Minimal Living: 5 Labels, die auf Nachhaltigkeit setzen

30. April 2019 von in

Ich fühle mich langsam wie ein kleines Trüffelschwein in Sache Fair Fashion. Jede Woche wühle ich mich durch den Modekosmos-Erdboden, immer auf der Suche nach den Perlen der Fair Fashion Welt. Denn es gibt sie, die coolen Labels, die auf Nachhaltigkeit setzen und trotzdem nicht nach Öko-Alarm aus Hintertupfingen schreien, sondern von der großen weiten Welt der Mode berichten. Hier habe ich euch bereits fünf tolle Labels vorgestellt, hier hat Amelie ihre liebsten Vintage-Store verlinkt und hier findet ihr tolle faire Basics für den Alltag. Da mein Horizont ja aber stetig weiterentwickeln soll und ich die Woche dank Coveteur und der Fashion Revolution Week noch mehr faire Labels entdeckte, kommt erneut eine Ladung auf euch zu.

KALA

Wir tragen sie täglich und in der Nähe unseres Körpers: Unterwäsche! Faire und bequeme Unterwäsche steht schon ewig auf meiner Wunschliste, das Label KALA könnte hier meine Lösung sein. Die Gründerin Rebecca Migirov setzt auf Nachhaltigkeit und Inklusivität. Selten habe ich so schöne Fotos von Unterwäsche-Models gesehen, die die Diversität der Menschen, unsere unterschiedlichen Körperformen und das Frau-Sein feiern. Die Bras, Slips und Schlafanzüge sind alle aus Organic Cotton und gibt es in den verschiedensten Größen, so dass sich wirklich niemand ausgeschlossen fühlen muss.

 

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Girlfriend Collective

Und noch ein Label, das ich mir in Zukunft öfter ansehen werden: Girlfriend Collective! Nachhaltige Sportmode zu finden ist die Königsdisziplin in Sachen Fair Fashion. Der Markt ist einfach von den Big Playern übersät, Active Wear im Fair Fashion Bereich muss man wirklich suchen. Das Label Girlfriend Collective ist aber einer dieser wunderbaren Funde, deren Athleisure Wear ich am liebsten sofort in meinen Kleiderschrank packen würde. Auch dieses Label setzt neben Nachhaltigkeit auf Inklusivität und Diversität! Wie erfrischend modern!
Übrigens: Auf Instagram berichten die Label-Macher immer wieder über ihre Produktionsschritte und Arbeit, spannend für all jene, die einen Einblick in die Arbeit eines fairen Modelabels bekommen wollen.

 

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Ninety Percent

Das Label Ninety Percent aus Kalifornien hat einen ganz anderen Ansatz im Bereich Fair Fashion. Nicht nur, dass es seine Kleidung aus nachhaltigen und recycelten Materialien fertigt, 90 Prozent aller Einnahmen aus dem Verkauf der Kleidung geht an eine wohltätige Organisation ODER an die Menschen, die die Kleidung produziert haben. Wer hier einkauft, kann am Ende des Shoppings entscheiden, welcher gemeinnützigen Organisation der sein Geld zukommen lassen will. So wird der Käufer automatisch mit eingebunden. Das Label selbst gibt es übrigens erst seit 2018, in naher Zukunft soll die Transparenz noch ausgebaut werden und die Menschen, die die Kleidung fertigen, in den Vordergrund gerückt werden.

 

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NADAAM

Wenn ich weichen Strick sehe, kann ich nicht anders, als davon zu träumen, mich den ganzen Tag in solch ein Outfit zu kuscheln und das weiche, softe Material auf meiner Haut zu spüren. Kaschmir ist natürlich der feinste Strick, den es gibt, die Produktion davon jedoch nicht immer fair. Das Label NADAAM hat sich aber genau auf Kaschmir spezialisiert. Was mich besonders bei dem Label anspricht: Hier wird nicht nur auf die Produktionsbedingungen der Menschen geguckt, sondern auch auf das Wohl der Tiere. Eine ständige Kontrolle durch Tierärzte, besondere Zucht-Bedingungen sowie Lebensversicherungen für die Menschen, denen die Tiere gehören, sind nur ein Teil der Philosophie des Labels. So sieht man auf Instagram nicht nur die Mode, sondern auch immer wieder die, die für die weiche Wolle verantwortlich sind: die Lämmchen und ihre Familien.

 

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Indigo Swim

Niemand braucht jedes Jahr einen neuen Bikini oder Badeanzug. Schon gar nicht, wer hier im sommerlichen München sitzt und wie ich nur selten in den Urlaub fährt. Meinen nächsten Swim Wear Kauf möchte ich am liebsten im Bereich Nachhaltigkeit tätigen, mir ein Teil gönnen, das länger als eine Saison mein Herz erfreut. Vielleicht wird es ein Bikini vom kalifornischen Label Indigo Swim. Die Philosophie der Gründerin des Labels war es, etwas ihrer großen Liebe, dem Ozean, zurückzugeben. So lässt sie in Bali Bikinis und Badeanzüge aus Nylon und umweltfreundlichem Garn fertigen, der aus alten Fischernetzen und Meeres-Müll gewonnen wird.

 

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Photocredit Collage: Indigo Swim, Nadaam, Girlfriend Collective

– Anzeige wegen Markennennung –

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2 Antworten zu “Minimal Living: 5 Labels, die auf Nachhaltigkeit setzen”

  1. Wenn das nicht mal coole Labels sind, da schaue ich direkt mal vorbei. Danke für die Inspiration. :)
    Komischerweise bekommt man trotz absoluten In-Labels wie HeyHoney & Veja immer noch oft eine hochgezogene Augenbraue, wenn man sagt, dass man größtenteils nur noch Fair Fashion kauft und auch kaufen möchte. Gerade Männer denken dann immer noch oft, dass der halbe Kleiderschrank nur aus Erdfarben und Leinen besteht. Ärgert und erstaunt mich jedes Mal wieder total, dass das Thema bei vielen doch noch nicht so angekommen ist.
    Ich selbst habe fast keine Probleme mehr coole fair Fashion Teile zu finden, nur bei Jeans tue ich mich wahnsinnig schwer. Wäre cool, wenn ihr dazu mal recherchieren könntet. Du bist ja wie ich weiß auch ein großer Verfechter der Topshop Jeans.

    • Liebe Carolin,

      ja, Jeans ist wirklich schwierig – es gibt so viele coole Fair Fashion Brands, bei Jeans bin ich aber leider noch nicht zu 100% zufrieden. Armed Angels machen tolle Jeans und sind auch Marktführer im Bereich Fair Fashion, aber leider kommen sie nicht gegen meine Topshop-Jeans im Schnitt an :( Bei Jeans setze ich auch öfter mal auf Closed, aber so richtig fair ist das auch nicht. Hier bin ich also noch auf der Suche – sollte ich hier fündig werden, berichte ich sofort :)

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