeitgenössischer Fotografie, die sich mit dem Thema Flucht auseinandersetzt, beschäftigt sich gerade eine Ausstellung in der Pinakothek der Moderne!

Trachtenfreie Orte

Glücklicherweise weigern sich nach wie vor diverse Bars und Clubs, Trachtenträger einzulassen – so ist es ein leichtes, dem übermäßig betrunkenen After-Wiesn-Volk aus dem Weg zu gehen, wenn man auch in den zwei Wiesnwochen mal ganz normal am Wochenende ausgehen möchte. Trachtenfreie Zonen sind zum Beispiel das Café Kosmos oder die Sauna in der Marsstraße,

Das Rad nehmen

Die Ubahn ist schon normalerweise zu bestimmten Zeiten eine unangenehme und ziemlich gequetschte Angelegenheit. Zur Wiesnzeit befinden sich statt unserer 1,4 Millionen Einwohner bis zu sechs Millionen Menschen in der Stadt – was man vor allem in der Ubahn zu spüren kriegt. Das Rad zu nehmen empfiehlt sich selten mehr als jetzt, und wer es schon ewig im Keller stehen hat, sollte es endlich mal wieder hervorholen. Damit lässt sich jeder Trubel auf kleinen Wegen umfahren, man kommt schnell und relaxt an sein Ziel – und schön ist das Radeln in München ja sowieso.

Raus aus der Stadt

Und wenn alles nichts hilft und der Wiesnhass endgültig einfährt, dann gibt es nur noch eine Lösung: Raus aus der Stadt und rein in das wunderschöne Umland. Dass man selbst mit der S-Bahn an die schönsten Seen und Ruheoasen kommt, sagen wir euch nicht zum ersten Mal. Vielleicht ist das Wiesnchaos aber genau der richtige Anlass, um mal wieder einen ausgiebigen Ausflug einzulegen. Zum Eibsee zum Beispiel, oder zum Sylvensteinspeicher!

Und, welche Tipps habt ihr noch, um die nächsten Wochen in München zu überleben?

– in Zusammenarbeit mit HolidayInn Express

2 Antworten zu “10 Tipps, wie man München zur Wiesn überlebt”

  1. Als ich noch in München wohnte, habe ich lediglich den angeordneten Wiesn Besuch meines urbayerischen Arbeitgebers mitgemacht und bin dann regelmäßig ab in den Urlaub. Ich muss gestehen, dass ich München zur Wiesn Zeit nicht ertragen konnte, obwohl ich es heiß und innig geliebt habe.

  2. Schöne Tipps, danke! :-)
    Nur leider habt ihr die „Oide Wiesn“ vergessen, der für mich einzige Ort an dem ich, als „echte Trachtlerin“, die Wiesn aushalte und mag. Es gibt tolle alte Fahrgeschäfte und in den drei schönen Zelten spielt nicht nur traditionelle Blasmusik, sondern auch moderne, junge bayerische Volksmusik! Außerdem zeigen Trachtenvereine aus ganz Bayern ihr Können beim Schuhplatteln und Tanzen. Einfach mal ins Programm der Zelte reinschaun – lohnt sich auf jeden Fall, wenn man es ein bissl traditioneller mag und die Wiesn abseits von betrunkenen Touristen und nervigen Teenies genießen mag. ;-) Viel Spaß!
    http://www.oktoberfest2017.de/oide-wiesn.htm

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