Watchlist: Die 30 besten Filme der Dekade

8. Januar 2020 von in

Wir haben gestritten, uns die Haare gerauft und sind verzweifelt. Doch wir haben es geschafft: Jowa und ich haben uns die eigentlich unmögliche Aufgabe gestellt, die 30 besten Filme der Dekade festzulegen. Dabei hat die Filmindustrie doch ziemlich viel von 2010 bis 2019 zu bieten. So viel, dass wir zwei Wochen Filme gesammelt und in unterschiedlichsten Konstellationen gelistet haben, bis wir halbwegs auf einen Nenner kamen und beide mit der Anordnung der 30 besten Filme der Dekade leben konnten. Das Werk ist vollbracht, die besten Filme der letzten zehn Jahre stehen für uns fest – und Jowa und ich können endlich wieder befreundet sein.

2010 – 2019: Die 30 besten Filme der Dekade 

 

1. Melancholia (2011)

In Lars von Triers Dystopie Melancholia geht die Welt unter. Wortwörtlich. Ein Meteor rast auf die Erde zu, die schon bald Geschichte sein soll. Wenn man genauer hinsieht, geht es in Melancholia aber nur zweitrangig um den Weltuntergang. Der Film bearbeitet das Thema Depression so schlau, feinfühlig und brutal zugleich, dass er den ersten Platz in unserer Liste der besten 30 Filme der Dekade verdient hat. Ein Film so verstörend gut, dass man ihn eigentlich nie wieder ansehen möchte.


2. Moonlight (2016)

Es war vielleicht der schönste Oscar-Moment unserer Lebenszeit, als im Jahr 2017 „La La Land“ (der in dieser Liste sehr bewusst nicht vorkommt) den Preis für den besten Film bekommen sollte – und erst als schon die Preisträger*innen auf der Bühne standen, fiel der Fehler auf, dass auf dem kleinen Kärtchen eigentlich „Moonlight“ stand. Der Film war erst der zweite Spielfilm vom Regisseur Barry Jenkins, der eher im Independant-Kino zu Hause ist. Mit der Lebensgeschichte eines homosexuellen Jungen, der im suburbanen Miami von seiner drogensüchtigen Mutter großgezogen wird, hat Barry Jenkins nicht nur ein Narrativ auf die Leinwand gebracht, dass es so noch nie gegeben hat – er hat auch ein cineastisches Meisterwerk geschaffen.

 

3. American Honey (2016)

Die achtzehnjährige Star ist gefangen in einem trostlosen Leben: Mit ihren beiden Geschwistern lebt sie unter prekären Verhältnissen mit ihrem Stiefvater, der sie sexuell belästigt. Bis sie in einer Mall auf Jake trifft – gespielt von Shia LaBeouf. Er lädt sie ein, mit seiner Drückerkolonne, bestehend aus lauter verlorenen Jugendlichen, durchs Land zu ziehen. Und dann beginnt ein Roadtrip, der die Kids zu einer merkwürdigen Familie zusammenwachsen lässt – begleitet von Trap, Gras und Schnaps. Der Film von Regisseurin Andrea Arnold ist ein authentisches, rohes und irgendwie schmerzhaftes Kinogedicht, das mit einer ganz eigenen Ästhetik unter die Haut geht – was auch daran liegen mag, dass die meisten Schauspieler*innen Laien sind.

4. Parasite (2019)

Der beliebteste Film 2019 war wahrscheinlich der südkoreanische Film Parasite. Und das zu recht: Das Klassendrama unterhält auf unterschiedlichen Ebenen und regt jede Emotion an, die man sich von einem guten Kinofilm erhofft: Er ist lustig, überraschend, spannend, emotional, tiefgehend – und gesellschaftskritisch. Auf die Frage, wieso ein Film, der so tief in koreanischer Kultur verankert ist, so erfolgreich werden konnte, antwortete Regisseur Bong Joon-Ho: „Essentially we all live in the same country… called capitalism.” Nicht umsonst wird er als neu interpretierter „Tarantino“ gehandelt, was allerdings nicht ganz stimmt. Schließlich ist Parasite so viel moderner und zeitgemäßer als alle Tarantino-Filme zusammen.


5. Her (2013)

Selten war eine Dystopie so nah an unserer Realität, selten hat es ein Film geschafft, Technik so raffiniert zu hinterfragen. „Her“ spielt in einer sehr nahen Zukunft, in der der schüchterne und unsichere Theodore mit seiner bevorstehenden Scheidung zu kämpfen hat. Seine Einsamkeit versucht er mit einem neuen Betriebssystem zu bekämpfen, das sich mit weiblicher Identität und angenehmer Stimme auf seinem Rechner installiert – Samantha, ein selbstlernender Algorithmus. Samantha lernt schnell und die Grenzen zwischen digitaler und analoger Welt verwischen immer mehr: Theodore verliebt sich in Samantha. Und wirkt dabei – und das ist das Entscheidende – nicht wie ein Freak, sondern einfach wie ein ganz normaler Mensch, der seine Einsamkeit bekämpfen möchte.


6. Mad Max: Fury Road (2015)

Vor Kurzem hat mich jemand nach einem Film gefragt, in dem ein Mann und eine Frau gemeinsam eine Aufgabe bewältigen und sich nicht ineinander verlieben. „Mad Max: Fury Road“ war (traurigerweise) der einzige Film, der mir eingefallen ist. Und hier liegt einer der Punkte, die diesen Film zu etwas Besonderem machen: In Bezug auf Geschlechterklischees und Diversität gibt es keinen anderen Actionfilm, der mit „Mad Max“ mithalten kann. Er kommt komplett ohne Klischees aus, adressiert toxische Männlichkeit und patriarchale Unterdrückung und hat einen diversen Cast. Und all das in einem dystopischen Wüstenszenario.


7. Three Billboards Outside Ebbing, Missouri (2017)

Ihre Tochter wurde vergewaltigt und ermordet – und keiner klärt den Fall auf. Aufgrund ihrer Enttäuschung und Wut auf die örtliche Polizei, nimmt sich die Mutter auf eigener Faust dem Fall an. Sie macht mit drei provokanten Anzeigetafeln auf den Mord ihrer Tochter aufmerksam, was zu einem riesigen Eklat im Ort führt. Der Film erzählt die Geschichte einer wütenden Frau, gespielt von der fantastischen Frances McDormand (wer würde sie nicht lieben?), die mit einem Trauma abschließen will.


8. The Handmaiden (2016)

Man hat nicht weniger als dieses Meisterwerk erwartet, als Regisseur Park Chan-Wook – Macher von „Oldboy“ und „Lady Vengeance“ – 2016 nach drei Jahren Pause wieder einen Spielfilm in die Kinos brachte. Der Filmemacher ist bekannt für Brutalität, Intensität und atemberaubende Bilder. All das bietet auch „The Handmaiden“ – in einem ganz besonderen Setting. Der Film spielt im japanisch besetzten Korea der 1930er-Jahre und holt damit den Roman, auf dem es beruht, vom viktorianischen England nach Asien. Die Taschendiebin Soo-Khee schleust sich in eine reiche Familie ein, wird dort in deren Intrigen verstrickt – und verliebt sich in ihre Vorgesetzte Hideko. Trotz der Brutalität und der Crime-Elememte ist „The Handmaiden“ ein epochaler Liebesfilm.


9. Toni Erdmann (2016)

Als Toni Erdmann 2017 für den Oscar nominiert wurde, wurde Regisseurin Maren Ade für die Rettung der Ehre des deutschen Films gefeiert. Und das zurecht, denn selten wurden Tragik und Komik so treffsicher kombiniert wie in diesem Film. Er handelt von der komplizierten Beziehung zwischen dem alternden Musiklehrer Winfried und seiner schwer beschäftigten Tochter Ines, die ziemlich entfremdet voneinander sind. Aber Winfried lässt nicht locker: In der Mission, seine Tochter zum Lachen zu bringen, reist er ihr nicht nur hinterher, sondern erfindet eigens ein Alter Ego – den schrulligen Toni Erdmann – und ruiniert zunehmends Ines‘ Karriere. Das ist tragisch und komisch – und bringt die Beiden am Ende dann doch irgendwie zusammen.


10. Tangerine L.A. (2015)

Eine nicht ganz so weihnachtliche Weihnachtsgeschichte: Dieser Film zeigt die Schattenseiten des reichen und schönen Los Angeles. Er beleuchtet die transsexuelle Prostitutionsszene abseits der SUVs, zeigt Crack rauchende Prostituierte auf der Toilette und eine verstrickte Eifersuchtsgeschichte zwischen der frisch aus dem Knast befreiten Sin-Dee und ihrem Zuhälter Chester. Dabei war die Produktion ebenso echt wie die Geschichte, die sie erzählt: Tangerine L.A. wurde ausschließlich mit dem iPhone gedreht.

11. Boyhood (2014)

Wie lange man einen einzigen Film drehen kann, zeigt Boyhood. Dieser wurde über ganze zwölf Jahre hinweg mit ein und denselben Schauspielern gedreht. Die ersten Aufnahmen fanden 2002 statt, die das fiktive Leben eines Jungen und seiner ebenso fiktiven Familie portraitieren und bis zum Jahr 2013 begleiten. Boyhood wollte das Erwachsenwerden wahrheitsgetreu darstellen und ist dabei nebenher ein Zeitzeuge eines ganzen Jahrzehnts. Und deshalb ohne Frage einer der besten Filme der vergangenen zehn Jahre.

 


12. The Lobster (2016)

Wir lieben Giorgos Lanthimos. Den Regisseur, der sein eigenes obskures, metaphorisches und surreales Genre erschuf und von dem wir gleich zwei Filme in unserer Liste der besten 30 Filme der Dekade versteckt haben. Einer davon ist „The Lobster“. Der Film beschreibt mehr oder weniger die App Tinder, auf seine sehr eigene Art und Weise – eben ganz in Lanthimos Stil.


13. Systemsprenger (2019)

„Systemsprenger“ nennt man die Kinder, die aufgrund ihrer schwierigen Familiengeschichte wortwörtlich jedes System sprengen und nirgendwo hinein passen. So erzählt der gleichnamige Film die Geschichte der kleinen Benni, die von ihrer Mutter abgegeben wurde und vor lauter Verletzung und Verzweiflung alle Menschen um sich herum vergrault. „Systemsprenger“ ist laut, zäh, nervenzermürbend und begleitet ein kleines Mädchen, das sich eigentlich nur nach einem sehnt und niemals bekommt: bedingungslose Liebe.


14. Nocturnal Animals (2016)

Der Film „Nocturnal Animals“ spielt auf zwei Zeitebenen. In der Realität, in der die Protagonistin das Manuscript ihres Exmannes Korrektur liest – und in der des gewaltvolle Roman, der die Gefühle des Exmanns bei der Trennung im übertragenen Sinne bearbeitet. Die Geschichte wühlt die Gefühle von Susan, gespielt von Amy Adams, so auf, dass in ihr alles Unterdrückte und Vergessene zurückkommt: Die Gewissensbisse wegen der Fehler, die sie begangen hat, sowie die heimliche Abtreibung ihres gemeinsamen Kindes. Sie beschließt, nach jahrelanger Funkstille ihren Exmann wieder zu treffen. Der Film wühlt nicht nur die Protagonistin auf, sondern auch das ganze Publikum, das atemlos in seinen Sesseln sitzt und überrollt wird von all seinen herzzerreißenden Emotionen.


15. Victoria (2015)

„Victoria“ verfolgt ein ganz besonderes Stilmittel: Der Film wurde in einem Rutsch, 139 Minuten lang und ohne Schnitt, gedreht. Nur drei Anläufe hat das Filmteam dafür gebraucht. Aber auch abgesehen von dieser beeindruckenden Leistung ist der Film etwas besonderes – nicht nur, weil er es als deutscher Film zu internationaler Beachtung gebracht hat. Im Film geht es um die junge Spanierin Victoria, die in einem Berliner Club auf vier Jungs trifft, die sie auf eine Tour de Farce durch das nächtliche Berlin mitnehmen: Ehe sich Victoria versieht, fungiert sie als Fahrerin des Fluchtwagens – doch der Coup geht gewaltig schief. Was als unüberlegtes Spiel angefangen hat, verwandelt sich schnell in eine ernste Angelegenheit. Und die Konsequenzen sollen alle Beteiligten für immer verfolgen.

16. Spring Breakers (2012)

Faith, Candy, Brit und Cotty wollen einfach nur raus. Die vier Freundinnen fiebern euphorisch auf ihre Spring Break hin – so euphorisch, dass sie sogar ein Diner ausrauben, um das nötige Geld zusammen zu bekommen. In Florida angekommen verlieren sie sich komplett in einem Rausch aus Drogen und Sex – und werden eingebuchtet. Der Drogendealer Alien, gespielt von James Franco, zahlt ihre Kaution und nimmt sie mit in seine Welt. Was dann folgt, ist ein irrer Trip aus Maschinengewehren, Rausch, Liebe, Hass, Jetskis und Palmen. Dieser Film ist wahnsinnig und poetisch.

 


17. Ex Machina (2014)

Ähnlich wie „Her“ beschäftigt sich der Film „Ex Machina“ mit der immer schwammiger werdenden Grenze zwischen Mensch und Maschine. Caleb ist 26 und ein erfolgreicher Web-Programmierer. Als er einen firmeninternen Wettbewerb gewinnt, darf er eine Woche in den Bergen im Privathaus des abgeschieden lebenden Firmenchefs verbringen. Was als Urlaub gedacht war, entpuppt sich allerdings als Teilnahme an einem Experiment: Er soll mit einer Roboterfrau zusammenarbeiten – der ersten wirklichen künstlichen Intelligenz. Doch nach und nach beginnen unerwünschte Gefühle in dem jungen Mann zu wachsen. In einem ganz neuen Setting greift dieser Film eine antike Sage auf: die Geschichte von Pygmalion und Galatee.

18. Blau ist eine warme Farbe (2013)

Die Liebesgeschichte der zwei Französinnen lässt einen auf allen Emotionsebenen, die es gibt, mitfühlen. Blau ist eine warme Farbe nimmt uns mit in eine Liebe, die von Anfang bis zum Ende erzählt wird und nicht, wie so oft, beim Höhepunkt endet. Wir lachen, wir weinen und wir sind total verknallt in die beiden Protagonistinnen. Weniger verknallt jedoch sind wir in den Regisseur, der laut der beiden Schauspielerinnen in sämtlichen Interviews als cholerisch und fanatisch beschrieben wurde. Wir haben uns deshalb, wie bei vielen anderen Filmen auch, für das Werk als Endprodukt entschieden.


19. Blackkklansman (2018)

Ein schwarzer Cop infiltriert in den 1970er-Jahren den Ku Klux Klan. Klingt abwegig? Ist aber genau so passiert. Der Film basiert auf der Biografie des ehemaligen Polizisten Ron Stallworth, der sich 1972 eine Mitgliedschaft im KKK erschleicht. Bald steigt er in der Hierarchie so weit auf, dass ihm sogar die Stelle als Leiter der lokalen Niederlassung in Colorado Springs angeboten wird. Wie das geht? Schaut’s euch an!


20. Girl (2018)

Die junge Lara wurde in einem männlichen Körper geboren. Doch ihr größter Traum ist es, eine Ballerina zu sein und sie stellt sich den Herausforderungen in der hochkarätigen Ballettschule, mit den Mädchen in ihrer Klasse mitzuhalten. Die Kamera wird den gesamten Film über nahezu konstant auf das Gesicht des Protagonisten Victor Polster gehalten, der mit den traurigsten Augen der Welt und seiner reinen Mimik die Qual der jungen Lara erzählt, die an den Veränderungen ihres Körpers zerbricht – trotz der rührenden Unterstützung ihres liebenden Vaters.

21. Birdman (2014) 

Aufmerksame Leserinnen und Leser wissen, dass Birdman zu meinen absoluten Lieblingsfilmen gehört. Es ist also klar, dass er einen Platz unter den Top 30 der besten Filme des Jahrzehnts bekommt. Im Stil eines One-Shot-Movies erzählt er die Geschichte eines Schauspielers, dessen Karriere sich bereits auf dem absteigenden Ast befindet. Seine letzte Chance ist die Broadway-Adaption seines damaligen Kinofilm-Klassikers „Birdman“. Worum es eigentlich geht: um das gebrochene Ego des Mannes, um Verzweiflung und den Verlust seiner Relevanz und seines Ansehens in der Gesellschaft.

 


22. Arrival (2016)

Ein Film über Linguistik. Klingt langweilig? Ist aber unglaublich spannend – zumindest in Kombi mit Außerirdischen. In „Arrival“ wird die Linguistik-Expertin Louise vom Militär um Hilfe gebeten, denn eine unbekannte Spezies ist auf der Erde gelandet. Eine Spezies, die so ganz anders aussieht als die Aliens, die man aus Comics und „Men in Black“ kennt – und die auf eine Art und Weise kommuniziert, die nicht zu entschlüsseln ist. Fast.

23. The Farewell (2019)

Eine Dokumentation im Spielfilmformat: The Farewell ist die wahre Geschichte einer chinesischen Familie, die sich so oder so ähnlich zu millionenfach in China abspielt. Die Kultur Chinas lässt sich für die westliche Welt schwer fassen und verstehen. Umso feinfühliger führt einen The Farewell an die Unterschiede zwischen Ost und West heran, ohne dabei zu werten. The Farewell erzählt uns von einer für uns fremden Kultur, die man kaum schöner erzählen könnte.


24. Wild Tales (2014)

Der argentinische Episodenfilm zeigt in sechs Kurzgeschichten die Abgründe der Menschheit. Die Geschichten handeln von Liebesbetrug, Tragödien, Alltagsgewalt und Kontrollverlust, die einen dank seines tiefschwarzen Humors trotzdem noch zum Lachen bringen. Wild Tales ist wie ein Schlag ins Gesicht oder eine Autobahnfahrt bei 300km/h, die einen das Adrenalin in die Höhe treibt.


25. The Favourite (2018)

Der zweite Film von Lanthimos: Nach „The Lobster“ darf es sich noch „The Favourite“ in unserer Liste gemütlich machen. Der nicht ganz so historischer Film, und das mehr oder weniger autobiografische Portrait der Königin Anne Stuart, befindet sich zwar im frühen 18. Jahrhundert. Doch die Macht- und Geschlechterverhältnisse stehen Kopf. „The Favourite“ ist eine wahre Geschichte, die im Lanthimos-Stil obskur ausgeschmückt und aufpoliert wurde.


26. Good Time (2017)

Robert Pattinson spielte im letzten Jahrzehnt die Rolle seines Lebens – und ich spreche nicht von Twiligt. In „Good Time“ spielt er einen jungen Kriminellen, der versucht, seinen behinderten Bruder aufgrund eines missglückten Banküberfalls aus dem Knast zu schmuggeln. Es beginnt eine nicht enden wollende Katz-und-Maus-Jagd durch New York, die immer abstruser, gewaltvoller und schrecklicher wird. Die Chancen auf ein Happy End werden für die beiden immer aussichtsloser.


27. Room (2015)

Als Ma ein Teenager war, wurde sie entführt und in einen Raum gesperrt. Jetzt lebt sie mit ihrem fünfjährigen Sohn in dem kleinen Zimmer, das für den kleinen Jack das ganze Universum ist. Doch „Room“ erzählt nicht die Geschichte dieser Tortur und endet mit der erfolgreichen Flucht. Der Film fängt da an, wo die meisten anderen Enden: Mit dem scheinbaren Happy End. Denn gleich zu Beginn gelingt Ma und Jack die Flucht. Für Jack bricht alles zusammen, was er bisher kannte, und auch Ma hat Probleme, in die Welt außerhalb des Raumes zurückzufinden.

28. Ewige Jugend (2015)

Zwei alte Freunde um die 70 verbringen einen gemeinsamen Urlaub in einem Luxus-Wellnesshotel in der Schweiz. Die Antworten auf die Frage, wie sie ihr weiteres Leben leben möchten, klaffen bei beiden weit auseinander: Während der eine an seinem letzten großen Film arbeitet, möchte der andere nur noch seinen Ruhestand genießen. Worum es eigentlich geht? Um das Älterwerden und um den Sinn des Lebens. Verpackt mit viel Humor und fantastischen Bildern.


29. Der Gott des Gemetzels (2011)

Der Kammerspiel-Film zeigt eine große Geschichte auf kleinem Raum. Genau genommen im Wohnzimmer einer Familie. Dort sollen die Streitereien der zwei Söhne von den zwei Elternpaaren geklärt werden. Ganz erwachsen und gesittet sollte es zugehen. Doch statt die Probleme der Jungs zu lösen, bröckelt die gesittete Fassade und die Eltern zeigen ihr wahres Ich. Hochgradig unterhaltsam und großes Schauspiel.

30. Hereditary (2018)

Das Horrordrama „Hereditary“ (zu deutsch: „erblich“) wird als die moderne Version von „Der Exorzist“ oder „Rosemarys Baby“ gehandelt – und das zurecht. Als Annies Mutter stirbt, geschehen plötzlich merkwürdige Dinge im Haus – und Annie wird bald klar, dass sie ihre Mutter weniger gut kannte, als sie dachte. Eine Art Prophezeiung scheint ihren Lauf zu nehmen – und Annie muss sich nun im wahrsten Sinne des Wortes ihren Dämonen stellen, um einem ihr vererbten schrecklichen Schicksal zu entgehen und ihre Kinder zu beschützen.

Bildcredit: Unsplash

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