Cherry Picks #40

27. Oktober 2019 von in

Fast jedes Bundesland und jede Stadt hat inzwischen einen Antisemitismus-Beauftragten und davon ist keiner Jude. Und das Interessanteste ist: Es fällt Ihnen nicht auf. Es gibt dafür überhaupt kein Bewusstsein. Würde man mir zum Beispiel vorschlagen die Transgender-Bipoc-Beauftragte für Berlin zu werden, würde ich sagen: „Hä? Wie kommt ihr auf die Idee, ich bin weder Transgender noch BiPoc. Davon gibts sicher ’ne Menge. Sucht woanders.“

Das spannendste Interview dieser Woche war das Gespräch zwischen Mirna Funk und Lisa Trautmann für Beige. Das lange Interview thematisiert das große und komplexe Thema des Jüdischseins in Deutschland, über Identität und Heimat, über den Einfluss der Vergangenheit auf uns. Und wie wir nun damit umgehen, dass in Halle ein Neonazi und Antisemit ein Massaker in einer Synagoge anrichten wollte und zwei Menschen tötete. Zum ganzen Gespräch geht es hier, am 29. Oktober liest Mirna außerdem hier aus ihren VOGUE-Kolumnen.

Eine Homestory hat mich diese Woche besonders begeistert, und das nicht nur wegen der umwerfenden Hamburger Wohnung: Vera Pauls erzählt hier auf Femtastics von ihrem Weg, der sie aus der Unternehmensberatung in die kreative Selbständigkeit geführt hat – und auch, wenn dieser Weg nicht so einfach und selbstverständlich machbar ist, wie es uns Instagramsprüche oft weismachen wollen, ist es doch immer wieder wunderschön zu sehen, wenn das jemandem gelingt: Die Leidenschaft zum Beruf zu machen, den festgefahrenen Lebensweg zu hinterfragen und den Mut zu haben, aus der Routine auszubrechen.

Eine der inspirierendsten Personen unserer Branche ist Alexa Bondi de Antoni, die Online-Chefredakteurin der deutschen Vogue. Julia Carevic hat sie für This is Jane Wayne interviewt – und herausgekommen ist ein spannendes Gespräch über Alexas Arbeitsweise, über Onlinemagazine und die Medienlandschaft, aber auch über das Thema Älterwerden, Krankheiten, Akzeptanz und sich selbst mögen.

Nachts durchzuschlafen ist für mich eine der wichtigsten Dinge, um mich tagsüber und insgesamt gut zu fühlen – vor Schlaflosigkeit und dem Aufwachen mitten in der Nacht habe ich schon immer Angst und versuche alles, um die ganze Nacht lang gut und tief zu schlafen – und insgesamt auch genügend Stunden einzuplanen. Wenn ich es schaffe, vor Mitternacht ins Bett zu gehen, geht es mir am nächsten Tag gut – was die Hintergründe des Ganzen sind, schlüsselt dieser Artikel gut auf. Und sorgt für ein bisschen mehr Entspannung, denn nachts aufzuwachen und nicht immer denselben Biorhythmus zu haben, ist gar nicht so schrecklich wie gedacht. Schlaft gut!

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