1 Jahr #FridaysforFuture: Was wir von Greta Thunberg und ihrer Bewegung lernen können

21. August 2019 von in

Heute ist Tag 366 der #FridaysforFuture-Bewegung. Seit einem Jahr streikt die 16-jährige Umweltaktivistin Greta Thunberg gemeinsam mit Tausenden von Jugendlichen für ein Umdenken beim Thema Klimawandel. Was als kleine Ein-Mann-Bewegung begann, zählt mittlerweile zu den überraschendsten und großartigsten Phänomen des 21. Jahrhunderts. Von wegen die Generation Y wäre nicht politisch, ob Schultage oder Ferien, tausende Jugendliche und mit ihnen mittlerweile auch viele Erwachsene mahnen jeden Freitag friedlich für eine bessere Klimapolitik. Die Zeit eilt, denn der Klimawandel schreitet voran.

Nicht jeder teilt die Begeisterung für die Bewegung, immer wieder gab es negative Stimmen – auch aus der Politik – dass die Schüler*innen ihre Stunden verpassen würden oder ja selbst immer wieder in den Urlaub fahren. Ein typischen Phänomen bei Menschen, die anderen den Spiegel vorhalten. Den Fehler suchen, statt bei sich selbst anzufangen. Dabei ist vor allem eines klar: Wir alle können so viel von Greta Thunberg und der #FridaysforFuture Bewegung lernen!

Steh für deine Träume und Ideale ein

Nicht immer ist es leicht, für seine Träume und Ideale einzustehen. Die Welt findet die Idee doof, du selbst zweifelst, ob das ganze wirklich gut ist und es weht ein heftiger Gegenwind. Greta Thunberg hat bewiesen: Bleib dran! Die 16-jährige Umweltaktivistin wurde anfangs belächelt, ausgelacht und als kleines Mädchen mit einer komischen Idee gesehen. Doch ihre Geduld und ihr Durchhaltevermögen haben sich ausgezahlt: Mittlerweile hat sie Tausende von Menschen an ihrer Seite, die die selben Träume und Ideale haben und dafür kämpfen.

 

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Jeder kann was tun

Wenn eine 16-jährige Schülerin eine globale Bewegung gegen den Klimawandel auslösen kann, kann wirklich jeder von uns seinen Teil dazu beitragen, unseren Planeten zu retten. Wir alle stehen in der Verantwortung, jetzt zu handeln. Also verzichtet auf Flüge, wann immer es geht, steigt auf euer Fahrrad um, verzichtet auf Plastik und auch auf den täglichen Fleischkonsum. Außerdem: Redet darüber, nehmt an den #FridaysforFuture Demonstrationen teil und klärt euer Umfeld auf. Die Zeit der Ausreden ist vorbei, wir alle müssen etwas tun.

Do what you preach

Wie einfach wäre es für Greta Thunberg gewesen, zu Terminen in die USA zu fliegen. Niemand hätte ihr diesen Schritt wirklich verübeln können (Gut, die Kritiker*innen hätten das als gefundenes Fressen gesehen), schließlich reist sie sowieso schon europaweit stundenlang mit dem Zug über den Kontinent und die USA sind einfach verdammt weit weg. Doch Greta Thunberg macht, was sie predigt – und hat damit vielen Politiker*innen etwas voraus. Ganz nach dem Motto „Nicht nur Worte, sondern Taten zählen“ reist sie 14 Tage lang mit einem Segelboot, das möglichst klimaneutral über die Meere schippert, nach Amerika. Eine Reise, die anstrengend, lange und mit vielen Entbehrungen verbunden ist, aber eben exemplarisch dafür ist, was Greta Thunberg predigt: Nur Veränderungen können die Katastrophe verhindern!

Lass dich nicht beirren

Als Greta Thunberg im August 2018 anfing, freitags nicht mehr zur Schule zu gehen, um für eine bessere Klimapolitik einzustehen, wurde sie vor allem eines: belächelt. Diese kleine Mädchen mit den Zöpfen soll irgendetwas bewirken? Mitschüler*innen wie Politiker*innen dachten, Gretas Idee wäre wirklich ein Hirngespinst. Ein Jahr später zeigt sich: Durchhaltevermögen zahlt sich aus. Greta Thunberg hat sich nicht beirren lassen und ist ihren Weg gegangen. Sie hat das Risiko getragen, zu scheitern, und gewonnen. Sei es beim Klimawandel oder auch bei eigenen Lebensentscheidungen: Bleibt euch treu, hört auf euren Bauch und geht das Risiko ein!

Gemeinsam sind wir stark

Die #FridaysforFuture-Bewegung hat gezeigt, die Idee einer einzelnen Person kann gut sein, setzt sich aber eine Gruppe gemeinsam für ein Thema ein, bekommt man Aufmerksamkeit. Seitdem die Bewegung jeden Freitag wächst, weltweit Demonstrationen stattfinden und die Schüler*innen zeigen, dass sie alle an einem Strang und für eine Idee kämpfen, ist die Bewegung auch endlich auf den Radar der Politiker*innen angekommen. Keine Partei und Regierung kommt jetzt mehr an dem Thema vorbei – denn Tausende von Jugendlichen appellieren an sie. Wir können die Welt verändern, wenn wir uns gemeinsam für die richtigen Sachen einsetzen.

 

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Der Mut ist größer als die Angst, wenn es darauf ankommt!

Mit einem Fischkutter bin ich vor drei Jahren in Island beim Whale Watching in einen Sturm geraten. Die drei Stunden auf dem Meer bei heftigsten Wellengang sind mir in Erinnerung geblieben: Eine Grenzerfahrung, die ich nie wieder machen möchte. Ein Schiff habe ich seitdem nicht mehr betreten. Greta Thunbergs Seereise macht mich allein beim Verfolgen ganz wahnsinnig, denn ich kann mir nur in etwa vorstellen, wie heftig diese 14 Tage auf kleinsten Raum bei Wellengang sein müssen. Gleichzeitig ziehe ich meinen Hut: Statt Angst zu haben, macht Greta es einfach. Weil sie ein größeres Ziel hat, eine Vision und diese möglicherweise schrecklichen 14 Tage nur ein kleine Abschnitt auf dem Weg sind, den sie gehen will. Mein Learning: Die Angst zur Seite schieben und den Mut wachsen lassen, wenn der Wunsch nach etwas so groß ist!

Wir müssen anders reisen

Greta Thunbergs Reise in die USA ist ein Exempel. Niemand von uns muss und soll künftig mit dem Segelboot in die USA reisen. Aber: Ihre Reise zeigt auch auf, dass wir umdenken müssen. Unsere Reiseverhalten in Frage stellen und anders reisen müssen. Denn gerade die westlichen Staaten sind für die CO2-Problematik durch das Fliegen verantwortlich. Europa ist wunderschön, wir haben einen vielfältigen Kontinent, der sich gut mit Bahn und Auto, aber auch mit dem Rad oder zu Fuß erkunden lässt. Der Reiseweg allein kann schon Teil der Reise sein, abenteuerlich, aufregend und langsamer, als wir es uns angewöhnt haben. Das mag anstrengender sein, aber eben ein Schritt zurück in die richtige Richtung. #Slowtravel sollte unser Motto werden!

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