Jahresrückblick 2020: Milena

28. Dezember 2020 von in

2020: Das Jahr, das für so viele eine Enttäuschung nach der anderen im Gepäck hatte, das verflucht zu sein schien und es einfach nicht gut mit uns meinte, war für mich wiederum ein ziemlich gutes Jahr. Es begann mit einer mutigen und viel verändernden Reise, mit Euphorie und Loslassen und dabei zu mir Zurückfinden. Und was am Jahresbeginn seinen Anfang nahm, ging das ganze Jahr über weiter: Ich fand meine innere Ruhe wieder, kostete das Jahr so gut wie möglich aus, ohne dabei fomo zu haben, und war dabei so viel in der Natur wie nie. Die Monate waren, ob Lockdown oder nicht, gefüllt mit sehr viel Schönem. Und ich bestieg zum ersten Mal mehrere Berggipfel – was für mich nach einem sehr kraftlosen 2019 gleich doppel und dreifach viel Bedeutung hatte.

2020 war: entschleunigt, heilsam, beengend, aber auch befreiend und sehr wertvoll.

Das hat 2020 mit mir gemacht: Nach einem sehr herausfordernden 2019, das emotional das schwierigste meines Lebens war, gab es zum Jahreswechsel einen kleinen Gedanken, der alles für mich verändert hat: Ich beschloss, bestimmte Sorgen und Unsicherheiten nicht ins neue Jahr mitzunehmen. Und entschied mich für eine spontane Reise mit einem neuen Menschen, der sehr viel für mich veränderte.

 

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In diesem Jahr habe ich erkannt, dass das Leben einfach so oft anders kommt, als man dachte. Dass manchmal die ganze Welt davon betroffen sein kann. Und dass es nicht nur belastend ist, alles durchzuplanen, sondern es meistens auch überhaupt nichts bringt – und das Glück oft dann passiert, wenn man ein bisschen loslässt.

So habe ich die Lockdownzeit am liebsten verbracht: Auch, wenn der Lockdown selbst in mir irgendwann das Bedürfnis herausgekitzelt hat, drei Nächte durchzufeiern, kam ich mit dem erzwungenen Ruhezustand zu Hause verhältnismäßig gut klar. Natürlich gab es viele anstrengende Homeofficetage ohne Bewegung oder einen Gang vor die Tür. Aber es gab auch gewonnene Zeit für Morgenyoga, fürs Zeitunglesen, für Spaziergänge, Ausflüge in den Wald und die Entdeckung neuer Interessen. Und vor allem Zeit, endlich so viele neue Gerichte zu kochen wie noch nie.

Das habe ich aus dem Lockdown in meinen Alltag mitgenommen: 20-Minuten-Homeworkouts, die wirklich immer gehen. Und die ich auch ohne Corona in meinen Alltag einschieben kann.

So hat Corona mein Leben verändert: Ich bin definitiv ruhiger geworden und konnte mich gefühlt zum ersten Mal auf das Hier und Jetzt einlassen, ohne gleich an die nächsten Ziele zu denken. Ein großer Faktor dieser inneren Ruhe ist das fehlende Fomo-Gefühl, über das ich hier geschrieben habe.

Damit hatte ich 2020 am meisten zu kämpfen: Mit dem Gefühl von Stillstand und Eingeschränktheit in so vielen Bereichen. Und der Frage, wie lang es ok ist, im Ausnahmezustand einfach mal nur bis zur nächsten Woche zu denken, und ab wann der Ausnahmezustand zum Alltag wird, in dem es eben doch neue Ziele braucht, um aus dem Stillstand rauszukommen.

Das hat mir 2020 besonders geholfen: Zu erkennen, dass auch um die 30 und in jedem späteren Alter noch neue Menschen in unser Leben kommen können, die zu engsten, familiären Vertrauten werden können. Zum Jahreswechsel kamen gleich zwei neue Menschen in mein Leben, mit denen ich gerade den Großteil meiner Zeit verbringe und mit denen es sich anfühlt, als wären sie schon immer da gewesen.

Liebstes Instagramfoto: Diese Fotos meines 30. Geburtstages, der schöner nicht hätte sein können. Und der Moment dieses Sommerabends an der Isar, an dem einfach alles war wie immer.

Der schönste Trip war Barbados Ende Januar. Noch nie hat mir eine Reise so gut getan und so viel verändert.

Das Lied, das ich 2020 am meisten gehört habe: Ocean Eyes von Billie Eilish

Mein liebstes Buch: In den letzten Monaten war ich mehr mit Zeitunglesen als mit Büchern beschäftigt. Davor habe ich Ilonas Buch „Land in Sicht“ in einem Zug durchgelesen, wie auch diese Buchtipps – und daneben in diesem Jahr sehr viele umwerfende Kochbücher für mich entdeckt, mehr dazu hier.

Büchertipps fürs Wochenende

Das Outfit, das ich am meisten getragen habe: Ist definitiv diese Bluse zu Leggings und Jeans.

Mein liebster Artikel 2020 auf amazed:

Die Antworten von 8 Frauen auf die Frage: Was kommt nach dem Dreißigwerden?

Das habe ich 2020 zum ersten Mal gemacht: Eine Reise mit jemandem gebucht, den ich davor erst einmal getroffen hatte.

Hier gehe ich 2021 wieder essen: In all den umwerfenden Restaurants und vor allem Italienern hier in Haidhausen, die den Sommer so unheimlich schön gemacht haben, dass sich jeder Tag wie ein Straßenfest anfühlte.

Und passend dazu noch ein paar meiner seit dem Sommer absoluten Lieblingsweine:

Ein Kauf, an dem ich noch lange Freude haben werde, ist meine Sammlung an ätherischen Ölen, die ich dieses Jahr zusammengestellt habe. Der Holzständer ist übrigens dieser hier.

Was ich viel zu lange nicht gemacht habe und unbedingt mal wieder machen will: Natürlich alle meine Freunde umarmen. Und wieder reisen und mehr als den kleinen Lockdown-Radius von der Welt sehen.

Fattoria la Vialla Fattoria la Vialla

Fattoria la Vialla

Hier und hier geht es zu meinem Italien-Roadtrip aus dem Sommer.

3 Dinge, für die ich dankbar bin: Dass mein Umfeld und ich von Corona bisher verschont wurden, sowohl körperlich als auch beruflich gesehen, und es einen Hoffnungsschimmer gibt. Für die Menschen, mit denen ich 2020 erlebt habe und für all den Input, den ich dieses Jahr bekommen habe. Und nach 2019 ganz einfach, dass ich dieses Jahr wieder glücklich war.

Worauf ich 2021 verzichten kann: Darauf, was sich Querdenker und Co. alles noch so ausdenken werden, auf verhärtete Fronten zwischen allen, die mit der aktuellen Situation auf unterschiedlichste Arten und Weisen umgehen und sich gegenseitig nicht verstehen wollen, und auf noch mehr Aufschub von Klimazielen.

Vorsätze für 2021: Nach dem unplanbaren 2020 fühlt es sich zum ersten Mal so richtig gut für mich an, keine Vorsätze, Erwartungen und Ziele für das neue Jahr zu haben. Außer genau das: Die nächste Zeit kommen zu lassen, die wohltuenden Angewohnheiten aus diesem Jahr wie die viele Zeit in der Natur und bewusste Bewegung beizubehalten, immer in mich hineinzuhören und mich gleichzeitig auch einfach mal treiben zu lassen.

So möchte ich mich 2021 engagieren: Ich möchte meinen (Plastik)müll noch mehr reduzieren und noch nachhaltiger mit Lebensmitteln umgehen, sodass nichts mehr weggeschmissen wird. Noch mehr an Sea Watch spenden und noch häufiger jedem, der es noch nicht begriffen hat erklären, was es heißt, Diskriminierten zuzuhören und seine eigene Sichtweise dabei zurückzunehmen.

Darauf freue ich mich 2021: Darauf, dass die Welt uns hoffentlich irgendwann wieder offen steht. Und darauf, dass wir absolut alles so viel mehr zu schätzen wissen werden, als wir es jemals getan haben.

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2 Antworten zu “Jahresrückblick 2020: Milena”

  1. Hallo Milena,
    ich finde das Plakat/Poster über dem Regal mit den Düften wundervoll – wo hast Du das her?
    Ich freue mich über Deine Antwort.
    Liebe Grüße :)

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