Roomtour: Leben und Arbeiten zu Hause – Antonias Wohnzimmer

24. September 2018 von in ,

„Zuhause“ war für mich ganz lange der Ort, an dem ich aufgewachsen bin. Vor zehn Jahren zog es mich dann doch nach München, doch loslassen ist nicht so mein Ding. Ich klebe gern an liebgewonnen Orten und Menschen, und so verwunderte es auch keinen, dass es mich immer wieder zurückzog, rein ins Kinderzimmer, in die gewohnte Umgebung. Bis das Unweigerliche kam: Ich zog um, meine Mama auch.

Der dicke Kloß in meinem Hals musste da erstmal heruntergewürgt werden. Kein Zimmer mehr in der Heimat, kein Ort, an dem man zurückkehren kann. Was natürlich Schwachsinn ist, wie ich erst dieses Jahr gemerkt habe. Ein Plätzchen gibt es immer, Lösungen sind nicht ganze Räume, sondern viel mehr die Menschen, die zusammenrücken, Platz machen, wo oberflächlich betrachtet keiner ist.

Durch das erzwungene Loslassen des ersten Zuhauses wurde meine zweite Wohnung in München immer wichtiger. Der Ort, an dem ich lebe, fühle, arbeite. Für viele meiner Freunde ist ihre Wohnung nur ein Ort zum Schlafen. Zu aufregend ist das Leben, und dann ist ja noch die Arbeit, die einen so in Beschlag nimmt. Das kann ich verstehen, gerade in einer Stadt wie München, in der die Mieten horrend sind, zahlt man oft nur das Nötigste, um den Rest lieber für Reisen zu verwenden.

Zuhause ist ein großes Wort, für mich ist meine Wohnung aber wirklich essentiell. Ich lebe hier, sie ist mein Rückzugsort, der Ort, an dem ich Ruhe finde, mich wohlfühle und immer wieder zurückkehren kann. Der Ort, an dem ich auch arbeite, an Projekten feile, sie umsetze. Die Wohnung ist mein Dreh- und Angelpunkt, der Ort, an dem ich die meiste Zeit verbringe, und das seit über sieben Jahren.

Ich könnte keineswegs einfach wegziehen, alles hinter mir lassen. Denn tatsächlich ist das ganze Haus mittlerweile eine Art Zuhause geworden. Die Nachbarn kennen sich, achten auf sich. Ein kleines Gespräch am Tag im Hausflur, gemeinsame Sommerabende im Hof. Mein Zuhause ist mittlerweile hier. Meine Heimat woanders, und immer im Herzen.

Mein Wohnzimmer ist neben dem Garten im Sommer der Ort, an dem ich die meiste Zeit verbringe. Tagsüber wird hier gearbeitet, abends dann entspannt. Mein Interieur-Stil ist ähnlich wie mein Kleidungsstil zurückhaltend, aufgeräumt und clean. Eigentlich könnte es meinem Empfinden nach noch cleaner sein, aber man muss ja auch ein bisschen leben – und 100 Quadratmeter wären ebenfalls hilfreich. Vielleicht in einem anderen Leben. Beschweren darf ich mich ja sowieso nicht, eine großzügige Zweizimmerwohnung in München allein zu bewohnen gleicht einem Jackpot.

Mein Herzstück ist mein Sofa, da ich erst diesen Sommer ersetzt habe. Ja, ein Ikea Sofa, der Klassiker Sönderhamn, aber das mögliche Wechseln des Bezuges hat mich am Ende überzeugt. Denn sagen wir’s mal so: Weiß ist auch ein ganz schönes Risiko. Dazu kommt mein neuer Wohnzimmertisch von Mycs. Tatsächlich mein erster richtiger Couchtisch, vorher gab es immer nur Hocker oder Notlösungen, weil mir keiner so richtig gefallen wollte.

Das Problem war oft, dass die Couchtische zu groß oder zu klein waren. Doch dann kam Mycs, und ich konnte mir endlich meinen perfekten Couchtisch zuschneidern. Richtig gehört: Das Berliner Unternehmen bietet wunderschön designte Möbel als Grundgerüst, die man dann ganz nach dem eigenen Geschmack individualisieren kann. Tische, Sideboards, Regale und sogar Sessel lassen sich hier farblich und materialtechnisch so kombinieren, das wahnsinnig tolle Einzelteile entstehen, die es nur einmal gibt. Wir durften Mycs ausprobieren und ein Stück für unser Zuhause individualisieren – für mich war der Couchtisch das Wichtigste, also entschied ich mich für das weiße Eisengestell samt Marmorplatte, nahm die Maße, stellte den Tisch im Editor zusammen und schickte meinen Entwurf zu Mycs. Drei Wochen später kam der Tisch an und ich bin sehr glücklich, denn er passt perfekt in den Rest des Raumes und bleibt ein zeitloses Möbel. Danke an Mycs an dieser Stelle für diese wunderschöne Teil!

Schon richtig lange, aber viel zu selten gezeigt, ist außerdem die Bank von der Berliner Möbelmanufaktur Johanenlies. Sie dient als Ablageort, Dekoelement und ersetzt die von mir verhassten Schrankwände. Ich mag es luftig leicht – und heimlich träume ich davon, dass später mal meine Kinder auf dieser Bank sitzen.

In der anderen Ecke des Wohnzimmers ist mein Schreibtisch sowie meine Yoga-Ecke. Den Schreibtisch nenne ich auch gern die Alibi-Arbeitsecke, denn ich sitze nur an ihm, wenn es an die Steuer geht und ich mich durch tausende Belege wühlen muss. Ansonsten ist er Ablagefläche, Sammelort für Rechnungen und anderen Papierkram – und Beweis, dass ich von Zuhause aus arbeite. Mehr genutzt wird dafür meine Yoga-Matte, hier dehne ich und praktiziere Yoga – manchmal sitze ich aber auch einfach nur da und spiele mit der Katze.

Was demnächst weg darf, ist der Schaukelstuhl. Zu übersättigt bin ich von den Eames-Modellen, hier soll ein – haltet euch fest – bunter Sessel als farbiger Akzent einziehen. Und wer sich jetzt noch wundert, warum immer noch die Birnen von der Decke baumeln. Yes, shame on me. Seit sieben – ja s i e b e n – Jahren baumeln sie herab, haben schon einmal Streichen im vergangenen Jahr mitgemacht und wurde immer noch nicht durch Lampen ersetzt. Weil ich so unentschlossen bin, welche Lampen hinpassen könnten, weil ich am liebsten andere Lichtquellen nutze und weil man es nach sieben Jahren dann auch schon gewohnt ist.
Aber ich nehm’s mir vor – wirklich. Lampen-Vorschläge sind herzlich willkommen. Genauso Vorschläge für dezentere hellere Fernseher. Ich hasse das schwarze Ding.

Ob mit oder ohne richtige Lampen: Das ist mein Zuhause. Ich bin angekommen, in München, in dieser Wohnung, in diesem Viertel. Nah am Schwesterherz, nah an der Isar, nah am Zentrum. Für einen Umzug bräuchte es schon einen guten Grund. Und das könnte eigentlich nur die Liebe sein!

– in freundlicher Zusammenarbeit mit MYCS –

– Anzeige wegen Markennennung –

– Anzeige wegen PR-Sample –

Sharing is caring

5 Antworten zu “Roomtour: Leben und Arbeiten zu Hause – Antonias Wohnzimmer”

  1. Ich hätte da einen famosen Vorschlag: Wir fläzen uns gemeinsam auf deine gemütliche Couch, verbringen ein fabelhaftes Wochenende in München und suchen zusammen nach sieben Jahren DIE Lampe fürs Wohnzimmer aus. Deal? <3

Schreibe einen Kommentar

Mit dem Absenden des Kommentars bestätigst Du, dass Du unsere Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen hast.