Review: Man Repeller – Seeking Love. Finding Overalls

11. Oktober 2013 von in

Modeblogger gehen auf Events, fahren zu Fashion Weeks, reisen um die ganze Welt, werden zu Werbegesichtern, modeln für Marken, designen Klamotten und tauchen immer öfter im Fernsehen auf.  Um Himmels Willen – die Invasion der Modeblogger ist nicht mehr aufzuhalten. Denn jetzt schreiben sie auch noch Bücher – wie beispielsweise Leandra Medina aka The Man Repeller. Ohje? Im Gegenteil: Wenn eine Modebloggerin ein Buch schreiben darf – beziehungsweise sollte -, dann ist es Leandra Medine.

Selten hat eine Modebloggerin so viel Witz, Intelligenz und Selbstironie auf einem Blog gezeigt, wie die 24-jährige Amerikanerin. Mit ihrem Blog The Man Repeller schaffte sie den perfekten Spagat zwischen „Wie ziehe ich mich an, so dass es mir auf jeden Fall gefällt und den Männern nicht“ und intelligenten Artikeln zum Thema Mode, Konsum und Gesellschaftsbeobachtung. Leandra Medine, bereits verheiratet und aus gutem Hause, ist schlau und nimmt sich selbst nicht zu ernst. Eine wunderbare Erscheinung in der sonst oftmals so oberflächlichen Welt der Mode(-Blogs).

Ihr Buch reiht sich nun erfolgreich in die amüsante, unterhaltsame Artikeln auf The Man Repeller ein. Und dabei ist Man Repeller – Seeking Love. Finding Overalls mehr eine (Liebes-)Autobiografe als ein Stylebook. Doch das ist gut so – trotz der jungen 24 Jahre.

Die Kapitel sind alle nach Kleidungsstücken benannt, je nach Hose oder Rock erzählt Medine einen Schwank und erste Liebesgeschichten aus ihrer Kindheit oder Jugendheit – oder eben kurzen Erwachsenenzeit. Und das funktioniert – auf ganz wunderbare Art und Weise.

Geschuldet ist dies – und ja, ich wiederhole mich – an der guten Schreibe von Leandra Medine. Das ist ihr Talent und ihr Erfolgsrezept. Wer so witzig und ehrlich ohne Beschönigungen schreibt, hat die Leser auf seiner Seite. Und so erzählt die Amerikanerin in verschiedenen Episoden, wie sie schon in jungen Jahren die Jungs mit ihren Klamotten verwundert zurückließ und trotzdem den ein oder anderen Kuss abstaubte. So ganz repelling war die gute eben doch nicht. Obwohl sie manchmal im Gegensatz zu ihren Klassenkameradinnen einen eigenwilligen Stil an den Tag legte.

Autoren, die ein Buch schreiben, weil sie halt grade in oder „in aller Munde“ sind, mag ich nicht. Bei einem schreibenden (Outfit)-Blogger könnte man sowas schnell vermuten. Wäre das Buch von Hanneli oder Chiara Ferragni gewesen, hätte ich es wohl gar nicht erst gekauft.
Doch mit Man Repeller – Seeking Love. Finding Overalls. hat Leandra Medine den richtigen Schritt in die richtige Richtung getan – zumal sie eben schon immer mit ihrem Schreibstil überzeugen konnte. Ich hoffe sehr, dass der Erfolg ihr Anstoß ist, weitere fiktive Bücher zu schreiben, ihren Blog weiterhin zu pflegen oder eben einen Job bei einer angesehen Zeitung zu bekommen. Wir wollen mehr Leandra Medine lesen.

Wer Leandra Medine mag, ein kurzweiliges Buch sucht oder gerne (leichte) Autobiografien liest, sollte einen Blick hineinwerfen.

Viel Spaß beim Lesen!

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10 Antworten zu “Review: Man Repeller – Seeking Love. Finding Overalls”

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