Press Days: Besuch in der Agency V

12. April 2013 von in

Gestern stattete ich einer meiner liebsten Agenturen Agency V in Berlin einen Besuch ab, wie vielleicht schon einige von euch auf unserem Instagram Account mitbekommen haben, um  im Rahmen der Pressetage die Herbst/Winter Kollektionen unter die Lupe zu nehmen.

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Hien Le
Hien Le gehört zu meinen liebsten Designern. Seine Kollektionen sind unaufgeregt, stilsicher und treffen meinen Geschmack zu 100%. Die Farben für die diesjährigen kalten Tage beschränken sich auf altweiß, dunkelblau, alrosé und schwarz, die Schnitte sind, typisch für den Designer aus Berlin, minimalistisch und oversized gehalten. Die hochwertigen Materialien von Kaschmir, Alpaca, Wildleder und weicher, schwerer Wolle lassen seine Kollektion wieder mal in der Essenz der Eleganz erstrahlen – die Bomberjacke in butterweichem, beigen Wildleder, die ich mir am liebsten mitgenommen hätte, faszinierte mich genau so wie der kuschelweiche, fast bodenlange Mantel. Auch wenn in der Praxis solch ein Teil nicht in meinen Kleiderschrank wandern würde, da dieser nach rund fünf Minuten die ersten Flecken vorweisen würde.

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Stine Goya
Die Designerin aus Kopenhagen steht auf abgefahrene Kollektionen, sie arbeitet gerne mit Farben – in diesem Fall ist die berühmte Rosa-Rot-Kombination mit von der Partie – und metallische Einwürfe dürfen ebensowenig fehlen. Ihre Schuhe erinnern an typische Vintage-Modelle, die man, ohne dem goldenen Überzug, in diesem Stil auch auf Flohmärkten finden könnte. Mein Lieblingsteil aus ihrer diesjährigen Kollektion sind die weißen Boots, die mich etwas an die Alma Boots von Acne erinnern. Doch mein liebstes Kleidungsstück von allen präsentierten Kollektionen findet sich auch bei Stine Goya wieder: die Lederjacke. Seht euch das Prachtstück an.

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Weekday
Der schwedische H&M-Ableger schafft es in jeder Saison, mich dermaßen für bestimmte Teile zu begeistern und gleichzeitig auch die schrecklichsten Kleidungsstücke rauszubringen. Ich frage mich oft, ob Weekday einfach Lust hat, zu provozieren, denn bestimmte Teile können auch kaum jemandem gefallen. Wahrscheinlich ist es das, der Spaß an der Freude, und gerade deshalb sind die Designs der Kette so sympathisch. Neben der cleanen, schwarzlastigen und tragbaren Kollektion mit Wintermänteln in Frack-Form und klassischen Oversized-Pullis zeigt Weekday spacige Rock- und Kastenjacke-Kombis, durchsichtige Kleider mit weißen Tribal-Prints und chinesischen Schriftzeichen in der Rückenpartie (ebenso als Leggings erhältlich), Techno-Jacken mit Reflektoren, moonbootartigen Schuhen, Caps mit schrecklichen chinesichen Schriftzeichen (wer kennt sie noch?) und Sandalen mit wärmenden Einsätzen. Ich binnen eine Spacerfrau, ich haben deine Liebe notig.
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Die liebe Nadja von Agency V nahm sich außerdem Zeit für amazed, um mit mir über ihre Lieblings-Teile verschiedener Labels der kommenden Saison zu sprechen und diese zu zeigen. Eines ihrer liebsten Teile ist die Lederjacke von Muubaa. Der Halsabschluss ist grob weggeschnitten und nicht vernäht worden, das Futter ist aus Wolle. Während wir darüber sprechen, fragen wir uns beide: Warum gab es das zuvor eigentlich noch nicht?
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Der Schmuck von Maria Black trifft Nadjas Geschmack. Sie wollte sich bei der Schmuck-Designerin gar nicht auf ein Teil festlegen, da ihre Designs zu schön wären, um sich festzulegen. Bei unserem nächsten Stop Monki pickte sich Nadja eine Weste im Mantel-Design heraus. Dies war auch eines meiner favorisierten Teile der Herbst/Winter Kollektion – mit einer Lederjacke und einer dicken Weste wäre sie den gesamten Winter gut durchgekommen. Vielleicht eine Anregung für’s nächste Jahr?
Zu guter Letzt entschied sich Nadja für ein äußerst ungewöhnliches Schmuckstück – nämlich den Fingerwärmer mit Ring-Kombination von Bless. Erst war ich skeptisch, aber ich muss schon sagen, dass ich ebenso gefallen an dem Teil gefunden habe, auch wenn es irgendwie absurd ist.
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Aber Mode soll doch Spaß machen und wenn ich vor allem eines in der Agency V gesehen habe, dann war es das: Nimm dich nicht so ernst und mach einfach!

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3 Antworten zu “Press Days: Besuch in der Agency V”

  1. Boah, diese Weekday-Schuhe finde ich wirklich abgrundtief hässlich.
    Es gibt bei uns in der Stadt so einen kleinen Laden mit merkwürdigen Schuhen, in den ich noch nie jemanden habe reingehen sehen. Einmal bin ich mit einer Freundin davorgestanden und wir haben versucht, zumindest ein Paar Schuhe auszusuchen, welches wir tragen würden – keine Chance. Und all die hässlichen Schuhe in dem Schaufenster sahen so ähnlich aus wie diese Weekday-Schuhe. So eine merkwürdige Mischung aus Sohle, Socke und ein bisschen Kunststoff.

    Ist aber keine Kritik an dir Amelie, oder an deinem Post – nur diese Schuhe. Mich schüttelts bei dem Anblick..

    • Haha, ich seh’s nicht als Angriff. Die Schuhe sind auch wirklich so gar nicht meins :). Die ganze Techno 90er-2000er Tribal Kollektion ist glaube ich eher für Editorials gedacht als für den tatsächlichen Verkauf… kann’s mir nicht anders vorstellen :)!

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