Material Girl: Dreaming of Italy

22. April 2020 von in

Kleid, Sandalen, Trenchcoat, Sonnenbrille, Tuch, Badeanzug, Tasche /
Foto: Unsplash

Die Olivenhaine flirren unter der Abendsonne. Meine Familie und ich sitzen am Tisch, wir genießen frisches Ciabatta, Parmesan, verschiedene Pecchorini und Meeresfrüchtesalat zum Abendessen. Die letzten Strahlen der Sonne, die jetzt viel weicher ist, wärmen uns. Es sind die schönsten Tage des Spätsommers, hier in der Toskana, weit oben in den Chianti-Bergen. Tagsüber genießen wir die Ruhe und Sonne am Pool, manchmal fahren wir aber auch nach Siena, Florenz und andere kleinere Städtchen im Chianti-Gebiet. Bis wir spätnachmittags wieder in unser Ferienhaus zurückkehren, Essen zubereiten und la Dolce Vita leben.

Italien ist mein Herzensort. Ich liebe das Land, die Natur und die Sprache. Kein Wunder, dass ich Italienisch studiert habe, um mich noch ein bisschen näher zu fühlen. Nach meiner Buch-Veröffentlichung hatte ich so vage im Kopf, den Spätsommer nach langer Zeit einmal wieder in der Toskana zu verbringen. Hier ein, zwei Wochen die Seele baumeln zu lassen und den Sommer ein bisschen zu verlängern.

 

 

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Nur: Das wird nichts. Reisen in Zeiten von Corona ist momentan nicht möglich. Die Grenzen sind geschlossen, die Gefahr der Verbreitung ist zu groß. Während wir in Deutschland die Eindämmung einigermaßen (noch) im Griff haben, kämpfen Länder wie mein geliebtes Italien gegen das Virus. Oft vergebens.

Für mich, die wenig reist, ja tatsächlich noch nie den Kontinent verlassen hat, ist das Nicht-Reisen nicht allzu schlimm. Ich weiß, wie ich es mir hier zu Hause und in meiner Heimat schön machen kann. Und trotzdem: Wenn man gerade so gar nicht reisen kann, ist die Sehnsucht plötzlich doch ganz groß.

 

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Gestern stolperte ich über einen Artikel, der ganz schlüssig aufdröselte, wie lange wir wohl auf das Reisen verzichte müssen. Realistisch gesehen, werden wir wohl erst in zwei Jahren – sofern es einen Impfstoff gibt – wieder so reisen können, wie wir es aus 2019 gewöhnt waren. Für alle Abenteuerlustigen unter euch als Entwarnung: Das Reisen wird auch vorher möglich sein, aber mit Einschränkungen und Risiken. Denn solange Covid-19 weltweit akut ist, kann sich die Lage auch jederzeit hierzulande wie in anderen Ländern ändern. Waren die Grenzen gestern noch offen, können sie übermorgen wieder geschlossen sein. Wer dann in Bali oder am Strand von Mexiko sitzt, hat eventuell ein Problem. Denn die Bundesregierung hat schon angekündigt, künftig keine Reisenden mehr heimzuholen.

 

 

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Während die Länder schrittweise wieder ihre Tore öffnen, wird es neue Hygienemaßnahmen geben, Hostels werden Gruppenräume wohl abschaffen müssen und auch Tipps aus dem Internet können künftig redundant sein. Mal ganz abgesehen davon, dass es sicherlich Ein- und Ausreisebeschränkungen geben wird. Unter der Hand wird schon gesagt, dass man vielleicht künftig zwei Wochen nach Italien reisen kann, dann aber weitere zwei Wochen in Quarantäne sein muss.

Es wird dauern, bis wir wieder so frei durch die Welt reisen. Vielleicht wird es den ein oder anderen gar nicht mehr in die weite Welt ziehen. Vielleicht lernen wir auch, die Schönheit zu Hause schätzen, schaffen es, uns Auszeiten auch in unserem Heim zu schaffen und ein bisschen den Flair von vergangenen Urlauben in unsere vier Wände zu holen. Ich werde auf jeden Fall ein bisschen Toskana-Erinnerung diesen Sommer in meinen Garten holen. Mit Olivenbäumchen, Zitronenduft und Lichtern. Und ganz viel guter Pizza & Pasta unter freiem Himmel.

 

 

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