Unter freiem Himmel arbeiten & leben: Antonias Lieblingsort

20. Juni 2019 von in ,

Es quietscht, so laut, dass ich selbst nachts davon aufwache, wenn der Wind es bewegt. Geölt habe ich es nie, es ist wie eine unsichtbare Klingel, mein quietschendes Gartentor. Es gibt Bescheid, wenn meine liebsten Freunde mein Gartenreich besuche, und warnt mich, wenn es neugierige Menschen doch einmal in mein Hinterhofidyll verschlägt. „Wir wollten nur kurz gucken, was sich hinter dem Tor verbirgt“, heißt es dann, bevor das quietschende Tor wieder zuschlägt, und ich zurückbleibe, in meinem kleinen Idyll mitten in der Innenstadt von München.

Die Blicke, die Ausrufe sind immer gleich, von Freunden, Familie, aber auch den wenigen Fremden, die sich hierherverirren. „Was, sowas mitten in München?“ Ja, ich kann es manchmal selbst nicht glauben, dieses kleine Gartenidyll mein Eigenes zu nennen. Gleichzeitig hat es mich gerettet, vor den vielen Malen, in denen mir der Trubel in der Stadt zu bunt war, in denen ich mir nur die Natur wünschte und ein ruhiges Fleckchen Erde. Dann nahm mich dieser Garten und die Stille drumherum in den Arm und söhnte mich aus, mit meinem Großstadtoverkill.

Als ich einzog, war das quietschende Gartentor schon da. Der Rest des Gartens war unter Schnee bedeckt, seine raue „Schönheit“ offenbarte sich erst nach dem Winter. Ich war – ehrlich gesagt – geschockt. Verwilderte Büsche trafen auf Steinreste, eine verschmutzte Mauer und allerlei Schrott. Dieser Hinterhof war jahrelang brach gelegen, so wie die Wohnung. Der Sommer kam, und mein Vermieter machte sich langsam an die Arbeit. Eine Vorstellung davon, wie idyllisch mein Hof einmal werden sollte, hatte ich nicht. Meine Mitbewohner im Haus übrigens auch nicht. Mitleidige Blicke übers Gartentor verrieten eher: „Ob das mal was wird?“ Ich zuckte mit den Schultern und vertraute meinem Vermieter, der eine Vision zu haben schien.

Ende August war der Hof dann fertig, noch etwas kahl, sodass ich mit ein paar Blümchen aushalf. Im ersten Sommer pflanzte ich Blumen und Flieder, im zweiten Sommer kamen Rosmarin und andere Kräuter dazu. Im dritten Sommer wuchsen plötzlich zwei Stämme aus dem Boden, im vierten und fünften Sommer waren es ganze Bäume. Es ist mein achter Sommer in diesem Gartenidyll, die vergangenen Jahre bekam der Hinterhof immer mehr ein Gesicht. Die Bäume umrahmen den Garten, eine wilde Wiesenblume versorgt die Bienen und Hummeln mit lebenwichtigem Nektar.

Hatte ich all die Jahre einen alten Gartentisch mit Stühlen sowie eine Sonnenliege, nagte hier der Zahn der Zeit an beiden. Kein Wunder: Regen, Kälte und Schnee setzen auch dem besten Holztisch zu. Zwei Sommer habe ich nach den perfekten Gartenmöbeln gesucht. Ich wollte einen Tisch zum Essen, denn genau das machen meine Freunde und ich im Sommer hier ständig, gleichzeitig arbeite ich aber auch jeden Tag von April bis Oktober draußen, wenn es das Wetter zulässt. Für den gemütlichen Teil suchte ich eine Art Sofa, auf dem man fläzen kann, mit Freunden ein Weinchen trinken kann und abends noch Netflix schauen kann.

Während die Acapulco-Stühle bereits letztes Jahr dank Special-Aktion eines Möbelhauses einzogen, machte ich mit dem Gartensofa im Winter ein Schnäppchen. Niemand kauft im Winter Gartenmöbel, aber es lohnt sich. Die Garnitur samt Tische kostet die Hälfte, bevor sie Anfang März im Preis wieder anzog.

Fehlte also nur noch der Tisch mit Stühlen, zum Arbeiten, zum Essen, zum Planen von neuen Projekten. Als ich die Suche schon fast aufgeben wollte, da ich einen passenden Tisch für den Rest suchte und nur auf wuchtige Holztische traf, kam Flinders um die Ecke. Manchmal kann’s so einfach sein. Ich klickte mich zweimal durch den Onlineshop und fand die perfekte Kombination von Fermob.

Ein eckiger Tisch, an den mehr passen, wenn die Runde größer ist, plus vier Stühle durften einziehen. Die Farbe ist Schwarz-Anthracit und passt, wie soll es anders sein, wirklich perfekt zum Rest. Milenas alter Outdoorteppich hat ebenfalls ein Plätzchen bei mir gefunden, so werden die Füße weniger kalt, wenn man länger am Tisch sitzt und arbeitet. Das Sommer-Homeoffice ist damit offiziell eröffnet, und ich sage 1000 Dank an Flinders & Fermob für das Vollenden meines Gartentraums!

Wie schön es jetzt bei mir ist, beweist mir nicht nur Polly jeden Tag, die bereits morgens voller Vorfreude an der Terrassentür wartet, sondern auch allerlei andere tierische Bewohner. Keine Sorge, ich spreche nicht von den achtbeinigen Spinnen, die nur selten anzutreffen sind, sondern von dem Igel, der hier nachts seine Runden dreht und mir schon den ein oder anderen Schreck bescherte, die Eichhörnchen, die immer mal wieder vorbeihüpfen sowie das Amsel-Pärchen, dass in diesem Jahr das erste Mal einen meiner Bäume für ihr Nest ausgewählt hat.

Das Gartentor wird übrigens immer noch nicht geölt. Ich mag es gerne unperfekt, in diesem kleinen wilden Idyll. Ich freue mich auf einen Sommer, den ich morgens wie abends draußen verbringe, in denen ich das Vitamin D nur so aufsauge und an all meinen Ideen vom Buch über Texte bis hin zu neuen Projekten arbeite. Und natürlich die schönsten Stunden auf dem Sofa und am Tisch mit meinen Liebsten verbringe. Ein schöneren Ort zum Arbeiten und Leben kann ich mir nicht vorstellen.

Tisch & Stühle von Fermob

Weitere Varianten – in Farbe und Modell – findet ihr hier. Vielleicht ziehen noch die Sitzkissen sowie irgendwann eine Sitzbank bei mir ein.

– in Zusammenarbeit mit Flinders –

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2 Antworten zu “Unter freiem Himmel arbeiten & leben: Antonias Lieblingsort”

  1. Wow! Das sieht wirklich unglaublich aus Antonia. Tatsächlich: kaum zu glauben, dass du so eine kleine Oase innerhalb Münchens geschaffen hast. Einen wunderbaren Sommer wünsche ich dir (natürlich nicht nur) in deinem Garten :)

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