Outfit: The Gentlewoman

13. August 2013 von in

Hose/Trenchcoat: Zalando (Hose gibt’s nur noch in Taupe), Sonnenbrille: Ray-Ban, Top/Schuhe: Cos, Tasche: Zara

Obwohl ich dieses feministische Gelaber ja nicht ausstehen kann, bin ich ja doch eine. Es ist kein Geheimnis, dass ich auf den androgynen Look stehe und schon als Kind war es zeitweise kaum erkennbar, ob ich nun ein Mädchen oder ein Bub war. Das lag an den kurz geraspelten Haaren, an den schlabbrigen T-Shirts und an den weiten Hosen – die Shirts in die Jeans hineingesteckt. Mittlerweile würde ich mein Auftreten als deutlich weiblicher bezeichnen, doch die weiten Kleidungsstücke sind bis heute geblieben. Nicht nur sind sie luftiger, bequemer und verdecken kleine Problemzönchen, sondern ich finde sie sexier und weiblicher als jede klassische Roter-Teppich-Abendrobe. Glitzernde, bodenlange Kleider mit Schleppe, sowas sehe ich auch in Zukunft nicht an mir; vielleicht heirate ich sogar irgendwann mal in einem scharfen Damenanzug. Ganz unabhängig und feministisch, bla bla. Nein, mittlerweile ist der androgyne Look doch eh weiblich wie noch nie!

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31 Antworten zu “Outfit: The Gentlewoman”

  1. Sehr schönes Outfit. Ich finde es allerdings nicht okay wie du hier am Rande über Feministinnen herziehst, offensichtlich ohne viel Ahnung darüber zu haben. Diese Stammtischparole hat mich grade etwas entsetzt.
    Übrigens macht ein androgynes Outfit dich noch lange nicht zur Feministin, denen hast du es höchstens zu verdanken das die Mode mittlerweile auch in diesen Stil geht.
    LG

    • Oh, liebe Amelie! Ich finde deine Stil ganz wunderbar und inspirierend, so auch dieses Outfit. Allerdings muss ich Helena in ihrem Kommentar ganz entschieden zustimmen. Ich hoffe, du hast dich zumindest ein wenig mit der Materie auseinander gesetzt, bevor du ein solches Urteil fällst?

      • Liebe Jasmin, ich habe auf Helenas Kommentar reagiert, falls es dich interessiert :). Der Zweifel und die Unverständlichkeit kommen zurecht auf, ich hoffe dass so klarer ist, wie ich zum Thema Feminismus stehe.

        • Hallo Amelie, schön, dass du noch einmal zu dem Thema Stellung genommen hast. Ich kann jetzt ein wenig nachvollziehen, was du meinst und bin zumindest halbwegs beruhigt. Ich glaube, du hast dich im ursprünglichen Beitrag einfach ein wenig missverständlich ausgedrückt.
          Liebe Grüße und vielen Dank für deine Erklärungen.

          • Es freut mich, dass du meine Einstellung nun besser nachvollziehen kannst. Und ja, es ist mir nun völlig klar, dass man meinen Beitrag falsch verstehen kann – mir war das beim Schreiben wirklich nicht klar, dass ich solch eine Angriffsfläche bieten würde. Aber ich bin auch nur ein Mensch und hab mal wieder was dazu gelernt :).

    • Liebe Helena, ich wollte damit keinen beleidigen. Ich bezeichne mich nicht als Feministin, weil ich eine Hose trage, sondern weil ich den Grundgedanken unterstütze. Eine Gleichstellung von Frau und Mann – super Sache, da stehe ich definitiv dahinter. Ich würde mich nur nicht als solche Feministin bezeichnen, die bei jeder (für mich) Kleinigkeit eine riesen Diskussion zum Thema Gleichberechtung entfachen möchte. Ich habe letztens eine recht lange Doku-Beitrag zum Thema Feminismus gehört und da gibt es eben auch die #aufschrei Feministinnen, die schon einen Herzinfarkt kriegen, wenn ein Mann ihnen auf dem Oktoberfest den Arm um die Schultern legt. Das ist eine Sache, die für mich persönlich zu weit geht und wo ich persönlich nur noch „feministisches Gelaber“ höre!

      Liebe Grüße,
      Amelie

      • Die #aufschrei-Bewegung thematisiert weit mehr als Oktoberfest-Besucher, die ihren Arm um Frauen legen. Es geht von sexueller Belästigung in jeglicher Form bis hin zu Vergewaltigung. Vielleicht solltest du dich da noch einmal genauer informieren, wenn du das Thema hier schon anschneidest, dich freie Journalistin nennst und zudem behauptest, die ganze #aufschrei-Debatte ist für dich nur „feministisches Gelaber“. Und abgesehen davon: Ich möchte nicht, dass irgendein Mann seinen Arm um meine Schulter legt. Weder auf dem Oktoberfest noch sonst irgendwo.

        • Puh, ohje. Natürlich prangere ich nicht generell die Aufschrei-Debatte an, sondern ich sage nur, dass ich nichts davon halte, wenn Frauen wegen jeder Kleinigkeit das Feminismusthema anschneiden, wie zum Beispiel wenn ein Mann einer Frau auf dem Oktoberfest den Arm umlegt. Das kann andersrum exakt genau so passieren, das muss nicht sofort etwas mit einer Anmache oder ähnlichem zu tun haben und das finde ICH PERSÖNLICH übertrieben. Ich spreche hier von meiner eigenen Ansicht und nicht davon, dass andere es deshalb ebenso sehen müssen.

          Und ich sage, dass ich mich davon persönlich distanzieren möchte, obwohl ich mich generell TROTZDEM als Feministin bezeichne, da ich natürlich für die Gleichstellung vom Geschlecht bin und ich finde es natürlich auch wichtig, dass Themen wie Vergewaltung/sexuelle Belästigung an die Öffentlichkeit gebracht und zum Thema gemacht werden. Ich möchte nicht, dass mir hier irgendwelche Aussagen in den Mund gelegt werden, die ich nie getroffen habe.

          Ich meine es so und hatte nie vor, Vergewaltung, sexuelle Belästigung oder alle Themen, die damit hinein spielen, klein zu machen.

          • haha ich bin zwar nicht H. stimme ihr/ihm aber zu… Ich finde es unpassend so eine Aussage auf einem Blog zu veröffentlichen wenn in Russland Homosexuelle verfolgt werden oder wir von eine Slut-Shaming bzw. Rape-Culture sprechen müssen… Und solche Aussagen wie die deinen bekräftigen ja grade die v.a. in Deutschland weitläufig vertretene Meinung das Feminist_innen immer nur Radikalfeminismus (Männerhaß/Penisneid) vertreten, und das finde ich nicht okay. Und auch wenn du deine Aussage in den Kommentaren revidierst kann ich das so wie du es beschrieben hast im Zitat oben nicht herauslesen das du Feminismus befürwortest.
            Naja aber schön das viele genauso entsetzt waren wie ich, das macht mir Mut für uns Frauen & Queers!

          • schöne amelie, ich denke, was eher an diesem post irritiert ist deine schlussfolgerung, dass ein androgynes erscheinungsbild irgendetwas mit feminismus zu tun hat. du schneidest hier ein sensibles, politisches thema an (was grundsätzlich in so einem medium gut zu lesen wäre) und stellst es aber mit einer modeerscheinung gleich – das ist, was mir persönlich ins auge sticht und nicht sehr reflektiert scheint. wenn feminismus auf modeblogs mit dem spiel von „männlichen“ und „weiblichen“ stilmerkmalen gleichgestellt wird, bewegt man sich weit weg von einem politischen, queeren verständnis dieses denkens und muss somit mit kritik rechnen.
            trotzdem schön zu lesen, dass du dich zu erklären versuchst, vielleicht regt dich der eine oder andere kommentar ja gar dazu an, dich etwas vertieft mit diesem thema auseinander zu setzen.

          • Du hast schon recht damit, dass dieser Post komisch ankommen könnte bei Leuten, die bei einem solchen Thema vielleicht sensibler sind. Ich habe mir davor keine Gedanken darüber gemacht, dass sich manch anderer damit angegriffen fühlen könnte, weshalb da nun meinerseits großer Erklärungsbedarf ist und ich alle wütende Kommentare beantworten möchte.

            Ob ich einen ganzen Artikel darüber verfasse weiß ich noch nicht, da ich mich dafür tatsächlich zu wenig informiert fühle. Aber vielleicht finde ich einen Weg, in dem ich mich wohl fühle und in der richtigen Position – mal sehen. Danke jedenfalls für die Anregung!

  2. Einfach perfekt! Und durch die zarten, fließenden Stoffe, Frisur und Make Up auf eine ganz wunderbare Art sehr weiblich!
    Darf ich fragen, welcher Lippenstift das ist? :-)

  3. Liebe Amelie,

    Auch ich finde es schade wie du über den Feminismus schreibst. Ich hätte von einem Blog für und von Frauen mehr Sensibilität zu diesem Thema erwartet.

    • Liebe Sarah,

      auch ich kann mich nur wiederholen und sagen, dass ich mich explizit als Feministin bezeichnet habe und das Thema wichtig finde. Ich sage es noch mal: Ich bin für die Gleichstellung des Geschlechts, ich bin für das an die Öffentlichkeit bringen von sexueller Gewalt und das dagegen ankämpfen von Unterdrückung.

  4. Wow, als ich deinen Text so las, dachte ich noch, ich kenne das, es geht mir genauso. Über die Kommentare war ich dann .. überrascht.
    Schade, dass man (frau) sich heute kaum mehr als feministisch bezeichnen kann, ohne im Gleichzug radikal die männliche Unterdrückung zu fordern. Deine Einstellung von Gleichberechtigung finde ich gut so.

    Und ach, wunderschönes Outfit trägst du da!

  5. Also ich muss mal sagen, dass ich mit Modeblogs in der Regel wirklich nicht so viel anfangen kann, und finde die eher langweilig. Aber deine Outfits finde ich immer… Wow! Und ich mag auch sehr, dass du deine Fingernägel kurz trägst. Nur ansatzweise lange Fängernägel mag ich gar nicht.

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