Fair Living: 8 Dokus zum Einstieg

19. Juli 2017 von in
Photocredit: Plants on Pink, Kuh, Fisch, Brokkoli, Tshirt

Der Mensch ist ein Meister im Verdrängen. „Je weniger ich mich mit den Dingen beschäftige, umso weniger gehen sie mich an“, für manchen mag das eine Lebensphilosophie sein. Doch wenn wir alle ein bisschen mehr aufeinander sowie auf unsere Umwelt achten würden, hin und wieder uns im Verzicht üben würden, könnte unsere Welt gleich ein bisschen besser sein.

Schon öfter habe ich berichtet, dass ich immer wieder im Zwiespalt hänge – gerade, wenn es um Modekonsum geht. Während ich hier immer wieder an den eigenen Idealen scheitere, fällt mir der Verzicht auf tierische Produkte im Lebensmittelbereich dafür wahnsinnig leicht. Die letzten Jahre habe ich zu 90 Prozent vegetarisch gelebt, auf Eier und Milch verzichtet, nur hin und wieder auswärts Fleisch und Käse gegessen (quasi 10 Prozent Flexitarier). Meinen letzten Anstoß hatte ich dann vergangene Woche beim erneuten Gucken der Dokumentationen Cowspiracy und What the Health. Ab sofort will ich wieder komplett vegetarisch leben – was bei mir tendenziell sowieso vegan ist (aufgrund meiner Abneigung zu Milch und Eiern).

Aber auch die Auseinandersetzung mit Palmöl, Mikroplastik und ja, auch fairer Produktion von Mode, hat immer öfter einen Einfluss auf mein Konsumverhalten. Niemand ist – und kann – fehlerfrei leben, sich verbiegen wäre falsch, aber sich dem ganzen offen gegenüber zeigen, zu reflektieren und zu überlegen, wo kann ich anfangen, einen besseren Fußabdruck zu hinterlassen, das kann der Weg sein. Lieber Mini-Schritte, als Scheuklappen, ist mein Motto – und das soll für alle gelten.

Manchmal braucht es also einen kleinen Denkanstoß, bis man erkennt, dass unser Leben, wie wir es leben, extrem privilegiert ist, dass es keine Selbstverständlichkeit ist und vor allem, dass wenn wir alle egoistisch und kopflos weiter konsumieren in allen Bereichen, die große Katastrophe für die nachfolgenden Generationen sowie für die Flora und Fauna unausweichlich ist. Manchmal reicht eine erste Infoquelle – und sicherlich, all jene Dokumentationen, die ich euch heute ans Herz lege, sind dramaturgisch aufgebaut, dennoch liefern sie Infos, Wahrheiten und schüren Unbehagen – ganz losgelöst vom Spannungsbogen. Vielleicht gibt es einige, die schon so manche Doku kennen, vielleicht kennt ihr noch keine. Aber falls ihr heute oder die nächsten Tage nicht wisst, was ihr abends ansehen sollt: Hier kommen meine acht Dokumentationen, die über den Klimawandel, Produktionsbedingungen in der Mode und unsere Ernährungsindustrie aufklären und ein Bewusstsein für einen nachhaltigen Lebensstil fördern.


True Cost
10 Euro für eine Hose, fünf Euro für ein T-Shirt? Was für manch strahlendes Lächeln in Modeketten hierzulande sorgt, ist in anderen Teilen der Welt der Grund für Ausbeutung. The True Cost widmet sich der Produktionskette unserer Kleidung und zeigt auf, welche Wege unsere Kleide geht, wie sehr Menschen für unsere Kleidung nur wenige Tausende Kilometer weit weg ausgebeutet werden und auch wie wir alle mit unserem Konsumverhalten dazu beitragen. Wer von uns verdrängt nicht gerne, dass das neue Kleidungsstück nicht fair produziert worden ist? Doch was tun? Die Antwort muss lauten: weniger konsumieren, nachhaltige Labels unterstützen und wieder zurück zu Slow Fashion.


Cowspiracy
Dokumentarfilmer Kip Andersen ist umweltbewusst. Er fährt Fahrrad, nutzt Energiesparlampen und spart Wasser. Doch all seine Bemühungen geraten in den Hintergrund, als er erfährt, dass die Massentierhaltung für unseren Fleischkonsum für mehr als die Hälfte aller CO2 Emissionen verantwortlich ist – und somit auch für den durch uns Menschen verursachten Klimawandel. Kip Andersen macht sich auf die Suche nach Antworten und erkennt: Während uns kleinste Vergehen als Umweltsünden verkauft werden, sind die größten direkt vor uns – und vor allem von uns allen verursacht. Wenn wir alle nur einmal in der Woche weniger Fleisch essen würden, würden wir alle unseren Teil dazubeitragen, den Klimawandel zu verringern. Cowspiracy deckt auf, wie sehr sich die Fleischindustrie dem Thema verschließt – aus Angst vor Gewinnverlusten, aber auch vor gesellschaftlichen Aufständen. Wasser sparen klingt eben für viele weitaus mehr logischer als weniger Fleisch essen.

What the health
What the health ist die zweite Dokumentation von Kip Andersen. Auch diesmal macht er sich auf die Suche, warum – trotz zahlreicher Studien – viele Ernährungs- sowie Gesundheitsorganisation den Konsum von Fleisch anraten, statt für einen (zeitweisen) Verzicht zu werben. Das Schöne an dieser Dokumentation ist: Sie widmet sich tatsächlich den gesundheitlichen Gründen für einen Fleischverzicht, welcher oftmals ausgespart wird. Wer sich also bis dato aufgrund von Klima-, Tierwohl- oder auch Produktionsgründen nicht hat abhalten lassen, bekommt jetzt handfeste Beweise, den Fleischkonsum doch zu überdenken.
Denn es schadet nicht nur dem Klima, die Ernährung der Menschheit auf Fleisch, Milch und Eiern aufzubauen, sondern auch den Menschen. Von den Tieren mal ganz zu schweigen. Eine gute Ergänzung zu Cowspiracy – und wie gesagt für mich wirklich der erneute Anstoß, 100 Prozent vegetarisch/vegan zu leben.


Before the flood
Über die Auswirkungen der Nutzung von Palmöl und Mikroplastik habe ich mich das erste Mal so richtig nach der Dokumentation von Leonardo di Caprio auseinandergesetzt. In Before the flood reist der Schauspieler durch die Welt und befragt Politiker und Wissenschaftler zum Weltklimawandel. Auch zeigt die Dokumentation auf, was wir als Gesellschaft tun können, um unseren Teil für eine bessere Umwelt beizutragen. Auch wenn di Caprio Kritiken einstecken musste, dass er für die Dokumentation selbst im Privatjet durch die Welt flog, hat sie mich – ähnlich wie „Eine unbequeme Wahrheit“ – im Bewusstsein geprägt. Viel zu selbstverständlich nutzen wir Plastik, Produkte mit Palmöl und Mikroplastik sowie fliegen wir durch die Welt.


Plastic Planet
Plastic Planet dreht sich, wie der Name schon verrät, um die Welt des Plastiks. Ausgehend von den 60er-Jahren erforscht der Filmemacher Werner Boote den Vormarsch des Plastiks. Weltweit besucht er Menschen inmitten ihrer Plastikwelt und zeigt auf, wie selbstverständlich Kunststoff und Plastik geworden ist. Auch beleuchtet er die Problematik der Verseuchung der Weltmeere mit Plastikmüll.


More than Honey
Ich esse keinen Honig, und trotzdem sind auch Bienen für mich essentiell. Denn der Dokumentarfilm „More than Honey“ widmet sich dem weltweiten Bienensterben. Sterben die Bienen aus, stirbt der Mensch langfristig auch aus. Denn mehr als ein Drittel unserer Nahrungsmittel würden ohne das Bestäuben der Pflanzen von Bienen nicht wachsen und gedeihen. Was wie ein Horrorfilm klingt, ist bittere Realität. Also mehr Pflanzen pflanzen, Bienen gut behandeln und die Doku ansehen!


Hope for All
Während wir in unserer westlichen Welt im Überfluss leben, hungern in anderen Teilen der Welt die Menschen. Dass es an uns ist, umzudenken, neue Ernährungsweise aufzunehmen und ein Bewusstsein für unsere Umwelt zu gewinnen, beschreibt die Dokumentation Hope for All. Filmemacherin Nina Messinger versucht in ihrem Film, Gedanken anzustoßen, spricht hierfür mit Ernährungswissenschaftlern, Ärzten, Bauern sowie Umweltaktivisten.

Eine unbequeme Wahrheit
Diese Dokumentation widmet sich dem Thema der globalen Erderwärmung und ihren Folgen. Im Mittelpunkt steht der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore, der sich für das Thema der Erderwärmung einsetzt und über den Stand der Klimaforschung aufklärt. Auch wenn der Film bereits aus dem Jahr 2006 ist, sind die Themen heute nach wie vor aktuell. Denn die globale Erwärmung sorgt für die größten Probleme im Weltklimawandel – Gletscher schmilzen, der Meeresspiegel erhöht sich und Tierarten sterben nach und nach aus.

Ihr kennt noch mehr Dokumentationen zum Thema? Dann immer her damit in den Kommentaren!

 

 

 

 

9 Antworten zu “Fair Living: 8 Dokus zum Einstieg”

  1. Eine sehr tolle und vielseitige Liste<3 Cowspiracy ist so ein wichtiger Film! Auch wenn ich schon seit über 15 Jahren vegetarisch lebe, mit Tendenz zu vegan und meine Kleidung (auch Schuhe) fast komplett Second Hand kaufe, habe ich oft das Gefühl, es ist ein Kampf gegen Windmühlen und es müssten noch viel mehr Menschen umdenken und das schnell, denn die Zeit rennt. Um so wichtiger sind solche Beiträge, gerade auf Blogs die nicht zu 100% nachhaltig (auch fast unmöglich) sind, denn gerade hier kann etwas bewegt werden und auch kleine Schritte sind oft der Anfang zu größeren und auch beständigen Änderungen. Bei zu großen Schritten kann man schnell ins Straucheln geraten und im schlimmsten Fall sogar aufgeben und davon hat keiner was.
    Ich muss zugeben, ich bin zwischenzeitlich raus gewesen, was euren Blog angeht und zwar nachdem in einem Betrag Echtpelz vorkam, zwar "nur" ein kleiner Fellbommel (Fendi, glaube ich), aber mir hat das gereicht. Dazu noch eine lauwarme Erklärung, das es zwar Pelz sei, aber halt so hübsch, sinngemäß. Für mich ist Echtpelz der absolute Inbegriff von Gedankenlosigkeit und/oder Rücksichtslosigkeit und im Endeffekt auch egozentrischer Grausamkeit, in Bezug auf das, was andere Lebewesen durch und wegen dem Menschen erleiden müssen, und zwar ohne Sinn und Zweck. In unserer Kultur und unseren Breitengraden ist Pelz dermaßen überflüssig, es gibt keinen Grund, der das Tragen von Pelz, auch als Kapuzenkragen, rechtfertigen kann. Das Traurige dabei ist, dass er ja schon mal weg vom Fenster war, ein absolutes ethisches No-Go und zack, ist er zurück. Gerade hier in München bekommt man ab Herbst und im Winter die volle Breitseite, sogar kleine Kinder tragen Echtpelz an ihrer Kleidung. Und dazu dann der flauschige Hund an der Leine oder auf dem Arm, dessen Artgenosse am Kragen hängt, weil er das Pech hatte, nicht in die Kategorie süßes Haustier hineingeboren zu werden.

    Aber zurück zu eurem Blog: Es freut mich sehr sehr sehr, dass ihr mittlerweile dem Thema Nachhaltigkeit, Umwelt etc. hier einen größer werdenden Platz einräumt, weshalb ich auch wieder sehr gerne hier vorbeischaue und jetzt sogar kommentiere <3.

    Liebe Grüße
    Veronika

    • Liebe Veronika,

      vielen lieben Dank für deinen Kommentar!
      Absolut, kleine Schritte, wenn sie jeder gehen würde, würden so viel mehr bewirken, wie wenn sich einzelne Menschen zu große Schritte aufbürden. Je mehr ich mich mit Nachhaltigkeit beschäftige, umso entsetzer bin ich, dass für viele ein Leben mit nur einmal Fleisch in der Woche beispielsweise gar nicht vorstellbar ist oder auch das Bewusstsein für Flugreisen und ihre Folgen gar nicht existiert. Ja, ich fliege auch, genauso wie ich nicht ausschließlich faire Kleidung trage, trotzdem sollte man ein Bewusstsein haben – und dementsprechend versuchen zu handeln (oder es zumindest auszugleichen). In kleinen Schritten.

      Ohje, das mit dem Pelz war dann wirklich unglücklich, denn Pelz – und das kann ich für uns alle drei sagen – ist auch für uns absolut unnötig und vielleicht die größte Form der Gedankenlosigkeit. Das muss nicht sein – ich beispielsweise kaufe auch kein Fake Fur, denn selbst hier gibt es keine Garantie.
      Insofern: Danke für dein Lob, dein Zurückkommen und deinen Kommentar!

      • <3 Ich freue mich gerade sehr über die schnelle und schöne Rückmeldung und außerdem freue mich auf euren zukünftigen Content, der wird nämlich immer besser <3

      • Hi Milena, auch erstmal an dich ein Danke für deinen Kommentar bzw. die schnelle Reaktion! Nein, nein, nein- das war es nicht! Es wurde auch nicht von einem von euch getragen, sondern war in einem Beitrag über „lustigen“ Taschen/Clutches, mit Bildern und Verlinkungen, nur ein kleiner, runder Pelzbommel/Pelztässchen, aber echt, ich hatte auch damals noch kommentiert…Es war kein riesen Ding, für mich sind es aber genau diese Sachen, die den Unterschied machen bzw. entscheiden, ob ich weiter ein Medium nutzen möchte, bei dem Fashion vor Fair/Cruelty Free geht bzw. letzteres halt schulterzuckend unter den Tisch fällt, so kam es halt in dem Moment rüber. Ich bin aber auch eine Mimose was das angeht und lese nur noch ganz wenige Blogs*-*

        Das ist jetzt aber auch eine ganze! Weile her und seitdem hat sich hier ja einiges getan. Das habe ich eben nach längerer Abstinenz gemerkt und war dementsprechend hochgestimmt, dass ihr euch so entwickelt habt und hier so viele verschiedene Themen, die kein Mainstream sind, aufgefriffen werden. Den damaligen Beitrag habe ich nur genannt, um meine Begeisterung über die Entwicklung eures Blogs zu verdeutlichen.

  2. Nur als Denkanstoß ganz allgemein zum Thema, nicht als Kommentar des Beitrags: Ich finde, es gibt ein Phänomen, dass gerade Leute, die von sich sagen würden, dass sie bewusst konsumieren, indem sie (einigermaßen konsequent) auf fleisch verzichten, versuchen, nicht zu viel plastikmüll zu erzeugen, pelz boykottieren, und noch einiges andere reflektieren, zu anderen problematischen verhaltensweisen neigen, die oft auch nicht so verantwortungsbewusst sind, aber angesagt: z.b. avocados und andere superfoods essen , klar ist ja auch vegan und gesund, hat aber auch schattenseiten (http://www.zeit.de/2016/43/avocado-superfood-anbau-oekologie-trend) und sehr oft reisen, dauernd untwegs sein (nah- und fernziele) , klar, das erweitert den horizont und sensibilisiert für themen, die im Alltag nicht im eigenen Radius auftauchen, jeder will man einen einsamen Traumstrand auf einem anderen kontinent besuchen….trotzdem ist Reisen eine wahnsinnige Umweltbelastung. Polarisierend könnte man vergleichen: Wer hat die günstigere Umweltbilanz: Das Pärchen, das sich gerne vegan ernährt, gerne hippe Lebensmittel kauft, eine Fernbeziehung führt (ständig am pendeln ist) und jeder macht noch ein paar stätdetrips, mindestens 1-2 fernreisen im jahr oder das pärchen, das traditionell „deutsch“ und mehr mit regionalen einflüssen kocht, mit sauerkraut (wächst in mitteleuropa) , mehlspeisen, eiern vom nachbarn, das vielleicht 2 Mal im Jahr Klamotten kauft und „Shopping“ nicht als Hobby hat, das vielleicht selber einen Schrebergarten hat für Tage im Grünen&Gemüseanbau und als urlaubsziel nicht weiter als bis zum gardasee fährt? Ich will gar nicht abwägen, wer besser abschneidet, mich selbst auch gar nicht als jemand darstellen, die das besser handhabt, finde aber, dass es einen sehr deutlichen Trend zum erfolgreichen Greenwashing gibt, der bestimmte Lifestyles ständig unterstützt und auf der anderen Seite sind die Medien, die immer dieselben angesagten Themen anschneiden, andere Problematiken aber zu wenig thematisieren (zb ist die individuelle Mobilität krass angewachsen, natürlich mit vielen Folgen; durch den Fitnesstrend wird wahnsinnig viel Plastikfunktionskleidung „benötigt“, als moderner mensch hat man viele Elektronikgeräte, die man recht oft austauscht und damit die umwelt belastet …u.v.a.). ich glaub ich finde es schade, dass man oft sehr oft nur einseitig informiert wird und das oft daran liegt, dass man zb auch als journalist gewisse trends propagieren muss um ein angesagtes medium zu bleiben und unpopuläre themen nicht immer anschneiden kann, weil die leserschaft das nicht honorieren würde…

    • Liebe Anne,
      vielen Dank für deinen Denkanstoß. Ich kann dir eigentlich nur zustimmen, wie oben im Kommentar schon erwähnt, finde ich es auch sehr krass, wie wenig sich Gedanken über Flugreisen gemacht wird beispielsweise! Dass hier auch von Seiten des Staates oder der Bahn keinerlei Preispolitik gemacht wird, die das umweltfreundlichere Bahnreisen fördert, macht mich jedes Mal baff, genauso wie manche Leute fünfmal die Woche Fliegen- ohne nur einmal über die Umwelt nachgedacht zu haben. Keine Frage, manche Jobs erfordern diese Flexibilität, aber wenn jeder ein bisschen mehr drauf achten würde, würde sich schon viel ändern.
      Aber auch die anderen Sachen, die du ansprichst, fallen da rein. Ich glaube halt, jeder muss für sich einen Weg finden, es abseits von Hipness tun, sondern weil er ein Bewusstsein für die Dinge entwickelt. Der eine fliegt nicht, der andere isst vegetarisch, der andere baut selbst an. Ich möchte niemanden aufbürden, alles gleichzeitig zu tun, aber Mini-Schritte, die kann jeder!
      Liebe Grüße!

  3. Ah, ich könnte schon wieder einen Roman schreiben :D Das Thema Nachhaltigkeit ist bei mir so seit einem Jahr richtig aktuell, seitdem ich Vegetarierin bin. Habe fast alle der Dokus oben sogar gesehen und empfehle sie immer jedem weiter, wenn das Gespräch auf solche Themen kommt. Before the Flood will ich aber auf jeden Fall schauen! Wie alles, auch das Thema fair living, muss man immer so einen Exzess ausleben und wer nicht 1000% vegan/zero waste/ fair ist, ist gar nix? Leider liest man das öfter mal. Der Hinweis mit den Mini-Schritten ist daher gut, denn ich bin z.B. noch eine ganze lange Weile Studentin und da wo ich wohne, in der direkten Nähe zur Großstadt im Westen Deutschlands, also spreche ich nur für die Region, da ist plastikfrei einkaufen zwar schön, aber vor allem teuer. Und so sehr ich unsere Wochenmärkte liebe, ich kann sie mir meistens nicht leisten. Dafür kann man aber eben andere Sachen tun, z.B. kaufe ich auch bis auf Schuhe, da mir die nie passen, nur Second-Hand augenblicklich, esse öfter mal komplette Tage vegan, fahre kein Auto und reise nicht mit dem Flugzeug (wenn es sich anders regeln lässt). Es gibt ganz viele tolle Tipps, die man in seinen eigenen Alltag integrieren kann, aber die Dokumentationen öffnen einem für jedes dieser Probleme schon mal sehr gut die Augen :)
    Liebe Grüße

  4. Hallo Antonia,

    danke für die tolle Zusammenfassung.
    Ich kann folgende Dokus und Filme empfehlen, die sich verstärkt auf Lösungsansätze konzentrieren:
    INHABIT: A Permaculture Perspective
    https://www.youtube.com/watch?v=h1x7DQp9ysc

    TOMORROW
    https://www.youtube.com/watch?v=NUN0QxRB7e0

    A Simpler Way: Crisis as Opportunity
    https://www.youtube.com/watch?v=XUwLAvfBCzw

    Und bald kommt Walk With Me raus http://walkwithmefilm.com
    Wobei an einem Retreat in Plum Village teilzunehmen natürlich noch empfehlenswerter ist als Film schauen :3

    Liebe Grüsse aus Frankreich

Schreibe einen Kommentar