Outfit: Der Blusen-Effekt

28. August 2019 von in

Bluse – & other stories, Jeans – H&M (alt, ähnliche hier), Schuhe – Zara (ähnliche hier), Tasche – Kozha Numbers, Sonnenbrille – Ace & Tate, Ohrringe – Weekday, pinkes Band – Fitbit

Blusen und ich, das ist eine schwierige Geschichte, die ich euch hier schon erzählt habe. Jedesmal, wenn ich mir eine Bluse überstreife, fühle ich mich wie in der Mini-Playback-Show. Gerade noch war ich acht Jahre alt, mit der Bluse verschwinde ich in der Zauberkugel und komme als eine erwachsene Antonia heraus. Nur der Song, der fehlt.

Kein anderes Kleidungsstück macht mich gefühlstechnisch so alt und seriös, wie eine Bluse. Gleichzeitig bin ich nun mal nicht mehr süße acht Jahre alt, sondern ein gehöriges Stückchen älter. Trotzdem, irgendwie fühle ich mich so schnell wie eine Bankangestellte, dass ich meist nach einem Tag entscheide, Blusen und ich, das passt nicht. Dabei können lockere Exemplare doch so lässig aussehen, gar nicht so sehr nach seriösem Sparkassen-Talk, sondern viel mehr nach laissez-faire.

Inspiriert von meinen liebsten Stilikonen habe ich es also wieder einmal gewagt: Ich gebe der Bluse eine neue Chance. Schließlich sehen all diese Frauen in ihren lässig geknüpften Blusen und Hemden mit Jeans so stilvoll erwachsen, aber gleichzeitig zart aus. Das will ich auch. Also bestellte ich mir eine Bluse, in der Hoffnung, irgendwie 2 Prozent der Coolness abzubekommen. Geworden ist es ein Oversized-Schnitt mit Muster. Im Onlineshop sah es schwarz-weiß aus, tatsächlich sind es kleine Gänseblümchen.

Mein erster Impuls war es, dieses Muster grauenvoll zu finden, angezogen entschied ich mich doch dafür, den Gänseblümchen eine Chance zu geben. Sind ja auch schöne, liebliche Blumen, nicht? Außerdem wirkt die Bluse aus der Ferne schwarz-weiß, so dezent sind die gelben Pünktchen. Wichtig: lockere Ärmel, ein etwas tieferer Ausschnitt und ein übergroßer Schnitt. Alles andere ist dann doch zu bieder für mich.

Trotzdem holte mich der Blusen-Effekt ein: Zur Jeans kombiniert griff ich automatisch zu meinen Slingback-Pumps, statt Sneakern. Aber sagen wir’s mal so: Diesmal passt das Ganze ganz gut. Was meint ihr? Blusen eine Chance geben oder doch einfach bei Jeans & Tshirt bleiben?

 

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6 Antworten zu “Outfit: Der Blusen-Effekt”

  1. Sehr schönes Outfit! Ich habe mich schon immer gefragt, warum du so gut wie nie Blusen trägst – deine Geschichte damals hat es aber mehr als deutlich gemacht. Trotz deiner Erfahrungen würde ich Blusen definitiv nicht aufgeben, da man mit ihnen nicht viel falsch machen kann, wie dein Outfit beweist, denn es ist schick und lässig und modern zugleich – etwas, was man mit T-Shirts nicht immer erzielt ;)

  2. Hm, also. Mir gefällt das Outfit und ich denke, Blusen können eine schöne Abwechslung sein. Ich habe mir selber ein paar angeschafft und versuche die regelmäßig zu tragen. Aber Blusen haben auch ihre Tücken: Muster können schwierig sein – manchmal frage ich mich, welcher Irre sich da ausgetobt hat; dann das Material – Polyester möchte ich nicht tragen, Viskose rutscht durch die Gegend, Baumwolle knittert oder steht manchmal unschön ab; auch der Kragen kann – bei kurzhalsigen Menschen zum Beispiel – problematisch sein. Aber so lässig wie dein Outfit ist, gefällt es mir schon sehr gut.

    • <3 Danke!
      Du bringst es ganz gut auf den Punkt, Schnitt und Material sind gerade bei Blusen das A und O. Habe mir noch eine klassische Fair Fashion Bluse gekauft, mal sehen, ob ich die gut kombinieren kann :)

  3. Mir geht es ähnlich bei Blusen. Bei seriösen Anlässen wird mal eine herausgekramt, sonst streikt der kleine Rebel in mir. Mir gefällt diese sehr gut an dir, wirkt locker aber schick.

  4. […] Hier habe ich euch schon von meinem Blusen-Versuch erzählt, für den Herbst will ich das Experiment weiter ausprobieren. Ein schwarzes Oversized-Hemd oder eine boxy Bluse will ich zur hellen Mom-Jeans tragen. Dazu Sneaker oder Boots: Fertig ist mein lässiger Tageslook, der angezogener wirkt als jedes Tshirt. Ob ich so gut wie Jeanette Madsen aussehen werde? I doubt it. Aber ein Versuch ist es wert. […]

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