Die Saison ist eröffnet: 3 vegetarische Grillrezepte

6. Juni 2018 von in ,

Wenn ich an die schönsten Tage meiner Kindheit zurückdenke, waren es immer jene, die ganz entspannt im Sommer mit Familie und Freunden verbracht wurden. Dann, wenn wir am See waren und uns einfach treiben ließen, oder schon nachmittags den Grill anwarfen, wir Kinder im Garten spielten, zwischendrin im Weiher plantschten, später ein paar Happen aßen und im Kerzenschein irgendwann einschliefen. Gemeinsame Erlebnisse schaffen Verbundenheit – und so wird bis heute jedes Jahr im Sommer auch mein Garten in der Münchner Innenstadt zum Treffpunkt für meine Freunde und Familie.

Es wird gegrillt, zusammengesessen und geredet bis tief in die Nacht. Gutes Essen, liebe Menschen, und einen funktionierenden Grill – mehr braucht es im Sommer nicht, um glücklich zu sein. Bis vor Kurzem grillte ich noch mit einem kleinen Holzkohlegrill, aber wir sind eben hier in der Stadt – und die Nachbarn nicht immer begeistert, wenn der Rauch ins Wohnzimmer zieht. Umso schöner, dass Weber Grill uns seinen neuen Pulse Grill zum Testen vorbeibrachte. Der perfekte Anlass, um ein Pfingstwochenende ausklingen zu lassen.

„Heute Abend spontanes Grillen mit vegetarischen Leckereien“ schrieb ich an meine Freunde – und schwups, kurzerhand füllte sich der Garten, während Milena und ich in der Küche standen und unsere liebsten Veggie-Grill-Gerichte vorbereiteten. Gelassenheit, Freude und Entspanntheit war das Motto des Abends – und der Weber Grill machte es uns ziemlich leicht, zu grillen und zeitgleich für unsere Freunde gute Gastgeber zu sein. Kein hektisches Wedeln am Grill, kein ständiges Beobachten des Essens. Gemeinsam zusammensitzen, reden und anschließend essen – welch große Freude.


Geröstetes Foccaccia mit Ziegenkäse, Feigen und Birnen

1 großes Focaccia
Ziegenkäse oder ein anderer Käse
2 große Birnen
Feigen (frisch oder getrocknet)
Olivenöl
Thymian
Rosmarin

Zuerst entkernt ihr die Birnen und schneidet sie in flache Scheiben, auch der Käse wird in Scheiben geschnitten. Die Feigen werden in kleine Stücke geschnitten. Das Foccaccia wird halbiert und auf einer Seite mit Öl beträufelt. Röstet das Brot kurz auf dem Grill an, anschließend lasst ihr die Birnenscheiben vorgrillen. Sobald das Obst leicht angeröstet ist, belegt ihr das Focaccia mit dem Käse und den Birnenscheiben. Noch ein paar Rosmarin und Thymianzweige auf das Brot und die zweite Hälfte des Focaccias drauf. Jetzt heißt es Geschick am Grill: Legt das belegte Brot nun auf den Grill und röstet es gut durch. Dreht das belegte Brot immer wieder mal – aber Obacht, wer es fester verschnürt haben will, kann das Focaccia auch mit Naturgarn festzurren. Sobald der Käse zerlaufen und das Brot schön knusprig ist, kann es verspeist werden!


Der Pulse Weber Grill ist ein intelligenter Elektrogrill. Das heißt: Keine Kohle, aber genauso ein guter Grillgeschmack und so viel mehr Funktionen. Die erste gute Nachricht: Hungrige müssen nicht ewig auf ihr Essen warten, der Pulse Webergrill erreicht innerhalb weniger Minuten die perfekte Temperatur. Und: Diese kann ganz einfach reguliert werden – und das auch noch auf zwei Seiten. Heißt: Unsere Süßkartoffeln brauchten länger und mehr Hitze, unsere Champignons und Tomaten durften bei niedriger Hitze auf der anderen Seite des Grills garen. Gerade bei vegetarischen Grillgerichten ist die richtige Temperatur unfassbar wichtig, sonst verbrennt das Gemüse noch, bevor die Würstchen auf dem Grill durch sind. Während ein Holzkohlegrill irgendwann seine oberste Stufe an Wärme erreicht (und das kann bekanntlich dauern), kann beim Webergrill immer wieder nachreguliert werden – ohne beim Geschmack einzubüßen! Die Fleischfans können sogar mit einem Temperaturmesser ihr Fleisch grillen und über eine App überwachen.


Gefüllte Tomaten

6 große Tomaten
Fetakäse
1-2 Knoblauchzehen
frischer Thymian & Rosmarin
Salz/Pfeffer

Die Tomaten werden gewaschen, dann oben aufgeschnitten und das Innere herausgeholt. Anschließend zerdrückt ihr den Feta in einer Schüssel, schneidet die Knoblauchzehen in kleine Stückchen und mischt diese samt dem Inhalt der Tomaten zum Feta hinzu, sodass eine Masse entsteht. Würzt noch nach Belieben mit Salz und Pfeffer sowie mit den Kräutern – und füllt die würzige Feta-Creme in die Tomaten. Danach geht’s ab auf den Grill!


Mit dem Weber Grill ließen sich unsere vegetarischen Leckereien also ohne Probleme zeitgleich fertig garen – welche Freude für mich, Grillrookie, die es sonst schafft, nur in Etappen zu grillen und ihre Gäste mit Essenschüben zu mästen. Ebenfalls ein klarer Vorteil für einen Elektrogrill: Nachzügler können jederzeit dazukommen und essen. Während bei herkömmlichen Grills die Glut irgendwann erlischt, kann beim Elektrogrill auch Stunden nach der Grillsession nochmal losgelegt werden. Auch der Müll hält sich dank Elektrostrom in Grenzen, das Reinigen des Grills ist ebenfalls super einfach. Die Roste erkalten und lassen sich dann ohne Probleme im Waschbecken abwaschen, die Grillschale kann ebenfalls entnommen und gewaschen werden.


Gebackene Süßkartoffeln mit Kräuter-Sauerrahm

2 große Süßkartoffeln
Kräuterquark
Sauerrahm
frischer Thymian, Rosmarin und Schnittlauch
Thymian
Olivenöl
Salz/Pfeffer

Super simpel, aber auch super lecker! Ihr wascht die Süßkartoffeln und legt sie noch feucht in ein quadratisches Stück Alufolie. Anschließend träufelt ihr einen Esslöffel Olivenöl über die Kartoffel, legt noch ein paar Thymianzweige dazu und verpackt die Süßkartoffel. Für den Kräuterquark mischt ihr den Quark mit Sauerrahm. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Kräutern würzen, bis eine leckerer Sauerrahm-Quark-Soße entsteht. Die Süßkartoffeln backen auf dem Grill. Beim Weber Grill brauchten die Kartoffeln ungefähr eine Stunde, in Holzkohle geht es wahrscheinlich schneller.


Warum wir uns für vegetarische Speisen entschieden? Weil wir erstens gerne fleischlos essen, zweitens so schlechte Erfahrungen mit Veggie-Grillen auf dem Holzkohlegrill gemacht haben und drittens für Abwechslung am Tisch sorgen wollten. Denn wer kennt es nicht? Bei normalen Grillpartys gibt es Fleisch, Salat – und vielleicht noch eine andere Soße als Ketchup. Unsere Gerichte kamen allesamt so gut an, dass jetzt schon gefragt wurde, wann wir denn wieder grillen – und auch das ist ein Vorteil vom Weber Pulse: Außer Lebensmittel braucht es nichts, der Grill ist jederzeit startklar! Steckdose an – und los geht’s!


Gefüllte Champignon mit Pesto-Füllung

6 große Champignons
3 Vollkorntoast-Scheiben
zwei Handvoll Cocktailtomaten
2-3 Knoblauchzehen
2 Löffel gehackte Mandeln
Zitrone
frische Kräuter
Olivenöl
Salz/Pfeffer

Gefüllte Champignons sind auch eine wunderbare vegetarische Alternative, mit dieser Füllung schmeckt’s auch wie in Italien. Putzt die Champignons leicht, dann entstielt ihr die Pilze. Für die Füllung zerkleinert ihr die Stengel und schneidet die Cocktailtomaten in kleine Stücke. Die Vollkorntoastscheiben werden getoastet und dann ebenfalls in kleine Stücke geschnitten. Für das Pesto zerhackt ihr die Knoblauchzehen und Mandeln. Gemeinsam mit Olivenöl und ein paar Spritzer Zitrone werden die Knoblauchzehen und Mandeln zu einem Pesto püriert. Anschließend hebt ihr die zerhackten Pilzstengel sowie Tomaten und das Vollkorntoast unter, bis eine Masse entsteht. Würzt nach Belieben nach – nicht wundern, es schmeckt eventuell etwas herb (was sich beim Grillen aufhebt). Dann befüllt ihr die Champignons und legt sie auf den Grill!


Es muss also tatsächlich nicht immer Fleisch sein, um einen wunderbaren Grillabend zu haben – vielleicht trommelt ja auch ihr demnächst bei diesem Traumwetter eure Freunde zusammen und grillt einmal vegetarisch? Wir können es empfehlen – unser nächster Grillabend steht bereits!

– In freundlicher Zusammenarbeit mit Weber Grill – 

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9 Antworten zu “Die Saison ist eröffnet: 3 vegetarische Grillrezepte”

  1. Wunderschöner Beitrag, tolle Rezepte. Nur das „bevor die Jungs ihre Würstchen auf dem Grill haben.“ stößt mir ein wenig auf, da es für mich sehr nach „Mann sein= Fleisch essen“ klingt und ich das genau so Banane finde wie „Frau sein=Rosa mögen“. Aber vielleicht gehöre ich da zur Korinthenfraktion?

      • Vielleicht kannst du konsequenterweise auch diese Stelle anpassen: „Die Fleischfans können sogar mit einem Temperaturmesser ihr Fleisch en pointe grillen und über eine App überwachen – die großen Augen der Jungs waren Gold wert.“ Das klingt ebenfalls danach, dass nur Männer Fleisch essen und sich für Technik interessieren, mit der man es perfekt zubereiten kann. Ihr schreibt euch doch Feminismus auf die Fahne, da würde ich es gut finden, wenn ihr auch Artikel, die sich nicht explizit damit auseinandersetzen, dementsprechend verfasst.

        (Es heißt zudem à point. ;) )

        • Das stimmt – das lag aber hier tatsächlich daran, dass bei uns die Jungs diese App und Fleischmessung mega interessant fanden :) Die Mädels dagegen weniger Steaks, sondern Putenfleisch gegessen haben, welches eben nicht so wirklich „Temperatur gemessen“ werden muss. Tatsächlich interessieren sich natürlich nicht nur Jungs für Fleisch, für mich, die fast zu 90 Prozent vegetarisch lebt, war der Artikel mehr aus meiner Sichtweise des Abends geschrieben – wie es eben so war :)
          Aber auch hier passe ich es gerne an!

  2. Was für absurde Kommentare. Dass man aus einem Grillbericht rausliest, dass nur Männer sich für Technik interessieren. Die vorherige Formulierung war doch eindeutig, an jenem Abend an jenem Ort haben sich eben nur die anwesenden Männer für dieses Teil interessiert. Wo ist das Problem?! Aber vielleicht habe ich auch einfach nur das Stockholm-Syndrom.

    • Schön, dass das noch jemand so sieht. Aber ich (die dann vermutlich auch am Stockholm-Syndrom leidet) habe festgestellt, dass sehr häufig auch einfach nur das rausgelesen wird, was man bzw. frau (!!!) rauslesen möchte. Naja, jeder wie er/sie/es meint, solange es noch ‚der Grill‘ heißen darf und nicht auf ‚die Grillin‘ bestanden wird…

      • Endlich mal jemand der mich versteht. Für „die Grillin“ setze ich mich schon länger ein und bin froh nun Verbündete gefunden zu haben!!!

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