Fragwürdig, unehrlich, unreflektiert: über Werbung auf Blogs

5. Mai 2015 von in

„Ihr verkauft euch.“ „Eigentlich mag ich euren Blog gerne, aber.“ „Fragwürdig, unehrlich, unreflektiert.“ Das sind die neuesten Kommentare unter einem Post der letzten Woche, der mit dem Label „Kooperation“ versehen ist, für den wir also Geld bekommen haben. Aber Moment mal. Werbung ist gleich unehrlich, Posts, für die Geld im Spiel waren, sind böse, unreflektiert und verkaufen die Seele der Blogger, und überhaupt machen sie einen guten Blog kaputt. Kthxbye, in Zukunft werden nur noch werbelose Freizeitprojekt-Blogs gelesen, im Fernsehen zappe ich ja schließlich auch weg. Ist das wirklich so einfach?

Vor ein paar Tagen schrieb ich einen Post über einen Fair-Fashion-Shop. Über unseren Affiliatepartner war ich auf den Shop gestoßen, fand ihn eine schöne Anlaufstelle für Fair Fashion Labels und wollte ihn auf amazed vorstellen. Ich habe also meine Lieblingsteile aus dem Shop ausgewählt, eine Collage gebastelt und die Teile mit Affiliatelinks versehen, durch die wir etwas Geld verdienen. Am selben Tag kontaktierte uns, wie der Zufall so will, der Shop, stellte sich vor und fragte, ob es ein Thema für amazed wäre, den Shop vorzustellen – als Kooperation, die uns noch um einiges mehr Geld gebracht hätte.

Wir bekommen jeden Tag viele solcher Anfragen. Wenn die Marke oder der Shop uns gefallen und uns interessieren, überlegen wir uns, wie man sie am schönsten auf amazed präsentieren könnte. Das kann eine Fotostrecke sein, eine Shoptipp oder ein Erfahrungsbericht – wie zum Beispiel der Test der neuen Stevia-Cola, die unter dem ganzen Superfood-Hype für Gesprächsstoff sorgt und so auch als Thema auf amazed interessant war. Natürlich überlegen wir bei manchen Marken, und Cola gehört ganz bestimmt dazu, dreimal, ob wir das wirklich wollen und gut umsetzen können. Ob das Ganze immernoch ein Mehrwert für den Leser sein kann, oder der Kundenwunsch einfach nicht umsetzbar ist. Und oft, oft, oft lehnen wir am Ende ab, obwohl uns große Beträge flöten gehen.

Denn für Kooperationsposts haben wir feste Preise, und wenn wir eine Kooperation eingehen, haben wir uns davor das Konzept überlegt und finden die Marke gut und berichtenswert, wie auch sonst in unseren Posts. Genauso kommt es schließlich auch vor, dass wir die Fotostrecken, Shoptipps oder Erfahrungsberichte ohne Kooperation machen – wie den Fair Fashion Post. Da bleibt die große Frage: Wäre der Post in irgendeiner Weise weniger gut, ehrlich oder informativ gewesen, wenn wir im Vorfeld eine Kooperation verhandelt hätten und man die Kennzeichnung unter dem Post gesehen hätte?

Letzte Woche hatten wir eine ungünstige Häufung zweier Kooperationsposts, und sofort sind sie da, diese Kommentare: Ihr werdet kommerzieller. Ihr verliert eure Authentizität. 0815. Fragwürdig, unehrlich, unreflektiert.
Das sind Schlagwörter, die einen erstmal schlucken lassen, aber auch sauer machen. Schlagwörter, die einen in eine Position drängen, in der man sich rechtfertigen muss, und sowieso keine Chance hat, dass einem jemand glaubt. Denn wenn man als Blogger betont, man überlege vor jeder Kooperation dreimal, stehe hinter jeder beworbenen Marke und mache nur Werbung für Dinge, die man eh auf den Blog gebracht hätte, dann sind das abgetretene Floskeln, die sowieso niemand mehr ernst nimmt.

Dass Kooperationsposts Werbung sind, ist uns allen bewusst. Wir können auch niemanden dazu zwingen, uns zu glauben, dass wir hinter den Posts stehen. Es geht für jeden persönlich um das Gefühl, das man beim Lesen eines Blogs hat, und das wird durch kommerzielle und gesponserte Posts natürlich im ersten Moment getrübt, weil man sofort das Gefühl hat, gekaufte Meinungen und Lügen präsentiert zu bekommen. Werbung gilt als wertlos und falsch, bei Werbung zappen wir am liebsten weg.

Der Punkt ist aber, dass man bei Werbung auf Blogs unterscheiden muss. Werbung ist hier schon lange kein zusammenhangloses Banner mehr. Jeder Link, den Blogger ohnehin setzen würden, wird zum Glück heute bezahlt und gibt uns mehr Freiräume, nur wirklich sinnvolle Kooperationen einzugehen. Wenn aus einem Shoptipp dann eine Kooperation wird, in der der Shop uns einen festen Betrag für den Post bezahlt und uns dieselbe inhaltliche Freiheit lässt wie ohne Bezahlung, dann sehe ich diese Werbung anders als eine vorgefertigte Anzeige, die eine Seite in einem Magazin einnimmt. Es ist eine Unterstützung unserer Arbeit, in der wir mit unseren Empfehlungen und Fundstücken täglich für alles Mögliche werben, auch wenn nur für den Bruchteil davon Geld fließt.

Der Punkt ist nämlich eben auch, dass es amazed und viele andere Blogs, die täglich kostenlos zur Verfügung stehen, ohne Kooperationen nicht geben könnte. Wir stecken den Großteil unserer Zeit in den Blog, neben dem Schreiben der Posts organisieren wir, haben Termine, kommunizieren, verhandeln und denken uns neue Inhalte aus. Wir lieben alles, was wir hier tun, aber ein Blog, der täglich zwei bis drei Artikel liefert, kann nicht nebenher laufen. Und wenn wir kein Geld für uns und unsere laufenden Kosten verdienen würden, müssten wir amazed zumachen. Wie also soll das funktionieren, ohne dass wir kommerziell, unehrlich und unreflektiert wirken?

Am Ende muss jeder für sich entscheiden, ob er ein gutes oder schlechtes Gefühl beim Lesen eines Blogs hat. Ob er immernoch Spaß am Lesen hat, inspiriert wird und den Dahinterstehenden glaubt, oder es sein lässt. Ein erster Schritt könnte allerdings sein zu akzeptieren, dass Werbung auf Blogs nicht automatisch unehrliche, vorgefertigte oder umgebogene Meinung ist. Und auch, wenn Geld im Spiel war, stecken in dem Post genauso unsere Meinung, unser Geschmack und unsere Ideen. Und da sind wir wieder bei den Floskeln.

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39 Antworten zu “Fragwürdig, unehrlich, unreflektiert: über Werbung auf Blogs”

  1. Liebe Milena,

    vielen Dank für deinen ehrlichen Post!

    Ich schreibe im Moment an meiner Bachelorarbeit über das Thema Blogs und Journalismus. Obwohl ich noch nicht fertig bin, steht für mich fest: Auf guten Blogs ist definitiv Platz für Journalismus. Außerdem ist es nichts ungewöhnliches, dass im Journalismus Kooperationen eingegangen werden, das findet man seit Jahrzehnten in Printmagazinen aller Art. Nur wissen die Leser oft nicht, dass Produkte nur empfohlen oder gezeigt werden, wenn eine Anzeige etc. geschalten wird.

    Ihr seid definitiv eines meiner positiven Beispiele, wie Bloggen und guter Journalismus Hand in Hand gehen können.

    Macht weiter so!
    Elena

  2. Liebe Milena,

    Kompliment für diesen schönen, ehrlichen Post, wobei ich mich wundere, dass es immer noch notwendig scheint.
    Im Print ist es nicht ungewöhnlich, dass diverse Kooperationen eingegangen werden und offensiv geworben wird. Dafür bezahlt man dann trotzdem seine 2-5€/Magazin, dass zur Hälfte eh nur Katalogwerbung ist. Und ihr bietet regelmäßig wundervollen Content an, für UMSONST und die Leute beschweren sich trotzdem. Ich sehe das auf immer mehr Blogs, die sich rechtfertigen müssen, weil irgendwelche Leute nicht verstehen, dass Ihr nicht nur von kostenlos zur Verfügung gestellten Klamotten leben könnt. Wenn ich etwas gerne lese, dann kann ich doch auch Werbung hinnehmen, noch dazu, wenn sie gekennzeichnet ist und sich dennoch ins Gesamtkonzept einfügt.
    Vielleicht kommen sich einige einfach veralbert vor, aber solang es gekennzeichnet ist und ihr euch nicht für Eure Kooperationen versteckt, sehe ich nicht, wo das Problem ist.

    Macht weiter so, ich würde euch auch lesen, wenn ihr Werbung für Klosteine oder Pflastersteine machen würdet, solang ihr dahinter steht ;-)
    Liebe Grüße <3 Henrike

  3. Ein sehr interessanter Beitrag, danke! Ich glaube, bei den „Werbe-Posts“ in der letzten Woche gab es zwei Probleme:
    Der Post über das Reisen mit der Bahn kam ziemlich direkt online, nachdem bei der Bahn mal wieder gestreikt wurde, was für jeden Bahnreisenden immer nervenaufreibend und einfach ätzend ist. In dem Zusammenhang wirkte der Bericht darüber, wie entspannt das Reisen mit der Bahn ist, einfach etwas „deplatziert“.
    Und der Bericht über die neue Cola war in ähnlicher Form in der letzten Woche auf einer Vielzahl von Blogs zu lesen, was bei mir persönlich immer für einen komischen Beigeschmack sorgt. Natürlich ist es völlig klar, dass gerade große Firmen nicht nur einen Blog ansprechen, aber wenn in meinem Feed nacheinander 5 Blogs auftauchen, die nahezu identische Beiträge über ein neues Produkt liefern, dann kommt eben ganz schnell der Eindruck auf, dass das alles nur noch Einheitsbrei ist.
    Mich persönlich stören gesponserte Posts an sich überhaupt nicht, ich finde es ABSOLUT in Ordnung und wichtig, dass ihr für eure Arbeit bezahlt werdet, ich finde es nur schade, wenn ich plötzlich auf einem Drittel der Blogs, die ich lese, mehr oder weniger dieselben Beiträge finde. Ich denke, das ist mit Verlust von Authentizität gemeint.
    Sorry für den langen Beitrag, aber ich hatte den Bahn-Post auch kritisch kommentiert und wollte deswegen was zu den Gründen schreiben :)
    LG!

    • Ja, das war letzte Woche wirklich zeitlich ungünstig gelegt, das konnten wir aber leider nicht ändern. Ich finde es auch immer am schönsten, wenn individuelle Kooperationen gemacht werden, hinter denen keine große Kampagne steht und die dadurch nicht auf mehreren Blogs auftauchen. Aber da sind die meisten Marken einfach noch nicht bereit dafür und es erfordert sehr viel mehr Arbeit und Kommunikation. Meistens läuft Werbung eben im Rahmen einer Kampagne über eine Agentur und taucht deshalb auf mehreren Medien auf.

      • Liebe Milena,

        deine Aussage „das konnten wir aber leider nicht ändern“ spricht genau das Problem von Kooperationen an. Ihr könnt bei „Werbung“ dann halt doch nur sehr bedingt mitgestalten. Der Grundtenor muss eben immer positiv bleiben. Und gerade bei euren letzten zwei Beispielen gab es für diesen positiven Grundtenor keinen objektiven Grund. Und für Journalismus muss es doch ein bisschen mehr sein als „Ich liebeliebeliebe Cola“ und schreibe deshalb über Cola.

  4. Ich finde eigentlich, dass oft solche Kommentare 0815 sind. Die bei offensichtlicher Werbung gleich ma sowas drunter zu schreiben und hauptsache mal die Authentizitäts-Karte gespielt.

    Umgekehrt habe ich aber auch den Eindruck, dass man erst, wenn man Kooperationen hat, als „richtiger“ Blog wahrgenommen wird und dann Leser dazu bekommt. Ich finde, ihr könnt stolz darauf sein, so eine Marke gemacht zu haben, und so viele Anfragen zu bekommen, dass ihr es als „job“ sehen könnt. Ich bin eine sehr regelmäßige Leserin eures Blogs – mir persönlich wurde ein Beitrag pro Tag auch reichen, ich finde bei euch ist es aber noch im Rahmen. Ich habe auch schon große Blogs aus meinem Bloglovin Feed raus, weil mir die Masse an Posts pro Tag von einfach zu viel war. Da hat jeder aber auch einen persönlichen Geschmack. Liebe Grüße und weiterhin viel Erfolg! *thea

  5. Hallo!
    Der Blog ist euer Job. Also müsst ihr damit Geld verdienen. ich muss ehrlich zugeben, der Coca Cola Post hat mich auch etwas verwundert, weil er irgendwie so gar nicht zu euren anderen Inhalten gepasst hat. Was aber auch nicht negativ war, nur vielleicht auch ein Grund, dass es vielen Lesern diesmal aufgefallen ist.
    Unehrlich ist tatsächlich ein großer Krampf wenn das jemand sagt. Vor allem weil ihr normalerweise immer schon am Anfang des Artikel klar stellt, dass an euch herangetreten wurde, oder dass ihr etwas zur Verfügung gestellt bekommen habt. Und so what? Wenn ich einen Blog hätte, ich würde mich freuen, wenn ich die Reichweite hätte, dass ich sogar bezahlt werde, über etwas zu schreiben.
    Ich finde es gibt Grenzen wo Kooperationen in schamlose Werbung ausarten. Aber davon seit ihr wirklich meilenweit entfernt.
    Ich les eure Artikel trotz „Werbung“ gerne und bin so auch schon auf Produkte aufmerksam geworden, wo ich wirklich froh darüber bin. Sonst hätte ich mich wahrscheinlich noch Jahrelang durch Tagescremes getestet…

    Liebe Grüße!

  6. Vielen Dank für diesen schönen und ehrlichen Post. – Ich denke auch, die Wahl der Kooperationspartner und die Inhalte des Posts sind eigentlich Kritierium für Un/Ehrlichkeit eines Blogs, dass es prinzipiell Kooperationen gibt, finde ich als Bloggerin wie Leserin hilfreich, um überhaupt eine Vielzahl von Eindrücken zu erhalten, die ich mir ja meist über ein Produkt von mehreren Quellen hole, die Chance habe über Kommentar auch Fragen zu stellen, wenn mich etwas spezifisches interessiert…

    Auch was zum Blog passt und was nicht… ist doch eben auch eine persönliche Entscheidung. Ich habe mich mal entschlossen einen Post zu Nasenduschen und Salzen zu machen… und bekam Kritik dazu, es passe nicht zum Blog, es wäre lächerlich gewesen… dabei war es um ehrlich zu sein einer der authentischsten Posts… ich habe selbst jahrelang eine Nasennebenhöhlenentzündung und fand die Produkte toll, nutzte sie selbst seit Jahren… und hab darüber geschrieben… Lustig… wie etwas Persönliches in dem Moment fälschlich als kommerziell gewertet wird.

    Ich denke, aufmerksame Leser merken, ob ein Autor oder ein Artikel authentisch sind. Und manchmal ist es ja sogar gut, neutral zu schreiben… Nur weil mir etwas überhaupt nicht gefällt, mag es für jemand anderen mit anderen Wünschen, Vorlieben und Zielen genau das Richtige sein… die Gradwanderung dazwischen ist doch wichtig… Persönlich und trotzdem nicht nur blind subjektiv eingefärbt.

    Alles Liebe!

    • Es kommt häufiger als gedacht vor, dass unbezahlte Dinge und Meinungen als Werbung vermeintlich entlarvt werden – einigen scheint das Spaß zu machen, die kleinen Verschwörungstheorien hinter Blogs zu spinnen :)

  7. Wie ihr ganz richtig sagt, gehören Kooperationen und Werbung dazu und das ist gut so!
    Ich lese Blogs, um auf bestimmte Produkte, Tipps, Orte aufmerksam gemacht zu werden und mir Inspiration zu holen (die ja häufig mit dem Kauf bestimmter Dinge zusammenhängt…)
    Allerdings wird es wirklich langweilig, wenn auf vielen Blogs zeitgleich über ein und dasselbe Produkt, Hotel oder was auch immer berichtet wird.
    Bei dem Post über das Reisen mit der Deutschen Bahn hatte ich auch das Gefühl, dass er irgendwie fehl am Platz auf dieser Seite ist (von dem Zeitpunkt vor den Streiks und den negativen Erfahrungen als treuer Bahnkunde ganz abgesehen) Aber darüber kann man auch mal schmunzeln.

  8. Ihr Lieben, ich dachte eigentlich, dass jedem mittlerweile klar sein müsste, dass auch (Vollzeit-)Blogger essen und leben und irgendwo wohnen müssen. Es ist sehr traurig, dass noch nicht erkannt wird, dass dies kein kleines Hobby mehr für viele ist. Ich mache mein Blog neben meinem Vollzeit-Beruf und es ist manchmal eine echte Zerreiss-Probe. Somit bin ich dankbar für jede Koopeation, die es mir möglich macht, auch ein wenig Geld mit meinem Blog zu verdienen.
    Ich finde euch sehr authentisch. Macht genau so weiter!
    Liebst, Bina

  9. Mir ist klar, dass Kooperationen notwendig sind. Trotz diesem Artikel stehe ich zu meiner Kritik, die ich am Colapost geäußert habe und bin nun etwas verdutzt, dass dieser Post erscheint. Ihr habt mehrmals erwähnt, dass ihr hinter euren Artikeln steht, warum dann die Rechtfertigung?
    Und gut geäußerte Kritik von euren Lesern sorgt doch auch für Entwicklung. Das ist bestimmt nicht auf persönlicher Ebene gemeint, wie ‚ihr seid nicht authentisch‘. Gerade ihr seid meiner Meinung nach authentisch.
    Ich denke, dass ihr gut geübte Kritik einfach annehmen solltet und bösartige Kritik kann man eh vergessen.
    Ich fühle mich jetzt irgendwie in meiner Kritik zu eurem Colapost falsch verstanden und frage mich, ob zu solchen etwas ‚heikleren‘ Themen Kritik nun erwünscht ist oder nicht.
    Liebe Grüße

    • Liebe Kristina,
      keinesfalls. Wir sind sehr dankbar für gut geübte Kritik und wie bereits unter dem Coca Cola Post geschrieben, konnte ich deine Anmerkung total verstehen. Wir wollten nur nochmal – nachdem so viele Kommentare dazu kamen – darauf reagieren. Konstruktive Kritik hilft immer sich zu hinterfragen, Dinge zu ändern und neu zu reflektieren, deine Kritik zähle ich dazu. Liebe Grüße!

    • Genau, es kamen jetzt so viele Kommentare zum Thema, dass wir es gerne nochmal aufgreifen wollten. Wir freuen uns aber wirklich immer über konstruktive und intelligente Kritik!

  10. Endlich sagt ihr was! Nach den Kommentaren der letzten Woche hatte ich selbst schon einen langen Kommentar unter den Cola-post geschrieben, ihn dann aber wieder gelöscht, weil ich dachte, ihr solltet besser selbst dazu Stellung nehmen – und da passiert es auch schon. Wenn ich Zeitschriften lese, überblättere ich die Werbung, wenn sie mich nicht interessiert oder anspricht. Bei Euch hingegen weiß ich, dass Eure Meinung zum Produkt Euren persönlichen Eindruck widergibt, in sofern ist es deutlich MEHR als nur eine Werbung, die einzig und allein darauf abzielt, ein Produkt zu verkaufen. Nur weil ihr für eine Meinungsäußerung Geld verdient, heißt das noch lange nicht, dass ihr Eure MEINUNG verkauft habt – was Euren Beiträgen, die ja oftmals durchaus kritisch sind, deutlich anzumerken ist. Ein blog, der ansonsten – wie Eurer – überzeugt, wird nicht dadurch schlechter und unauthentischer, dass ihr was damit verdient. Also: weiter so!

  11. Wie mans macht, macht mans falsch! Ich finde man muss sich dafür auch gar nicht rechtfertigen. Ich habe das Gefühl, dass jeder Blog im Laufe der Zeit dieses Thema aufgreift und sich rechtfertigt bzw. sich dazu gezwungen fühlt sich zu rechtfertigen. Das muss doch eigentlich gar nicht sein (Ich sehe mich auch schon in der Position, haha! Mal sehen wann es kommt).

    Ist doch klar, dass man mittlerweile damit Geld verdient und auch klar, dass man ohne die Einnahmen das ganze nicht machen könnte. Werbung machen Mode/Lifestyle Blogs ja sowieso, war schon immer so. Egal ob bezahlt oder unbezahlt. Solange die Meinung die gleiche bleibt. Ich weiß wie viel Arbeit und Zeit ihr in euren Blog steckt – das darf natürlich auch entlohnt werden! Aber wie bereits gesagt, Deutschland hinkt da mal wieder ein wenig hinterher. In den USA scheint das kein Problem zu sein. Aber man dreht sich ja eh im Kreis. Bitte macht einfach so weiter wie bisher :)
    Liebe Grüße, Fiona

  12. Da ist man mal eine Woche nicht online und dann sowas – Bloggen ist sooo viel Arbeit, gerade wenn man wie ihr JEDEN Tag mehrmals mit Content online geht, der interessant sein soll und gleichzeitig nicht dem Einheitsbrei entspricht und ich finde das gelingt euch bisher gut. Verfolgt man große Beauty Blogs in UK, dann sieht man ganz schnell dass das auch anders aussehen kann: jeder schreibt über das selbe neue Produkt, alles PR Samples, alle schreiben irgendwie das selbe… sowas nervt klar. Ich finde eure Leserschaft toll, man muss hier nur die Kommentare lesen und ich kann mich eigentlich nur anschließen. Niemand beschwert sich über die Werbung in Print Medien, die es wahrscheinlich nicht geben würde, wenn sie keine Werbung schalten würden.

    Ihr schafft hier mit dem Blog eine wunderbare Inspirationsquelle für so viele Themen fernab vom Mainstream und das sehen ganz ganz viele auch so! Weiter so Mädels!

  13. Bemerkenswert ehrlicher Beitrag zu diesem Thema. Bravo! Ich muss gestehen, dass ich amazed generell sehr transparent und authentisch finde und auch für mich sind die beiden gesponsorten Posts (Bahn und Cola) nicht wirklich im Einklang mit den hier üblichen Themen, dennoch: hier herrscht ein angenehmes Diskussionsklima und ein toller Umgang mit Themen und Lesern. Werbung ist doch absolut ok, wenn sie gekennzeichnet ist und nicht zu oft vorkommt.

  14. dito. auch ich fand den bahn beitrag bemerkenswert positiv unter den aktuellen, aber auch sonstigen gegebenen zuständen. das hat mir schon aufgestoßen, echt. da wäre mir egal gewesen, was die bahn mir zahlt. nein nein.
    aber im grunde ist es ja schön, wenn wenigstens ein paar kunden der db zufrieden sind ;)
    ansonsten finde ich gekennzeichnete werbung auf blogs wirklich absolut in ordnung,
    wer was ehrlich gut findet, kann das doch total gerne teilen.

    mir ist halt wichtig, dass sowohl leser als auch blogger sich immer wieder kritisch hinterfragen,
    ganz egal, in welchem land man sich befindet, ob es da nun gang und gebe ist oder nicht.
    man macht dann doch ab und zu kleine kompromisse, die vielleicht zur selbstverständlichkeit werden,
    das hab ich auf so vielen blogs betrauert. da weiß man dann eben nicht mehr über die authentizität.
    bei euch bin ich mir aber ziemlich sicher, dass ihr euch treu bleibt :)

  15. Dass ihr Geld verdienen müsst, ist klar. Dass das durch Kooperationen und Werbung möglich ist, auch. Ich möchte gerne einmal das Thema Transparenz ansprechen.

    Es gab bereits Posts bzw. wurden Produkte von euch vorgestellt, bei denen ich mir nicht ganz sicher war, ob ihr sie euch gekauft habt oder ob man sie euch geschenkt hat (als Tausch für eine Post, etc.).

    Da gab es dann irgendwo im Text Formulierungen wie „dank XY bin ich nun im Besitz von …“, „wurde uns geschickt“, „durfte ich mir aussuchen“. Das hat mich skeptisch gemacht. Vielleicht täuscht mich mein Gefühl auch.

    Wie gesagt: Ich lese euren Blog sehr gerne, finde euch toll und gönne euch euren Erfolg. Ihr habt es verdient. Dass ihr Produkte, Reisen, Services, wasauchimmer zur Verfügung gestellt bekommt und im Gegenzug Platz findet für die Erwähnung der Marke auf eurem Blog, finde ich nicht schlimm. Dass ich als Leser darüber nicht via „Sponsored“ in der Headline oder als Tag im Footer in Kenntnis gesetzt werde, finde ich jedoch ein bisschen schade.

    • Liebe Katharina,
      Wir kennzeichnen jeden Beitrag, für den wir Geld bekommen haben. Was Produkte angeht, ist es bei einem Blog unserer Größe so, dass man fast schon überflutet wird mit Klamotten und vor allem Beautyprodukten. Zur Transparenz: Wenn uns hier etwas zugeschickt wird, das uns gefällt, oder wir uns etwas aussuchen dürfen und es in einem Post zeigen, erwähnen wir beispielsweise mit den von dir genannten Formulierungen im Text, dass wir das Teil bekommen haben.

  16. Ein Thema das immer wieder aktuell ist. Auch ich habe auf meinem Blog schon darüber geschrieben.
    Wie du oben schon sagst, wir Blogger stecken viel Zeit und Energie in unsere Babys. Machen uns Gedanken, worüber wir berichten können, welche revolutionäre Gesichten können wir unseren Lesern bringen, schießen Fotos und, und, und. Manchmal feile ich ewig an einem Post rum, bin auf das Endergebnis mega stolz und dann bekommt man wiedermal von einem Lese eine verpasst. Über seine abonnierte Zeitschrift, die Rand voll ist mit Werbung, regt man sich doch auch nicht auf. Also warum bekommen es immer die Blogger ab. Zeitschriften und Zeitungen könnten ohne Werbung auch nicht überleben.

    Ich bin überzeugt, es steckt auch viel Neid und Missgunst hinter diesen Vorwürfen.
    Lieben Gruß Cla

  17. Nachdem ich mich unter dem Cola Posting auch kurz zu dem Thema geäußert hab, schreib ich hier auch nochmal was dazu: Ich persönlich habe da einfach ein Stück weit ein Problem mit dem System. Ihr seid, nebenbei bemerkt, auch der einzige kommerzielle Modeblog, den ich noch regelmäßig lese ;), insofern seid ihr für mich ganz klar ein Beispiel dafür, wie kommerzielles Bloggen im besten Falle aussehen kann, und niemals das Gegenteil.
    Ich bin absolut davon ausgegangen, dass ihr bei der Auswahl eurer Kooperationspartner und beim Verfassen eurer Berichte auch über geschenkte Sachen ehrlich und sorgfältig vorgeht. Aber Objektivität und Geschenke ist an sich ein schwieriges Feld, ich bin ein wenig erstaunt, dass dieser Gesichtspunkt hier (auch in den Kommentaren) so gar nicht aufgegriffen wird. Wie gesagt, das ist nicht eure Schuld, aber das Thema an sich bietet Angriffsfläche, nicht nur für gelangweilte Internetnörgler (was hier an der einen oder anderen Stelle anklingt ;) ), Suzy Menkes (nicht deutsch) hat sich unter anderem auch dazu geäußert.
    Dann hatten einige ja geschrieben, dass für uns die Werbung hier nicht immer klar gekennzeichnet war. Das war nicht von euch beabsichtigt, und vielleicht auch einfach von uns übersehen, aber an der Stelle verschwimmen Werbung und Schleichwerbung ein Stück weit, und das wiederum macht für mich schon einen Unterschied, und ist nicht mehr mit „Werbung in Zeitschriften“ vergleichbar (was für mich ohnehin hinkt, aber das würde jetzt nur noch viel länger werden).
    Schließlich sehe zumindest ich auch oft einen qualitativen Unterschied zwischen gesponserten und nicht gesponserten Postings. Klar, vieles passt einfach wirklich perfekt, wie zB Antonia und Muubaa, aber so mancher „wir durften uns bei x was aussuchen“ Artikel kommt in Sachen Begeisterung niemals an die Artikel über lange gewünschtes ran. Ist ja völlig natürlich, aber als Leser findet man es schön, wenn da auch weiterhin das Verhältnis stimmt. Oder möchte vielleicht einfach mal sagen, dass man sowas durchaus wahrnimmt, ohne euch gleichzeitig vorschreiben zu wollen, worüber ihr schreiben dürft, und worüber nicht. Ich glaub übrigens auch, dass es bei Bahn und Cola nicht allein daran lag, dass die Postings bezahlt waren…
    Schließlich wollte ich euch auch nicht in so eine Rechtfertigungssituation bringen. aber umgekehrt ergibt sich die gleiche Situation für die Kommentierenden jetzt auch irgendwie, sind ja auch einige deutliche Schlagworte (teils in den Kommentaren) gefallen, und man hat das Gefühl, man würde sich dem irgendwie ergeben, wenn man nicht noch was dazu schreibt. Andererseits ist meiner Meinung nach auch gerade dieser Austausch der Sinn einer Kommentarfunktion, in diesem Sinne vielen Dank, dass ihr nochmal so ausführlich Stellung zu dem Thema genommen habt!

    • Liebe A, vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Wir möchten hier keinesfalls jemanden angreifen, außerdem finden wir es weiterhin großartig, dass unsere Leser so reflektiert und intelligent sind, ansonsten würde eine (wie ich finde ziemlich gute) Diskussion wie diese hier überhaupt nicht stattfinden können. Wir nehmen eure Kritik zu Herzen, werden sie zukünftig umsetzen und freuen uns, dass wir viele Leser mit unserem Beitrag gleichzeitig vielleicht etwas beruhigen konnten :).

    • Ich kann mich A. eigentlich in allen Punkten nur anschliessen. Ich bin persönlich aber jetzt einfach mal so frei, dass Geschenk und eine vollkommen objektive, neutrale Meinung nicht möglich sind, daher ist mir auch absolut wichtig zu wissen, was wurde gesponsert und was nicht. Viele Blogs meide ich daher zunehmend bzw. ganz, wenn ich das Gefühl bekomme, dass ich hinters Licht geführt werden soll. Ich hoffe, das passiert mir bei Euch nicht, denn viele Artikel finde ich wirklich spannend und ich mag Euren Mischmasch aus verschiedenen Typen, Looks, Ansichten und insbesondere die gute Prise München Tips :-). LG, Christina

  18. Super Artikel, aber leider wird es wohl ein umstrittenes Thema bleiben.
    Allerdings finde ich es eine gute Lösung bereits im Blogtitel und gleich zu Beginn des Artikels daraufhin zu weisen, dass es sich um Werbung handelt, dann kann der Leser ja nun wirklich frei entscheiden, ob er den Blogpost lesen möchte oder nicht! Er wird ja nicht gezwungen!

    Liebe Grüße
    Sarah

  19. Ja, diese böse Werbung. Ich beginne gerade erst mit bloggen (seit März 2015) und habe einige Affiliatelinks. Letzten Monat habe ich damit die Unsumme von 98 Cent verdient und konnte mir dafür 2,5 Brötchen kaufen. Wir Blogger sind aber auch einfach zu gierig.
    Entschuligt den Sarkasmus, aber die Diskussion über Werbung auf Blogs ist geradezu albern. Blogs werben wenigstens nur für Dinge, hinter denen sie stehen. Das ist bei jeder Frauenzeitschrift anders. Die nehmen alles rein, was Geld bringt und wir Leserinnen bezahlen auch noch für das Heft. Schaut euch mals die grossen Frauenzeitschriften, wie Vouge, Cosmopolitan usw. an. Die bestehen fast zur Hälfte aus offensichtlicher Werbung und der Rest ist versteckt gesponsert.
    Euer Blog ist klasse. Laßt euch von ein paar Kritiken nicht beirren.
    LG Karin

  20. Toller Artikel und ich finde ihr seid sehr transparent. Natürlich kann es auch daran liegen, dass ich selbst hauptberuflich blogge- und daher eine größere Akzeptanz in Sachen Kooperationen auf Blogs habe. Aber wir kennzeichnen immer alle und versuchen auch klar zu machen, dass wir trotz „Geschenke“, trotz einem gewissen Vorteil echt sind. Ich glaube, das auch solche Posts den Lesern eine große Hilfe sind, weil man manchmal durch Laptop an, Klick, Lesen und Laptop schließen vergisst, was hinter der Blogarbeit steckt. Also macht weiter so und man muss aber auch sagen, in Deutschland herrscht ein wenig die Einstellung: Wenn man was zu meckern findet, äußert man sich lieber. Das mag jetzt etwas platt klingen:Aber es fällt uns schwer, gute Worte zu finden … aber um so leichter ein flaues Bauchgefühl zu äußern;) Ich persönlich würde es toll finden, wenn man alle diese „gleichen Blogposts“ in einer Woche wirklich liest und dann schauen würde: Sind diese Texte wirklich alle gleich? Ich glaube, auch wenn 6 Blogger dieses Thema aufgreifen, werden wir 6 unterschiedliche Texte und Blickwinkel erhalten … wie toll das eigentlich ist, im Vergleich zu Magazinen, die eine Meinung haben- wird wohl oft einfach ja ignoriert. Jetzt bin ich still! ;)

    Liebe Grüße

  21. Ich lese hier seit Beginn mit, tauchte davor schon durch Amelies und Milenas Blogs und bin nach wie vor glücklich, hier meine Augen ihre Arbeit tun zu lassen.
    Euer Blog ist authentisch und unverkrampft und eine Oase im Sandmeer der Einförmigkeit.
    Ich vertraue eurem Instinkt und freue mich auf alles, was da noch kommt.
    Viele Grüße!

  22. […] hat ein paar sehr passende Worte zum Thema Werbung auf Blogs gefunden. Eine spannende Diskussion, die ihr hier lesen könnt. Outfit: Diese Palazzohose sieht SO gut an Antonia aus. Unbedingt öfter anziehen und die Skinny […]

  23. Ich mußte gerade ein bißchen schmunzeln, denn ich habe vor Kurzem von der anderen Seite Gedanken über dieses Thema gemacht…
    Was ich so gar nicht verstehen kann, daß es so schwer ist Andere einfach zu lassen, ich meine, wenn mich hier ein Artikel nicht interessiert, zwingt mich doch keiner ihn zu lesen?? Ich verstehe die Leute nicht, die Zeit haben, so böse herumzukritisieren. Vermutlich ist es Neid.
    Nicht rechtfertigen. Weitermachen.
    LG,
    Mel

  24. Ich muss gestehen, dass ich hier noch nicht so lange mitlese – doch ihr gehört zu den wenigen Mode- und Lifestyleblogs, die ich aktuell aktiv verfolge. Und das gerade, weil ich bisher nicht den Eindruck hatte, ihr wäret käuflich oder würdet oberflächlichen Journalismus betreiben.
    Fast immer, wenn ich hierher komme, finde ich einen Beitrag, der mich zum Nachdenken anregt, der mir in irgendeiner Form Mehrwert bietet und den ihr mir und all den anderen Menschen da draußen kostenlos zur Verfügung stellt. Und dafür bin ich euch dankbar.
    Dass das alles nicht ohne Werbung machbar ist, kann ich sehr gut nachvollziehen und ihr habt mein absolutes Verständnis dafür – auch, wenn ich die Wahl der Kooperationspartner nicht immer nachvollziehen kann. Ich finde es allerdings gut, dass dann über solche Dinge auch offen diskutiert werden kann und auch, dass ihr dezidiert (so wie hier) auf Anmerkungen und auch Kritik eingeht. Allerdings ist es für mich immer noch ein gravierender Unterschied, ob ich einfach unreflektierte Floskeln schreibe (sowohl auf der Verfasser- wie auch auf der Rezipientenseite), oder ob ich mich mit dem Thema ernsthaft auseinandersetze. Ich habe aber den Eindruck, dass hier ein wirklich guter Umgangston herrscht und dass ihr euch wirklich Gedanken über das macht, was ihr hier veröffentlicht.
    Und freue mich für euch, dass ihr so einem tollen Job nachgehen könnt. Ich bin fest überzeugt davon, dass ihr eure Arbeit gut macht und freue mich auf eure weiteren Artikel.

    Liebe Grüße
    Jenni

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