Cherry Picks #9

10. März 2019 von in

Unabhängig vom Weltfrauentag haben wir auch die Karnevalswoche hinter uns, die in München bekanntlich meist etwas an einem vorbei schwappt und höchstens durch ein paar frierende, rotnasige Menschen am Marienplatz auffällt. Was allerdings immer weniger auffällt, sind die unsensiblen und verletzenden Kostüme, die sich auf Minderheiten beziehen und die nach wie vor so viele Menschen wählen – oftmals hoffentlich unbewusst, manchmal bestimmt aber sogar bewusst. Was Kostüme wie sexy Geisha, schwarz angemalte Beyoncé, Assi-Braut oder Sumoringer auslösen können, erklärt dieses Video.

Ein zweites wichtiges Video dieser Woche ist dieses, das sich mit der Frage „Woher kommst du eigentlich“ beschäftigt – die grundsätzlich vor allem den Menschen gestellt wird, die äußerlich von der Mehrheit einer Gesellschaft abweichen. Warum diese Frage übergriffig und verletzend ist, erklären verschiedene Menschen so anschaulich, dass sich das Thema hoffentlich bei jedem, der das Video sieht, endlich festsetzt.

Wie aufgeklärt sind wir eigentlich? Warum gibt es immer noch so viele Tabus und Missverständnisse? Wieso hängen wir immer noch in gesellschaftlichen Normvorstellungen fest? Über was muss noch gesprochen werden? Was beschäftigt euch? Diese Fragen stellen sich unsere Mädels von Womom in ihrer neuen Kampagne „Get Naked! Notes to you and me“. Darin geht es um Postkarten, die wir uns selbst, unseren Kindern, unseren future selves oder unseren Freunden schreiben sollen, und darin unsere Erkenntnisse teilen, die sich um unsere Körper, unsere Selbstwahrnehmung und unseren Sex drehen. Die Postkarten werden bei jeder WOMOM-Bestellung mitgeliefert oder können angefordert werden, ausgefüllt gehen sie anonym an WOMOM zurück, am Ende entsteht daraus ein Buch – und unter #notestoyouandme eine Social-Media-Sammlung. Mehr Infos hier!

„Wenn wir mal Kinder haben, dann machen wir natürlich Halb-Halb mit der Arbeitsaufteilung!“ Was ich schon oft gehört und ebenso oft selbst gesagt habe, stellt sich in der Realität natürlich oftmals als nicht so einfach heraus. Selbst, wenn der Vater gerade in Elternzeit ist, und die Mutter schon wieder arbeiten geht. Die anfallenden Aufgaben reichen von praktischen Dingen wie Frühstück machen oder Wickeln bis zum sogenannten „Mental Load“, der Terminplanung oder dem Mitdenken, wann die nächste Impfung ansteht. Wie eine Arbeitsteilung en detail bei verschiedenen Paaren in der Realität aussehen kann, untersucht dieser Artikel sehr anschaulich – und macht trotzdem Hoffnung, dass man einen gemeinsamen Nenner finden kann, auch wenn „Halb-Halb“ wahrscheinlich nie zu 100% klappen wird.

„Kinder verkleiden sich gern, weil ihnen das Kostüm eine Best-Case-Vorschau auf das gibt, was sie einmal werden könnten. Alle finden ein verkleidetes Kind niedlich. Wenn aber eine erwachsene Frau einen theatralischen Auftritt hinlegt, wird die Nase gerümpft.“ Nach der Pariser Fashionweek hat Claire ein Plädoyer für besonders gewagte und auch gewollte Outfits geschrieben, über die man sich oft zu Unrecht lustig macht.

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