Fernweh: 7 Reiseziele, von denen ich träume, bis die Pandemie vorbei ist

17. Dezember 2020 von in

Es ist wirklich kaum mehr vorstellbar. Aber vor etwas weniger als einem Jahr stieg ich noch ganz gemütlich in den Flieger, um wenig später auf Barbados den schönsten Jahresstart zu erleben, den ich mir hätte wünschen können. Corona war zu diesem Zeitpunkt erst in kleinen Meldungsspalten in den Zeitungen zu finden und eine Sache, die sich wie immer ganz weit weg abspielte – bis wir plötzlich mittendrin waren.

Ohne Bedenken zu verreisen ist nun erstmal aufs Eis gelegt, und schon den Schritt vor die Haustür und unter Menschen müssen wir uns gerade doppelt überlegen. Ich bin dankbar und glücklich, ein schönes Zuhause mit tollen engsten Menschen zu haben, mit denen ich es mir gemütlich machen kann – und sicher. Ich bin dankbar, dass uns die Pandemie gezeigt hat, dass niemand von uns es braucht, jede Woche in ein Flugzeug zu steigen. Dass das eigene Land, die Länder im Umkreis und selbst das Umfeld der eigenen Stadt so viel zu bieten haben, von dem wir durch all die Möglichkeiten oft abgelenkt waren. Und dass wir die Reisen, die irgendwann wieder möglich sein werden, so sehr schätzen wissen, wie wir es nie für möglich gehalten hätten.

Niemals würde ich gerade ein unnötiges Risiko eingehen, nur um die Sonne und Wärme auch in den kalten Wintermonaten zu spüren, wie ich es die letzten Jahre über so geliebt habe. Und trotzdem kommt es gerade mehr denn je über mich, das Fernweh, das sich ein bisschen anfühlt wie Liebeskummer, mitten im Magen, und das so riesengroße Sehnsüchte freisetzt.

Jetzt, wo uns die ganze Welt zum ersten Mal nicht offen steht, kann ich nicht anders als durchgehend darüber nachzudenken, was für unfassbare Orte es in der Ferne gibt. Wie es sich wohl anfühlen würde, gerade jetzt in einer Strandhütte aufzuwachen. Den Duft von Hitze, von Meereswasser, von Weihrauch auf orientalischen Märkten zu riechen. Von oben auf das Gewusel völlig fremder Städte zu blicken. Oder noch einmal den Sonnenaufgang über der Wüste zu erleben, wie hier im Oman.

Statt Weihnachtsfilmen schaue ich gerade eine Doku nach der anderen, die mich ganz weit weg trägt und mir zeigt, dass die Welt nicht stehenbleibt, auch wenn es sich gerade so anfühlt. Dass da noch so unendlich viel außerhalb unseres Radius existiert, der gerade kleiner ist denn je. Und dass all die Schönheit der Natur auch noch da sein wird, wenn wir die Pandemie irgendwann in den Griff bekommen haben.

Bis dahin träume ich mich mit Dokus, Büchern und Instagram an ferne Orte. Und mache mir eine Liste, wohin ich reisen will, wenn es irgendwann wieder möglich ist. Hier kommen 7 Reiseziele, an die ich mich gerade sehne!

San Blas Islands, Panama

 

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Während ich dieses Jahr auf Barbados mit Schildkröten tauchte, machte sich meine Freundin Siska auf den Weg nach Panama. Und fand dort über Airbnb ein französisches Paar mit Segelboot und zwei Katzen, die sie auf die San Blas Islands brachten – eine paradieseische Inselgruppe, die in etwa so aussieht, wie man sich als Kind Inseln vorstellt. Einige davon sind so winzig, dass nicht viel mehr als ein paar Palmen darauf passen – und meine Magengegend explodiert vor Sehnsucht, wenn ich seit damals ihre Bilder und Insta-Stories dazu ansehe.

Sansibar

Vor viereinhalb Jahren war unsere Freundin Anja, die ihr von der Serie Coffee Break kennt, alleine auf Sansibar und hat hier auf amazed darüber geschrieben. Über die ferne Insel, Sandbänke und Schildkröten, und davon, wie es ist, all das ganz alleine zu erleben. Und genau seit viereinhalb Jahren träume ich von diesem Ort.

Pantelleria

Gar nicht weit und doch komplett abgeschieden ist die Insel Pantelleria südöstlich von Sizilien. Sie ist Schauplatz des Filmes A Bigger Splash mit Tilda Swinton und Dakota Johnson, und seitdem ich ihn gesehen habe, träume ich von heißen Augusttagen in einer Villa auf der Insel.

Lanzarote

Als ich dieses Jahr in der toskanischen Hitze im Liegestuhl lag, las ich „Neujahr“ von Juli Zeh, das auf der zerklüfteten und windigen, aber trotzdem warmen Kanareninsel Lanzarote spielt. Eine Familie verbringt dort Silvester, und ich würde mich zum Jahresstart auch gerne hinbeamen – obwohl es auf den Kanaren momentan Coronatechnisch relativ sicher ist, würde ich natürlich trotzdem gerade weder in ein Flugzeug steigen, noch an einen Ort fahren, der nicht nur mir gerade als gutes Reiseziel einfällt. Einen Jahreswechsel auf Lanzarote könnte ich mir für spätere Jahre aber sehr gut vorstellen.

Atacama-Wüste

 

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Ein Ort, der ein bisschen mehr Mut erfordert, von dem meine Freundin Lea aber mehr als genug hat, ist die Atacama-Wüste in Chile. Mit dem Motorrad ist sie einmal um die Welt gefahren, und würde nach Corona sofort wieder an diesen Ort: Unendliche Weiten, Einsamkeit und Landschaft die aussieht, als wäre man auf dem Mars. Zum Fernwehstillen empfehle ich übrigens auch Leas Buch über ihre Weltreise: Sag dem Abenteuer, ich komme!

Oman

Seit ich 2018 zusammen mit Siska im Oman war, träume ich davon, zurückzukommen. Selten habe ich mich so dermaßen in ein Land verliebt, wie auf dieser Reise. Damals waren wir ganz im Süden an der Grenze zum Jemen in Salalah, das nächste Mal würde ich gerne den Norden rund um die Hauptstat Maskat erkunden. Denn neben Wadis, Flussbetten mit wilden Flamingos oder Kamelen, gibt es dort auch eine Art Grand Canyon voller Oasen und uralten Bergdörfern.

Langeoog


Eine deutsche Insel an der Nordsee lässt mich nicht mehr los, seitdem ich dort vor vielen Jahren war: Langeoog ist ein kleines Naturparadies, denn auf der Insel dürfen keine Autos fahren, nur Fahrräder. Man kann stundenlang durch die Dünen radeln, wilde Robben beobachten und danach Friesentee in kleinen Cafés trinken. Und das schönste: Auf Langeoog kann man die Gezeiten richtig intensiv beobachten, bei Ebbe wirken die Strände wie Wüsten, bis das Wasser langsam wieder zurückkommt. Selbst jetzt im Winter wäre ich so gerne auf Langeoog – vielleicht klappt es ja in wärmeren Monaten.

Und wo würdet ihr am liebsten hin, wenn ihr jetzt sofort loskönntet?

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2 Antworten zu “Fernweh: 7 Reiseziele, von denen ich träume, bis die Pandemie vorbei ist”

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