Cherry Picks #38

18. November 2018 von in

Fotos: Man Repeller, Savage x Fenty, Unsplash

Society has changed – Victorias Secret hasn’t. Dieser Spruch macht die letzte Woche die Runde und erregte viel Aufsehen. Liesel Trautmanns Artikel auf Beige allerdings war mein Allerliebster über die Frage, wieso das berühmteste Wäschelabel der Welt immer noch nicht auf das Diversitythema reagiert hat und starr weiterhin das ideale Schönheitsbild eines Klischee-Mannes vertritt. Jetzt bekommt Victoria’s Secret die Retourkutsche. Nicht nur sinken die Verkaufszahlen massiv, auch die Presse reagiert. „Wird 2018 das Jahr, in dem der berühmtesten Wäschemarke der Welt die eigene Ignoranz gegenüber den unübersehbaren gesellschaftlichen Veränderungen um die Ohren fliegen wird?“, den ganzen amüsanten Artikel findet ihr auf Beige.

„Er bedeutet nicht nur Feuersbrünste, Überflutungen, Missernten, Klimaflucht; all die Horrorszenarien, über die wir in den Medien lesen. Er bedeutet auch das schöne Wetter vor dem Fenster. „Das Schöne zeigt sich unmittelbar und individuell, das Falsche liegt im System“, schreibt die amerikanische Künstlerin Roni Horn über die Paradoxie unserer Zeit. Konkret meint sie damit das Wetter. Am endlos blauen Himmel des Sommers 2018 zeigt sich die Falschheit der Welt.“, der kraftvolle Artikel von Tobias Haberkorn auf Zeit Online erklärt sich am besten selbst mit Hilfe eines Zitats. Haberkorn trifft dabei den Nagel auf den Kopf wenn es um das leidige Thema Klimawandel geht. Die Sintflut kommt, sie ist in vielen Teilen der Welt bereits da, und sie wird auch zu uns kommen. Ein augenöffnender Artikel.

Man Repeller macht seit vielen Jahren vieles richtig. Das Modemagazin beweist schon seit langer Zeit, dass modisches Interesse und Intelligenz sich ganz fantastisch verstehen. Die Redakteurinnen inklusive der Gründerin Leandra Medine treffen den Zeitgeist – auch mit ihrem Man Repeller Merchandise, den ich mir am liebsten einmal komplett bestellen würde.

Es gibt viel an dem Internet zu kritisieren, was es aber für Folgen bei Jugendlichen haben kann, war mir lange Zeit nicht bewusst. Wie auch? Ich habe mit keinem Teenager etwas zu tun. LehrerInnen hingegen schon und diese können auch von Erfahrungswerten durch Vergleiche der vergangenen Jahre sprechen. Wie hat sich die Ausdrucksweise bei jungen Mädchen und Jungs verändert? Und zwar nicht nur wörtlich, sondern auch schriftlich? Eine Auswertung findet ihr auf SZ Magazin Online.

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