Cherry Picks #10

17. März 2019 von in

Da haben wir die Möglichkeiten heute über Social Media alle Themen dieser Welt anzusprechen – und tun es doch nicht. Himmelhochjauchzend ist das Motto, ja keine Schwäche, Niederlage oder Tragik, dabei ist das Leben niemals nur eine Bergauffahrt, sondern immer auch eine, die uns in die tiefsten Täler dieser Welt führt. Spricht dann doch jemand über die Schattenseiten des Lebens, bin ich froh. Es ist so wichtig, mit Stigmatas aufzuräumen und ehrlich und authentisch auch über die traurigen Momente zu sprechen. Swantje von The Original Copy,  nicht nur Bloggerkollegin, sondern auch gute Bekannte, hat die Woche von ihrer Fehlgeburt, der fürchterlichen Nachricht und erst aus jener resultierendem Wissen über die Häufigkeit einer Fehlgeburt geschrieben. Ich ziehe meinen Hut vor so viel Ehrlichkeit und Mut, schicke ganz viele virtuelle Umarmungen und sage DANKE!

Kontrastreich wie das Leben hat Sarah von This is Jane Wayne diese Woche ein MEGA-Editorial umgesetzt. Ich wünschte, ich hätte gerade jene modische Kreativität, die dieses Editorial bildlich übersetzt. Der Kontrast zwischen Frühlingsmode und einem noch grauen, vernachlässigten Garten ist sensationell, ich habe mich in alle Outfits verliebt, und noch viel mehr in jene romantische Tristesse, die diese Tage zwischen Winter und Frühling mit sich bringen.

Edited hat diese Woche das zuckersüßeste Editorial der Welt veröffentlicht: Die Mommy & Me Kollektion ist so zauberhaft, dass ich mir sofort ein kleines Kind an meine Seite wünsche. Hach, da kommt man wirklich ins Schwärmen. Ich war fast schon versucht, den Kindern und Müttern in meinem Umfeld Twin-Looks zu ordern! Eine Prise Zuckerguss gibt es hier!

SPD-Familienministerin Giffey hat eine super Idee (Achtung, Ironie): Statt die alleinerziehenden Mütter zu entlasten oder auch das Steuerrecht endlich an Familien statt an Ehen zu koppeln, entlastet man – kurz abwarten – die Väter, die sich um ihre Kinder kümmern. Wow! Keine Frage, das Unterhaltsrecht muss auch an unsere heutige Zeit angepasst werden, aber wir reden hier von den 40 Prozent der Väter, die sich eh schon gut um ihre Kinder kümmern. Bleiben 60 Prozent, die oftmals gar nicht oder nur sehr selten im Leben der Kinder vorkommen und den Müttern nicht nur emotionale Schwierigkeiten, sondern auch finanzielle bereiten. Hier müsste man ansetzen, denn das größte Risiko in Deutschland in der Armut zu enden nennt sich: alleinerziehende Mutter zu sein. Die taz fasst die Problematik des Giffey-Vorschlag fabelhaft zusammen – und alle, die schreien, es müsse endlich was für die Väter getan werden. Ja, auf jeden Fall. Aber die Prioritäten müssen anders gesetzt werden!

In was für einer Welt leben wir eigentlich? Da denkt man, der Feminismus macht sich breit, und doch gibt es immer wieder Momente, in denen man merkt: Im Gegenteil, wir bewegen uns zurück in eine konservative Weltanschauung, in der die Frau weniger wert ist als der männliche Gegenpart. Der Aufreger – nein, ich möchte sagen, der schrecklichste Skandal der Woche kommt aus Italien. In Ancona wurden Vergewaltiger freigesprochen, weil das Gericht der Ansicht war, dass das Opfer zu männlich, zu unattraktiv aussehe, sodass es gar nicht möglich gewesen sei, sie vergewaltigen zu wollen. W T F? Just for the records: Das Opfer ist nie nie schuld, egal, wie es aussah, was es anhatte, wie es sich benommen hat. Schuld ist nur einer: der Täter.

Und zum Schluss noch etwas schönes: Second Hand ist immer eine gute Idee, bei Kindern vielleicht sogar manchmal noch ein bisschen mehr. Wer also bei Edited für seine Kleinen zuschlägt, gleichzeitig aber ausmistet, gibt es jetzt eine neue Plattform, die eine Freundin von mir mitgegründet hat: Loved by Little Foshi aus Hamburg. Hier finden Kinderklamotten neue Besitzer – wunderschön präsentiert, mit Liebe zum Detail und von herzensguten Menschen natürlich geprüft, verpackt und verschickt.

 

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