Cherry Picks #37

13. Oktober 2019 von in

Die Welt versinkt im Chaos. Diese Woche war keine gute für die politische Weltlage (Stichwort Nordsyrien), und auch in Deutschland meldete sich der Terror. Zum vermeintlichen Erstaunen aller AfD-Menschen jedoch aus den eigenen Reihen. Spätestens jetzt sollte allen Menschen in Deutschland klar sein, dass wir ein Rechtsextremismus-Problem haben. Nicht erst seit dieser Woche, möglicherweise und mit ziemlicher hoher Wahrscheinlichkeit haben wir die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und dessen böses Gedankengut nie wirklich aufgearbeitet. Es ist so traurig zu sehen, wie Politik und Medien das Problem kleinreden und von Einzeltätern sprechen, wenn rechte Netzwerke Alltag sind. Umso wichtiger ist es, dass wir gegen das Problem angehen und uns klar gegen Rechts positionieren. Und: Dass wir Menschen zuhören, die direkt betroffen sind. Vice hat diese Woche mit Jüdinnen und Juden gesprochen – das Fazit: Viele fühlen sich nicht mehr sicher in dem Land, das sie Heimat nennen.

 

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„Es geschieht überall, täglich, stündlich. 2017 wurden laut einer UN-Studie weltweit 50.000 Frauen von ihrem Partner, Ex-Partner oder Familienangehörigen getötet. In Deutschland wird alle drei Tage eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner ermordet: 147 Frauen waren es 2017, 123 im letzten Jahr. Die meisten dieser Fälle gelangen nicht in die überregionalen Medien – vielleicht, weil sie so alltäglich sind.“
Femizide sind immer noch ein Thema, das medial und auch in Gesprächen unter Menschen gerne untergraben wird. Einzelfälle sind es auch hier, sehr viele Einzelfälle. Wir müssen endlich die Dinge beim Namen nennen. Julia Korbik sowie Alexandra Stanic haben diese Woche ganz gut aufgeschlüsselt, worin die Problematik der Berichterstattung liegt und warum nicht der Zufallstäter, sondern der eigene Mann die größte Gefahr für die Frau ist.

Bei all diesen schrecklichen Nachrichten tut es gut, mit positiven Dingen sich zu umgeben. Ein bisschen leichter hat dieser Artikel von Man Repeller mein Herz gemacht: Ältere Frauen erzählen, was sie über die Jahre gelernt haben und warum es ziemlich cool ist, älter zu werden.

„Wer eine junge Frau fragt, wann sie ihr erstes Kind bekommen möchte, fragt sie auch, wie sie sich ihr Leben vorstellt. Nicht jede Frau will Mutter werden, nicht jede Frau kann ohne Weiteres Mutter werden. Wer nach Kindern fragt, fragt nach Partnerschaft, Gleichberechtigung, Erziehungsarbeit, Geld. Die K-Frage ist eine große Frage, die mitunter schmerzhafte Antworten hervorbringt, die Interesse voraussetzt und die Bereitschaft, sein eigenes, oft für selbstverständlich gehaltenes Lebensmodell auch mal in Zweifel zu ziehen.“ Ein so wichtiger Artikel des SZ-Magazins zum Thema Kinderfrage und der Bereitschaft, jede Antwort zu ertragen.

Lachen musste ich ebenfalls bei den Worten von Fanny Ekstrand auf Hobnob. „The late 90s and early 00s show has had such an impact of my style unconsciously. Sex and the city is my reference frame for going-out dressing. And Friends is something I always look to for inspiration. And until now Rachel Green has been the one I turn to for sartorial guidance. Until now!!“ Ross Geller ist ihre neue Stilikone – und ich kann nicht widersprechen. Ihre Ross-Geller-Looks sind phänomenal!

Ertappt gefühlt habe ich mich bei diesem Artikel, der zwar bereits aus 2018 stammt, mir aber dieser Tage über den Weg lief. „Es lohnt sich, aktiv daran zu arbeiten, sich das Erklären zu verkneifen und unser Gegenüber dahingehend zu erziehen, dass Bauchgefühl und Tagesform gleichwertige Gründe für eine Entscheidung sind. Auf die Sätze „Ich möchte heute Abend nicht mitkommen“ oder „Ich möchte am Wochenende nicht arbeiten“ muss kein Komma folgen, ein Punkt tut es auch.“ Ich bin ein Bauchmensch, fühle tief in mich hinein und treffe Entscheidungen für mich, um sie dann vor anderen zu rechtfertigen. Bin ich eigentlich noch bei Trost? Meine Entscheidung ist meine Entscheidung. Das schreibe ich mir jetzt hinter die Ohren, und das solltet ihr auch!

 

 

 

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