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Bag Stories: Hermès Birkin Bag

22. April 2015 von in

Rote Birkin Bag, braune Birkin Bag, schwarze Birkin Bag (hier und hier, sowie hier als Second-Hand-Fund), rosafarbene Birkin Bag

Meine imaginären Taschenwünsche in Sachen Designerhandtaschen sind meiner Meinung nach schon teuer. Aber wer’s so richtig krachen lassen will, kauft sich eine Hermès Birkin Bag. Preise von bis zu 25000 Euro sind keine Seltenheit. Für eine Handtasche. Die Wartelisten für Sondermodelle sind lang, an Victoria Beckhams Arm baumelt nicht nur eine dieser superexklusiven Taschen und ihr Hype ist seit über 30 Jahren ungebrochen. Zeit zu fragen: Was macht die Hermès Birkin Bag zu so einem Taschenklassiker?

Nach der Kelly Bag aus dem Hause Hermès ist die Birkin Bag wohl die zweite, erfolgreichste Tasche des Labels. Anfang der 80er Jahren trafen sich die französische Schauspielerin Jane Birkin sowie der damalige Hermès-Chef Jean Luis Dumas auf einem Flug von Paris nach London. Jane Birkin war kein Freund der Handtaschen und hatte zur Verwunderung Dumas einen Korb dabei. Auf die Frage, warum sie denn keine Weekender Bag für einen Trip benutze, antwortete die Französin: Es sei so schwierig, eine geeignete Ledertasche für einen Wochenendausflug zu finden, die breit und groß genug und dennoch ansehnlich ist. Jean Luis Dumas zögerte keine Sekunde und entwarf noch im Flugzeug eine erste Skizze. Wenige Monate später war die Tasche – natürlich benannt nach Jane Birkin – erfunden. 1984 wurde die Birkin Bag offiziell gelauncht.

Das Konzept war eine Ledertasche, in die mehr als nur ein Geldbeutel und Taschentücher passen, die gleichzeitig aber auch eine weibliche Seite hat, die zu jeder Gelegenheit passt. Das Design der Birkin Bag ist sportlich-elegant, und sie ist in verschiedenen Größen erhältlich. Quasi von der Alltagstasche bis hin zum Weekender, den sich Jane Birkin so sehr gewünscht hatte. Ein absoluter Designklassiker, der nicht zuletzt aufgrund seiner Exklusivität, vielfach kopiert wurde.

Die Produktion des Originals dauert laut Elle circa 20 Stunden, sodass maximal zwei Taschen pro Woche produziert werden können. Gefertigt wird die Birkin Bag übrigens nur nach Bestellung in einem Atelier für Sonderanfertigung von Hermès in Paris von einem einzelnen Täschner. Das rechtfertigt die extrem hohen Kosten der Birkin Bag. Je nach Material und Ausstattung pendelt  der Preis einer solchen Tasche zwischen 9000 und 150 000 Dollar. Das Gros der Taschen kostet  zwischen 15000 und 25000 Euro. Den höchsten Preis einer Tasche, die jemals versteigert wurde, erzielte natürlich auch eine Birkin Bag: Am 8. Dezember 2011 wurde eine neuangefertigte Birkin Bag aus Krokodilleder mit diamantenbesetzten Metallteilen für ganze 203 150 Dollar versteigert.

Und was hat es mit den Wartelisten auf sich? Tatsächlich sagt Hermès selbst, dass es keine Wartelisten mehr gibt. Das Gerücht über die langen Wartelisten mit Zeiten von mehreren Jahren hatte – wie soll es anders sein – die Serie Sex and the City in die Welt gesetzt. In einer Szene nutzt Samantha Jones den Namen einer Klientin, um sich auf der Warteliste für eine Birkin Bag um fünf Jahre nach oben zu arbeiten. Tatsächlich muss man heute aber nur noch für ganz besondere Sondermodelle Zeit einplanen, hier nimmt die Beschaffung des Leders sowie die Fertigung viel Zeit in Anspruch.

Nichtsdestotrotz gibt es immer nur sehr geringe Stückzahlen der Birkin Bag auf dem Markt. Hermès gibt hierbei als Grund den aufwendigen Herstellungsprozess sowie die schwierige Suche nach talentierten Täschner an. Die Branche aber vermutet viel mehr, dass – ähnlich wie bei anderen exklusiven Modehäusern – die Stückzahl bewusst niedrig gehalten wird, um den Modeklassiker weiterhin exklusiv zu halten.

So oder so: Wer sich eine Birkin Bag leistet, setzt ein Statement.

Und wer von euch hätte gerne eine Birkin Bag? Wie findet ihr diesen Designklassiker? Welche klassische Handtasche dürfte bei euch einziehen?

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9 Antworten zu “Bag Stories: Hermès Birkin Bag”

  1. Ich bin regelmäßig von Birkins umgeben, meine Mama und meine Chefin haben eine. Mir persönlich gefällt sie bisher gar nicht, mal von den Preisen abgesehen. Die Kelly Bag finde ich hübscher und praktischer (Schulterriemen).
    Hermès will übrigens das Sortiment an klassischen Taschen ab Mai/Juni weiter verknappen, um sie noch exklusiver zu machen. Die gängigen Farben sind jetzt schon schwer zu bekommen…

  2. Ich bin regelmäßig von Birkins umgeben, meine Mama und meine Chefin haben eine. Mir persönlich gefällt sie bisher gar nicht, mal von den Preisen abgesehen. Die Kelly Bag finde ich hübscher und praktischer (Schulterriemen).
    Hermès will übrigens das Sortiment an klassischen Taschen ab Mai/Juni weiter verknappen, um sie noch exklusiver zu machen. Die gängigen Farben sind jetzt schon schwer zu bekommen…

  3. Ich mag die Kelly auch lieber, wobei auch bei dieser die Preise ins Utopische gehen. Ich frage mich immer wo das hinführen soll. Chanel zieht ja jetzt nach und nach der letzten Preiserhöhung habe ich auch auf Chanel keine Lust mehr :D
    Aber eine Kelly bleibt mein Traum zum 30. oder 40. Geburtstag :)

  4. Puuuh, irgendwie nicht mein Ding und die Preise sind ja auch echt nicht mehr feierlich. Die Kelly finde ich aber auch hübscher als die Birkin. Viel „schlimmer“ finde ich die Preiserhöhungen bei Chanel. Bye bye Boy Bag!
    Liebe Grüße, Fiona

  5. Eine gute Geldanlage, auch wenn es im ersten Moment komisch klingt, dies in Verbindung mit einer Tasche zu sagen.
    Der steigende Wert spricht für sich und schön ist sie auch – für mich gehört sie zu den Taschenklassikern, definitiv!

  6. Ich bin ein Taschen Freak und spare immer ewig auf klassische Designertaschen, denn sie sind zeitlos, qualitativ hochwertig und sind einfach wunderschön. Die Hermès Modelle sind einfach ein Traum. Die Birkin sowie die Kelly sind Taschen, die nie langweilig werden, ich werde mich niemals satt an ihnen sehen. Ja der Preis ist sehr sehr hoch, doch man muss es wie ein Investment sehen. Wie Nico schon gesagt hat, steigen die Taschen im Wert, was man von anderen Taschen oder Modeartikeln nicht behaupten kann.

    Heute war ich gerade in der Wanderland Ausstellung von Hermès in der Saatchi Gallery in London – es war eine ganz tolle Ausstellung ( Post folgt in Kürze ). Die Verarbeitung, die Materialien und das Design rechtfertigen den hohen Preis.

    Gruss Vanessa /// http://www.cityfreudeblog.london

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