Interior: Die grüne Oase in der Stadt

24. Juni 2020 von in

Sessel, Strandtuch, Weißweinglas, Lampions,
Gießkanne, Kissen, Blumentopf

Ich sag’s wies ist: Ohne meine kleine grüne Oase namens Garten würde ich heute nicht mehr in München leben. Ich brauche diesen kleinen Ort Ruhe, der mir an heißen Tagen die Möglichkeit gibt, draußen zu sitzen, zu arbeiten und vor allem abseits der Massen die Sonnenstrahlen aufzufangen. Das Beste: Mein kleiner Hinterhof-Garten liegt mitten in der Innenstadt von München. Auch wenn er wahrlich nicht nach Großstadt aussieht. Im Sommer ist er wie ein zweites Wohnzimmer.

Als ich in die Wohnung einzogen bin, war der Hinterhof ein ziemliches Chaos. Oder besser gesagt: eine Müllhalde. Jahrelang hatte sich niemand um den angrenzenden Garten zu der Wohnung gekümmert. Nach und nach entstand dank Hilfe meines Vermieters aus dem kalten Hinterhof ein wunderbares Gartenparadies. Während sich der Vermieter um den Bauschutt kümmerte, durfte ich mich bei den Pflanzen austoben.

Das Problem: Ich hatte keine Ahnung von Pflanzen. Zumindest beim Einzug. Nach knapp zehn Jahren weiß ich, was funktioniert, was mag ich und was blüht nicht nur zwei Wochen lang. Mehr zur Entstehung des Gartens lest ihr auch hier.

Welche Pflanzen passen in einen Garten?

Ich mag es mediterran mit ein paar Kleckserln Farbe. So lässt sich mein Farb- und Pflanzkonzept in meinem Garten beschreiben. Meine liebsten Pflanzen für meinen Garten sind also einmal Olivenbäume, Rosmarinstämme sowie Zitrusfrüchte. Dazu gesellen sich Lavendel und ein Oleander. Der Lavendel hat den Vorteil, dass er nicht nur Mücken fernhält, sondern auch Schädlinge wie Blattläuse oder diese wunderbaren Geschöpfe namens Spinne. Sie dürfen gerne ihre Nester spannen, aber mir bitte nicht zu sehr auf die Pelle rücken.

Außerdem ziert eine Fächerpalme meinen Garten sowie drei hochgewachsene Bäume. Das Baum-Trio habe ich nicht bewusst gepflanzt, sondern hat sich in den vergangenen Jahren den Garten als Domizil ausgesucht. Für mich ein wahres Glück, denn seitdem hat nicht nur Polly einen große Auswahl an Kratzbäumen, auch Vögel brüteten hier schon und Eichhörnchen nehmen gerne eine Abkürzung über den Garten.

Für Farbkleckse sorgen meine Hortensien sowie eine Wildblumen-Aussaat. Denn gerade hier in der Stadt will ich dafür sorgen, dass die Bienen, Hummeln und Wespen genügend Nahrung finden.

Neben den klassischen Pflanzen versuche ich auch Kräuter anzupflanzen. Rosmarin, Minze, Basilikum, Petersilie und Schnittlauch werden hier eifrig gezüchtet, momentan versuche ich auch, eine Tomate großzuziehen. Langfristig träume ich von einem Hochbeet im nächsten Jahr.

So wird’s im Garten gemütlich

Wer auf Tumblr und Pinterest rumsucht, findet wahnsinnig viele Inspirationen. Meine Essenz aus 10 Jahren Hinterhof-Garteln: Ohne viel Grün ist jeder Hinterhofgarten eher trist. Erst die Pflanzen, Bäumchen und Blumen machen den Hinterhof zu einer grünen Oase. Er wirkt viel weicher, sommerlicher. Wer nicht wie ich das Glück hat, dass sich Bäume selbst einpflanzen, sollte auf winterfeste Pflanzen setzen. Buchsbaum und Farn eignen sich sehr gut. Der Vorteil: Auch beim Blick aus dem Fenster im Winter wirkt der Hinterhof dann nicht ganz so karg. Und: Man muss nicht plötzlich die eigenen vier Wände in eine grüne Oase voller Bäume verwandeln.

Gerade Lichter machen Sommerabende im Garten besonders schön.  Ich liebe es, wenn es langsam dunkel wird im Garten, und kleine Lichtquellen aufleuchten. Neben solarbetriebenen Lampions und Lichterketten nutze ich bei Sommerabenden mit Freund*innen gerne Stumpenkerzen auf dem Tisch. Sie machen eine tolle Stimmung und flackern so schön im Abendlicht.

Die richtigen Gartenmöbel

Jahrelang hatte ich eine wunderbare Gartenliege von Ikea, sie war ein Geschenk meiner Mama zum Geburtstag. Doch sagen wir’s mal so: Das Wetter hat seine Spuren hinterlassen, sodass ich eines Tages auf dem Boden lag – die Liege war zerbrochen. Also war klar: Ich brauche neue Möbel – am besten ein Gartenkonzept. Entspannt, aber modern, minimalistisch, aber nicht zu clean. Fündig wurde ich bei Mömax, hiervon sind die Bank und die kleinen Bistrotische. Die beiden Korbsessel habe ich im Sale bei XXLutz gekauft, aber die gibt es ja eigentlich immer irgendwo. Der Tisch und die Stühle sind von Fermob via Flinders. Die Kissen sind von H&M Home.

Eigentlich fehlt nichts und dann doch wieder so viel. Immer mal wieder spiele ich mit dem Gedanken, ein Sonnensegel zu spannen. Auch die Havsten-Reihe von Ikea hat mein Herz erobert, aber momentan ist eine neue Sitzgelegenheit wirklich unnötig. Dafür darf demnächst ein schönes Plaid einziehen – und vielleicht ein neuer waschbarer Teppich für draußen. Der alte hat den Winter leider nicht überlebt.

Und dann spukt mir immer noch der Gedanke eines eigenen Bienenvolks im Kopf rum. Genug Platz hätte ich – der ganze Garten ist 30qm groß, aber dafür muss ich mich erstmal genauer damit auseinandersetzen. Bis dahin schätze ich den Garten als Arbeitsplatz, Ruheoase, Sport- und Yoga-Studio und als großes Geschenk.

Noch mehr schöne Garten-Accessoires findet ihr hier:

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7 Antworten zu “Interior: Die grüne Oase in der Stadt”

  1. Kann Dich so gut verstehen, ein eigenes Stück Grün macht das Leben gleich noch lebenswerter! Herzlichen Glückwunsch zu Eurem sehr gelungenen Garten <3 Sitze ebenfalls gerade auf unserer Terrasse und genieße den Blick auf unseren Teich :)

    LG, Rena

  2. ich liebe es im sommer bis in die nacht auf meinem balkon zu chillen! :) es gibt nichts besseres!!!

    wir haben heute die zweite ausgabe unseres onlinemagazins herausgebracht! schaut doch mal vorbei :) gefällt euch bestimmt!

  3. Hallo Antonia!
    Ich wohnte ganz lange direkt in der Innenstadt, bin jetzt aber vor kurzem umgezogen und habe ENDLICH wieder einen Garten vorm Fenster! Es war mir gar nicht bewusst, wie sehr ich das vermisst habe! Jeden Morgen mit Vogelgezwitscher aufzuwachen! :D Einfach herrlich!
    Beste Grüße,
    Jürgen

  4. Ich habe leider keinen Balkon. Ich wohne auch in der Innenstadt.
    Ich habe oft am Wochenenden mir meine eigenen Balkons gesucht :)
    Gibt ja genug hohe Häuser oder Parkhäuser in einer Großstadt wo man es sich gemütlich machen kann.

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