Aufgebraucht: Von Mandelduft, Vitamin C und Rosmarin-Body-Butter

10. Oktober 2019 von in

Ein Beautyprodukt aufzubrauchen ist ein ganz zwiespältiger Moment: Je schöner der Inhalt war, desto trauriger ist man darüber, dass er weg ist. Und doch ist es für mich immer wieder befriedigend, ein Produkt wirklich bis zum Ende benutzt zu haben, anstatt parallel fünf ähnliche zu öffnen. In den letzten Jahren habe ich immer weniger versucht, all die faszinierenden Neuerscheinungen zu testen, die der Beauty-Markt kontinuierlich herausbringt, denn das heißt, keinem einzigen Produkt wirkliche Aufmerksamkeit zu schenken. Viel spannender finde ich es, meine ganz persönlichen Klassiker zu finden und alles, was ich öffne, auch wirklich zu benutzen.

In einer Tüte sammle ich alles, was ich aufgebraucht und wozu ich mir dabei eine Meinung gebildet habe. Heute gibt es wieder einen neuen Schwung leerer Verpackungen, in denen ganz viel Beautyliebe steckt!

Passend zur kälteren Jahreszeit sind gleich mehrere Bodylotions leergegangen: Die Smoothie Star Whipped Body Buttercream von Soap&Glory und die Skin Food Body Butter von Weleda. Die Marke Soap&Glory ist für mich für immer mit dem Boots-Shopping auf UK-Trips verbunden, und genau dieses Gefühl von ein paar Tagen in London oder Edinburgh gibt mir diese Creme mit ihrem Duft: Sie riecht, wie das Packaging aussieht süß nach Pistazien, Mandeln und Vanille und ist damit gefühlt ein unklebriger Tortenguss in Bodybutter-Form.

Ganz anders die Weleda Skin Food Body Butter: Die ursprüngliche Weleda Skin Food Allescreme ist ein tief pflegender Klassiker aus der Naturkosmetik, der dieses Jahr zu einer ganzen Reihe erweitert wurde: Für das Gesicht gibt es die Skin Food Light, für den Körper die Skin Food Body Butter, alles in einer frischen Duft- und Pflege-Zusammenstellung aus Stiefmütterchen, Rosmarin, Kamillen- und Calendulablüten. Vor allem für die Hände, Schienbeine und Füße habe ich die Body Butter geliebt.

Eine Creme für das Gesicht, der ich ebenfalls nachtrauere, ist die Camelia Nut Facial Hydrating Cream von Aesop. Wie alles von Aesop duftet sie unvergleichlich nach Sandelholz und Rosmarin und ist eine dieser Cremes, die meine Haut absolut immer gut verträgt. Sie pflegt und hydriert ausreichend, hinterlässt aber keinen Film auf der Haut und sorgt daher auch nicht für Unreinheiten und pflegt dafür mit Nuss- und Pflanzenextrakten.

Dass ich die Haarpflegemarke Maria Nila liebe, wisst ihr bereits. Diese Maske war mein besonderes Highlight, denn sie ist aus der Head&Heal-Serie, die sich um das kümmert, was wirklich für gesunde Haare sorgt: Die Kopfhaut. Sie pflegt die Haut mit Aloe Vera, Vitamin E und dem antibakteriellen Stoff Pirocton-Olamin. Durch die Kopfhautpflege wird Haarwachstum gefördert, Schuppen vorgebeugt und Haarausfall reduziert – ich habe die Maske am liebsten beim Baden auf die gesamten Haare aufgetragen und in die Kopfhaut einmassiert.

Das Eau Thermale Spray von Avène ist ein Klassiker, wenn es um die schnelle Gesichtserfrischung und auch Beruhigung geht. Das feine Thermalwasserspray wirkt zum Beispiel nach dem Sonnen, aber auch nach Treatments oder an heißen Tagen angenehm auf der Haut. Auch als Setting-Spray verwende ich es, wenn ich mich fertig geschminkt habe: Der feine Sprühnebel verbindet das Make-up noch besser mit der Haut und schafft ein natürliches Finish. Mittlerweile gibt es natürlich unzählige Facial Mists, ein paar Lieblinge findet ihr hier. Das Thermalwasser ist aber einer der absoluten Klassiker in diesem Metier, und ich habe zum Glück noch ein paar Exemplare davon zu Hause.

Noch ein Aesop-Produkt, dem ich nachtrauere, ist das Parsley Seed Antioxidant Serum. Es enthält hochwirksame Antioxidantien wie Extrakte aus Trauben- und Petersilienkernen und basiert nicht auf Wasser, sondern auf Aloe Vera Saft. Auf der Haut hinterlässt es einen leichten Film, der mit dem nächsten Schritt der Gesichtscreme wieder verschwindet. Das Serum ist sehr sanft zur Haut und wie die Camelia Nut Creme vertrage ich es ohne Probleme.

Ein weiteres Serum mit dem Hype-Inhaltsstoff dieses Sommers ist das Pixi Vitamin C Serum. Es zieht schneller ein als das Parsley Seed Serum, hat allerdings eine gelbliche Färbung, die man auf dem Kopfkissen wiederfindet, wenn man es abends vor dem Einschlafen benutzt. Die Wirkung macht das aber wieder wett: Neben Vitamin C pflegt das Serum intensiv mit antioxidativer Ferulasäure und ausgleichenden Probiotika und kann sogar Sonnenschäden reparieren.

Die Evolve Tropical Blossom Body Butter ist eine reine Naturkosmetik-Körperpflege auf der Basis von tahitianischem Monoi-Öl und Sheabutter. Ich liebe es, wie sie in den Händen schmilzt, und habe sie am liebsten auf dem Sofa benutzt, um ausgiebig meine Hände und Nagelhaut damit zu pflegen. Weil sie durch die Körperwärme zu einem Öl wird, zieht sie nicht besonders schnell ein, ist also eher nach dem Duschen und Baden oder mit genug Zeit zu empfehlen.

Smooth infusion von Aveda ist ein Geheimtipp für alle, die gerne einfach, unkompliziert und auf natürliche Weise glatte Haare haben: Maisextrakte, Tapiokastärke und Maniokwurzeln, aber auch ein Silikon bewahren das Haar davor, sich zu kräuseln, ohne es zu beschweren – in diesem Zusammenhang und in den Haarlängen angewandt finde ich Silikone übrigens sehr sinnvoll, ganz anders als im Shampoo, durch das sich Silikone auf der Kopfhaut ablagern. Mit der smooth infusion Creme werden die Haare unfassbar seidig und glatt, und das Glätteisen kann aus bleiben: Feuchte Haare mit etwas smooth infusion lassen sich ganz einfach glatt föhnen.

Das Lait d’amande douce Duschgel von Le Petit Marsellais ist zur Abwechslung mal ein Youtube-Hype, den ich mir im dm nachgekauft habe. I get the point, es riecht tatsächlich überwältigend süß nach Mandel, mir persönlich ist der Duft aber fast zu extrem. Gleichzeitig liebe ich an Duschgelen cremige und reichhaltige Texturen, diese ist mir etwas zu seifig. Trotzdem hat es Spaß gemacht, das duftende Duschgel zu benutzen, nachkaufen werde ich es mir aber nicht.

No Planet B ist eine plastikneutrale, vegane und recyclebare Naturkosmetikmarke aus der Drogerie. Pro verkaufter Flasche gehen 5 Cent an die Organisation Plastic Bank, die Plastikmüll in Entwicklungsländern kauft, zu Geld macht, damit Ökosysteme ankurbelt und verhindert, dass das Plastik im Meer landet. Das Sortiment von No Planet B umfasst Duschgele, Bodylotions und die Allzweckcreme mit natürlichen Ölen und Haferextrakt – ich mochte sie sehr gerne, besonders auch als Handcreme, und kann die Marke für Beauty-Basics nur empfehlen!

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