Wimperntusche Mascara

Beautyfragen: nie wieder Wimperntusche?

26. Februar 2015 von in

Eigentlich liebe ich diesen Look. Keine Wimperntusche, dafür dunklen Lippenstift, betonte Augenbrauen, Rouge und ein bisschen Highlighter. Keine Wimperntusche zu benutzen ist nicht nur praktisch und angenehm, sondern hat auch diesen ganz bestimmten, eleganten Charme. Es ist der Ungeschminkt-Look, die neue Natürlichkeit, die ihre Kreise zieht: In New York und London tragen die Models aktuell auf gefühlt 2/3 der Shows keine Wimperntusche, und der Nude-Look scheint das neue Ding zu sein, wie auch Katja eben erst festgestellt hat.

Die Tendenz zu Natürlichkeit in Sachen Make-up ist nichts Neues, gelangt aber momentan zu einem neuen Höhepunkt. Während der Teint in der letzten Zeit mit der Highlighter- und Konturierwelle in den Fokus gestellt wurde, wurde das Augen-Make-up zwar zurückhaltender, Wimperntusche war aber immer noch im Spiel – seit Neuestem wird nun sogar die einfach weggelassen oder höchstens ganz zart aufgetragen. Fliegenbeine und Puppenaugenaufschläge scheinen auf einmal out wie nie zu sein.

Ungeschminkte Modelaugen blicken von Laufstegen und Werbeplakaten, Amelie hat sich eh schon vor einer Ewigkeit von Wimperntusche verabschiedet und in meinem Kopf hat sich plötzlich auch ein Schalter umgelegt: Wimperntusche aufzutragen gelingt mir nicht mehr richtig, meine getuschten Wimpern sehen auf einmal aus wie ein Fremdkörper und ich verlasse immer öfter ganz ohne das Haus.

Aber eben doch nicht immer. In die Uni, in die Arbeit, in die Bibliothek, in unser Büro, zum Supermarkt oder Spazierengehen, das alles geht problemlos ohne Wimperntusche. Aber bei wichtigen Terminen oder zum Ausgehen kommt sie doch immer wieder ins Spiel. Das bisschen Schwarz auf den Wimpern hat seltsamerweise immernoch den psychologischen Effekt, dass ich mich „angezogen“ und „fertig“ fühle. Auch, wenn die ungeschminkten Augen im Badezimmer noch ganz überzeugend aussehen, habe ich das Gefühl, nach ein paar Stunden unterwegs sein ohne Wimperntusche müde und fertig auszusehen – und auch dem Umfeld fällt der Unterschied auf, erkennbar an „du siehst irgendwie müde aus“-Kommentaren. Wieso nur hängt so viel Gefühl an dem bisschen Farbe?

Ist es nur die jahrelange Gewöhnung an schwarz getuschte Wimpern? Bei meinen kurzen und geraden Wimpern bin ich mir nicht sicher, ob Wimpernfärben vielleicht eine Alternative darstellen würde, denn kleiner sehen die Augen auch mit dunklen, kurz-geraden Wimpern aus. Es bleibt wohl eine Sache der Einstellung und des Mutes, ob ich aus meiner akuten Wimperntuschenabneigung einfach eine Wimperntuschenabstinenz machen werde – à la „wenn ich mich selbst dran gewöhne, dann tut das auch mein Umfeld“. Trotzdem kann ich mir dann doch noch kaum vorstellen, ohne Wimperntusche auszugehen oder, am banalsten, Outfitfotos ohne Wimperntusche zu machen – ein wirklich unschöner Gedanke und vielleicht genau der Grund, um es mal anders auszuprobieren und sich zu entspannen.

Wie sieht es bei euch aus – traut ihr euch? Oder fühlt ihr euch mit Wimperntusche einfach wohler?

Bilder: 3.1 Phillip Lim / style.com

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20 Antworten zu “Beautyfragen: nie wieder Wimperntusche?”

  1. Auf diesen Artikel habe ich insgeheim gewartet!

    Ich verzichte schon seit fast einem Jahr auf Wimpertusche. Zuerst wollte ich nur 4 Wochen ohne auskommen um meinen Wimpern ein wenig Freiheit zu lassen und Vorallem, damit sie endlich länger und gesünder werden.
    Jeher verzichte ich freiwillig drauf, da ich merke, dass es für mich im Alltag keinen großen Unterschied macht. Nur beim Weggehen setze ich gerne die komplette „Schminkmaske“ auf und ich merke, dass sich die Wimpern viel leichter und schöner tuschen lassen.

    Also, ich rate jedem es einmal auszuprobieren, schaden tut es ja nicht!

  2. beim ausgehen find ich mal das bisschen wimperntusche und einen schönen lidstrich toll. aber ich muss sagen, ich setzte schon immer eher auf eine schöne strahlende haut, bisschen lippenstift auf die wange geschmiert und etwas braunen kajal (niemals schwarzen) das wars. ab und zu überkommt mich mal ne kurze ‚fancy‘ phase… aber die dauert nicht lang an. mein gesicht find ich schlichter einfach schöner.

  3. ich färbe regelmässig blauschwarz- hab ursprünglich vor gefühlten tausend sommern damit angefangen, um die pandaaugen bei hitze zu vermeiden, die auch bei wasserfester wimperntusche bei mir unvermeidbar waren und ich bin halt ne richtige wasserratte- seitdem möcht ich gar nciht mehr ohne. mit getuschten wimpern fühl ich mich schnell overstyled. lustig oder? einzige ausnahme: sollte ich mal lidschatten tragen, was etwa einmal im jahr passiert. da kenn ich das „nackt“-gefühl.
    statt zu tuschen benutz ich halt eine wimpernzange, lidstrich, fertig :)

    brauen betonen möchte ich aber gern mal üben.

      • Mach das unbedingt. Ich tue das regelmäßig und benutze immer nur transparente Wimperntusche von Alverde (evtl. vorher noch ne Wimpernzange benutzen) und es sieht so viel schöner und natürlicher aus!!

        Und mit etwas Übung geht das Färben ruck zuck. Mir reicht es im Übrigen auch, nur den oberen Wimpernkranz zu färben.

  4. ohne Frage die Models sehen ohne Wimperntusche trotzdem toll aus. So jemanden macht (fast) nichts hässlich. Leider lässt sich das in meine Realität nicht übertragen und so bin ich froh wenn ich mir durch Wimperntusche ein frischeres Aussehen verpassen kann und setze diesen Trend aus ;-)

  5. Ich muss dem obigen Beitrag zustimmen – an Models sieht das toll aus. Bei mir hingegen siehts einfach nur müde aus… Was ich schon mal mache: nur oben tuschen.

  6. ich finde den look sehr schön, sieht elegant und klar aus. Problematisch wird es finde ich wenn man wie ich ziemlich kurzsichtig ist und hinter der brille eh schon so erbsenaugen hat. Ohne wimperntusche verschwinden sie dann irgendwie so ganz :)….

  7. Ich habe das auch schon öfter ausprobiert, gerade weil ich meine Wimpern mal schonen wollte, weil Wimperntusche die Wimpern ja ganz schön strapaziert. Aber irgendwie habe ich das dann doch nicht so lange ausgehalten, wie ich es wollte. An den Models sieht das immer toll aus, aber für mich habe ich festgestellt, dass ich, um diesen Look zu tragen, immer eine knallige oder dunkle Lippe brauche. Sonst sehe ich einfach ungeschminkt aus und todmüde aus.

  8. Ich muss seit ca. 3 Jahren auf mein Augen-Make-Up verzichten, da ich aus heiterem Himmel eine Kontaktallergie bekam. Zuerst hab ich auch nur müde gelächelt, als meine Hautärztin mir sagte, dass ich von da an alles weglassen muss. Aber ich habe schnell gemerkt, dass es nur so geht, und die Haut sich böse rächt, wenn ich mich nicht dran halte.
    Am Anfang war es der Horror für mich, mit ungeschminkter Augenpartie das Haus zu verlassen, vor allem, da ich ein blasser Typ bin. Aber dann fing ich an, roten Lippenstift für mich zu entdecken, und nach einer Weile fand ich Gefallen an dieser Kombination.
    Seit dem möchte ich es nicht mehr missen, und mittlerweile finde ich diesen Look irgendwie besonders.
    Ich „erlaube“ mir höchstens einmal im Monat getuschte Wimpern, was dann für meine Haut auch okay zu sein scheint. Aber mein daily business von früher, ein schwarzer Lidstrich, kommt mir mittlerweile total fremd vor. :)

  9. Wimpertusche hatte bei mir ihre Hochzeit, als ich 16-18 Jahre war. Seitdem habe ich sie aber immer häufiger und dann ganz weggelassen. Ich gehe eigentlich immer nur mit Concealer und Rouge (bei mir am besten gegen Müdigkeit!) und manchmal etwas Highlighter aus dem Haus. Neu entdeckt habe ich: Weißen Kajal im inneren Auge (wie glaub ich auf den Bildern oben auch?), der lässt die Augen gleich größer und wacher erscheinen. Und eben noch ein bisschen Highlighter im Innenwnkel.
    Beim Ausgehen kommt dann manchmal doch ein bisschen Wimperntusche drauf, aber da muss ich dann immer höllisch aufpassen, dass ich nicht dran rumwische! Den weißen Kajal kann ich jedem empfehlen :)

  10. Ich habe vor einiger Zeit für einen Outfit-Post die Mascara weggelassen und fand das Resultat auf den Bildern auch gar nicht so schlecht. Aber irgendwie fühle ich mich so ganz ohne irgendwie nackt und nicht ganz fertig. Das ist eben die Gewohnheit.

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