Buchtipp: Pause im Glas & Geschmacksexplosionen im Büro

17. April 2018 von in

Ich weiß gar nicht, wie oft ich mich schon darüber geärgert habe, im Büro zu sitzen und in eine Weißmehlsemmel zu beißen, belegt mit einer traurigen Gurkenscheibe, Butter und einer Scheibe Käse. Nicht nur schmeckt diese Art von Pausenbrot einfach nur nach gummihaftem gar nichts, sie ist auch wahnsinnig ungesund. Denn wenn ich schon Weißmehl, Butter und Käse zu mir nehme, dann doch bitte als wirkliches Soulfood, als Pasta mit Rotwein und als bewusstes Zelebrieren – die Käsesemmel im Büro hingegen ist nicht mehr als die traurige Eingeständnis fehlender Alternativen, und dass man am Vorabend mal wieder zu wenig Lust hatte, in der Küche zu stehen, und gleichzeitig auch zu unkreativ war.

Denn an der Lust zu Kochen und mir etwas vorzubereiten hapert es gar nicht, sondern vielmehr an dem totalen Blackout, der mich heimsucht, sobald ich darüber nachdenke, was ich mir denn mal Besonderes für die Arbeit herrichten könnte. Mein Hirn funktioniert da tatsächlich immer gleich, egal, ob es ein Netflixfilm sein soll, ein Ausflugsziel für sonnige Sonntage oder etwas richtig gutes zu Essen: So viel ich bisher schon gesehen habe, in dem Moment, wo ich es brauche, ist alles weg. Das einzige, was dann hilft, sind richtig gute Anregungen, die wissen, was ich will, wenn ich es selbst nicht mehr weiß – und genau das habe ich in einem kleinen Kochbuch für mich gefunden.

Pause im Glas von Luisa Zeltner ist das erste Kochbuch, in dem ich absolut alles nicht nur mögen, sondern lieben würde. Und das sich anfühlt, als hätte jemand einen großen Stein vor meinem kulinarischen Höhleneingang weggerollt. Wenn meine gesunde Büroverpflegungs-Kreativität normalerweise bei Joghurt mit Früchten endet, öffnet dieses Buch eine komplett neue Welt der Müslis, Salate und Smoothies, der Caponatas, Curries und Chia-Puddings, und ich frage mich, was ich eigentlich so lange ohne all das getan habe.

Die Grundlage des Konzept bilden Mason Jars oder die guten, alten Weckgläser, die man so befüllt: Dressings und Hülsenfrüchte ganz unten, dann je nach Festigkeitsgrad die unterschiedlichen Gemüsesorten oben drauf und Blattsalate zum Schluss, damit sie nicht zermatschen. Kombinieren kann man so alles, was das Herz begehrt. Hier kommen meine drei liebsten Ideen aus dem Buch:

Knusper-Mohn-Müsli mit Pflaumen

Müsli aus Ahornsirup oder Honig, Kokosöl, 300g Haferflocken, 40g Sonnenblumenkerne, 40g gemahlenen Haselnüssen, 6 EL Mohn, 3 TL Zimt, 1 Prise Salz, 50g gepufftem Amaranth, 1 Vanilleschote und 50g getrockneten Pflaumen herstellen (vermischen und 30 Minuten im Ofen backen). 300g Pflaumen mit 1 TL Zimt und 2EL Rohrohrzucker einkochen, dann Müsli, Joghurt und Pflaumenkompott im Glas schichten!

Ofengemüse mit Halloumi

Schalotte, Möhren, Rote Bete, Kartoffeln und Pastinaken in Spalten schneiden und mit Rosmarin, Thymian, Koriandersahmen, Kreuzkümmel, Vanille, Olivenöl und Honig vermengen. 25-30 Minuten im heißen Ofen garen. Halloumi würfeln und anbraten, dann mit dem Gemüse und etwas Schwarzkümmel vermengen, in Schraubgläser füllen oder direkt essen!

Gedünstete Korandermöhren mit Feldsalat

Dressing aus Zitronensaft, Olivenöl, Honig, Salz und Pfeffer mischen. Möhren mit dem Schäler in Streifen schneiden, mit Koriandersamen und Vanille in Olivenöl anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Mit Feldsalat und Fetawürfeln ins Glas schichten – Möhren mit Dressing ganz unten, Feta in der Mitte und Feldsalat oben!

Pause im Glas, 16,95 Euro

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