Thailand: Die Trauminsel Koh Jum

31. Januar 2019 von in

Eine Reise nach Thailand zu planen ist ein bisschen, wie in Berlin die auf die coolste Party der Stadt zu wollen. Absolut jeder hat eine Meinung, und absolut jede Wahl, die man trifft, wird von irgendwem wieder mit einem anderen, noch besseren, noch schöneren und noch authentischeren Ort getoppt. In Wahrheit ist Thailand einfach fast überall wunderschön – und erteilt einem schnell eine große Lektion in Sachen Fomo, denn eine Sache ist hier tatsächlich absolut unmöglich: Den einen tollsten Strand, die eine tollste Insel zu finden, die so viel besser ist als alle anderen.

Eine Frage stellt sich natürlich am Anfang: Will ich es voll und viele Parties feiern, oder will ich es leer und ruhig. Dass Letzteres in Thailand gar nicht mehr möglich sein soll, pauschalisierten viele vor meiner Reise. Doch ohne viel Tamtam landeten wir tatsächlich an einem Ort, der genau das war, was ich mir erträumt hatte: eine Insel ohne Seven Eleven, ohne Bankautomat und ohne „European Food“-Restaurant, an dem man einfach nur sein konnte, die Tage am leeren Strand ineinander übergingen, und sich die totale Entspannung einstellen konnte.

Koh Jum heißt die Insel, sie ist nur einer von unzähligen Lieblingsorten Thailands, aber für mich genau die Erfüllung meines Wunsches Ende Dezember. Ein Zeitpunkt, an dem ich einfach nur ausgelaugt war, und zu Beginn unserer Reise ohne zu allzu großen Aufwand an ein Ziel kommen wollte, das mir tiefe Ruhe und Entspannung geben kann.

Am Ende waren die ersten Tage auf Koh Jum so wunderbar, so wohlig und paradiesisch, dass wir nach all dem Zyklon-Chaos einfach auch den letzten Teil der Reise hier verbrachten. Am selben leeren Strand, mit demselben Ausblick auf Koh Phi Phi in der Ferne, und abends in einer der drei Strandbars, vor denen zur Dämmerung Lagerfeuer angezündet wurden.

Krabbeninsel wird die Insel auch genannt, die sich aus Koh Jum im Süden, und Koh Pu im Norden zusammensetzt, von vielen aber einfach nur Koh Jum genannt wird. Sie ist zwar nicht ganz einfach, aber auch nicht zu kompliziert zu erreichen: Vom Flughafen Krabi aus ist man nur eine ca. 30-minütige Taxifahrt, gefolgt von einer einstündigen Bootsfahrt durch Lagunen von der Insel entfernt. Dafür erreicht man Koh Jum nicht direkt mit der großen Fähre, sondern nur per einheimischem Longtailboot – entweder vom ziemlich untouristischen Lam Kruat Pier aus, oder man verlässt die Hauptfähre, die von Insel zu Insel fährt, auf dem offenen Meer und steigt in eines der anlegenden Longtailboote um. Klingt ein bisschen kompliziert, ist aber alles machbar, auch wenn man dabei wie wir vielleicht mal eine Stunde auf dem kleinen Boot wartet, bis irgendwann die Fähre vorbeikommt.

Ein kleines Fischerdorf im Süden gibt es zu besichtigen, durch das man gemütlich schlendern, Seafood essen und ein paar Andenken wie Muschel-Mobiles kaufen kann. Ansonsten führt nur eine einzige Straße durch die Insel, die man mit dem Roller in wenigen Stunden komplett abfahren kann, vorbei an Häusern und Obstständen. Am Strandabschnitt, der uns am besten gefallen hat, kamen wir erst in den Jungle Hill Beach Bungalows auf dem mit Dschungel bewachsenen Berg, dann in einem bunten Strandbungalow der Sun Smile Beach Bungalows unter, der uns am allerbesten gefallen hat. Auch zu empfehlen sind die Oonlee und die Joy Bungalows.

Das Ziel einer Thailandreise kann so vielfältig sein, wie das Land selbst. Für mich war Koh Jum genau die Erfüllung meiner Träume, genau zum richtigen Zeitpunkt.

 

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