Cherry Picks #4

9. Februar 2020 von in

„Heute wurde bei uns der Männerbeauftragte neu ernannt. Ein junges Bürschchen und echt hässlich … sicher so ein Maskulist der jedes Wort und Geste von uns Frauen auf die Goldwaage legt. Wer braucht so einen Quatsch?“

„Lina (41): „Mein Sohn (6) lebt bei meinem Ex, ich bemühe mich, das Kind so oft zu sehen, wie es mir mit Job eben möglich ist (2x in der Woche & Wochenenden). Jetzt möchte mein neuer Freund (25) öfter am Wochenende Exklusivzeit. Mein Ex regt sich deswegen auf. Was soll ich tun?“

„Petra (43): „Immer wieder wirft mein Mann mir vor, dass ich mich nicht genug einbringe. Dabei hole ich den Großen schon 1x die Woche vom Ballett ab, die Kleine darf immer mit ins Stadion (sofern meine Freundinnen keine Zeit haben). Wie beende ich diese nervige Dauerdiskussion?“

Auf @dasbisschenarb1 gibt es ein Sammelsurium an Zitaten, die die Geschlechter in Alltagssituationen umdrehen. Und damit so einiges klarer machen, was oft gar nicht auffällt: Wie selbstverständlich davon gesprochen wird, dass sich Männer in die Haushalts- und Care-Arbeit einbringen statt diese als genauso ihre eigene Aufgabe zu sehen. Wie selbstverständlich Frauen im Job nach Alter und Äußerem bewertet werden. Oder wie selbstverständlich das Kind nach einer Trennung meist bei der Mutter lebt. Den Artikel zum Account gibt’s auf jetzt.de!

 

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Zu allem, was diese Woche in Thüringen passiert ist, fehlen mir immer noch die Worte. Gleich am Mittwoch hat die treffendsten Worte Detlef Esslinger gefunden: FDP und CDU haben sich an der Republik vergangen. Genau diese Untergrabung der Demokratie, der innere Angriff des demokratischen Zusammenhalts ist das Gefährliche an diesem Vorfall, der zu Recht für einen riesigen Aufschrei gesorgt und mittlerweile schon zum Rücktritt Kemmerichs geführt hat. Zu Esslingers Kommentar, der die Gefährlichkeit der Thematik erklärt, geht es hier.

„How would I react if one of my dearly beloved coworkers removed their shoes and socks, rolled up their pants, lifted their bare calf onto a table next to me, and asked me to massage it while they issued gentle instructions in an effort to get in touch with their sexual agency?“

Seitdem mir Amelie von The Goop Lab erzählt hat, kann ich kaum erwarten endlich Zeit zu finden, die Gwyneth-Paltrow-Serie auf Netflix durchzubingen. Denn ich bin schon lange von den völlig irren Lifestyle-Hypes fasziniert, die sie kontinuierlich auslöst. Wie absurd es ist, dass Dinge wie eine Magic Mushroom Erfahrung auf Jamaica zusammen mit ihrem Team unter dem magischen Wort „healing“ völlig ernst gemeint in der Serie thematisiert werden, lest ihr hier bei Man Repeller – wer hat schon mit the Goop Lab angefangen?

„Im Buch berichtet sie einmal über ein Wochenende ohne Handy, nennt sich „Süchtige auf Entzug“. An anderer Stelle heißt es: „Ich vergleiche meine Instagram-Aktivitäten gern mit meiner Vorliebe für Zigaretten. Die eine Angewohnheit schadet meiner Seele. Die andere meinem Körper.“

Dass Instagram süchtig macht wie Zucker oder Zigaretten, spüren wir alle schon lange. Gerade ist ein neues Buch dazu erschienen, das von einem Selbstversuch und den beängstigenden Erkenntnissen handelt: Unfollow von Nena Schink. Hier geht es zum Spiegel-Artikel über Nina und ihr Buch, das gerade die Bestseller-Listen hochklettert.

 

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Wir gratulieren Claire Beermann von Herzen zur neuen Position als Zeitmagazin Style Director! Ihr Stilbewusstsein beweist sie seit vielen Jahren kontinuierlich – doch so stilvoll wie Claire trägt definitiv niemand einen Fahrradhelm. Mehr dazu hier!

Foto The Goop Lab: Adam Rose/​Netflix

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