Ruhe statt Stress: Meine neue Workoutroutine mit Melissa Wood Health, Yoga und Laufen

27. Oktober 2021 von in

Ich war ja selbst erstaunt. Über mich, meine Ausdauer und vor allem Kontinuität. Selbst im Lockdown raffte ich mich drei- bis viermal die Woche auf und machte Sport. High-Intensity-Training im Wohnzimmer. Bis der Lockdown vorbei war. Und ich müde. Müde vom Daheimsein, müde vom einsamen Sporteln, müde vom sonstigen Nichtstun. Also warf ich mich ins Leben und machte alles, nur keinen Sport. Denn selbst meine liebste Sportgruppe hatte den Lockdown nicht überlebt. Ich versteh’s ja. Die wenigsten hatten durchgehalten, irgendwann kapituliert und nun wirklich keine Lust, bei Sonnenschein zu trainieren. Hallo Eiscafé, hallo Leben.

Und ich? Ich marschierte brav mit Pepe jeden Tag die 10.000 Schritte, nur das mit dem Sport, das ließ ich diesen Sommer bleiben. Ich ärgerte mich, denn bis Juni hatte ich meinen Sportplan brav eingehalten. Aber: Zwischen Tausenden von tollen Jobs und Aufträgen schien mir Sport nun wahrlich keine Option. Quetschte ich dann doch ein High-Intensity-Training rein, war ich danach gestresst. Der Kopf war zwar für eine Stunde frei, danach hetzte ich zwischen Dusche, Essen und Feierabend umher, dass der ganze Sport am Ende nur eines war: Stress. Von wegen Auszeit. Und dann passierte – richtig – nichts mehr.

Bis ich im September entschied, ich will wieder Sport machen. Nur anders. Denn Sport an sich ist für mich wichtig. Während mein Körper beim Sport gefordert und bewegt wird, freut sich auch mein Kopf. Nirgendwo kann ich besser abschalten, als beim Sport. Ich schlafe besser, bin ausgeglichener und fühle mich auch in meinem Körper wohler. Nur die Sache mit dem High-Intensity-Training, die wollte ich erstmal sein lassen. Was im ruhigen Lockdown gut funktioniert hat, ist für mich an Tagen, an denen mein Stresslevel extrem hoch ist, Gift: hektische, anstrengende Trainings mit lauter Musik. Ich brauche einen Ausgleich, Ruhe und Kraft statt Hetze und Stress. Und siehe da: Kaum war die Entscheidung gefallen, eine neue, andere Sportroutine zu entwickeln, fand ich zurück. Zu meiner Sportliebe, meinem guten Gefühl und jeder Menge Motivation.

Pilates & Yoga mit Melissa Wood Health

Ruhe statt Stress. Genau dieses Motto sollte meine neue Sportroutine haben. Der Sport sollte mich fordern, aber nicht mehr ausknocken. Er sollte mir gut tun, meine Muskeln trainieren und meinen Kopf entspannen. Und sich auch an stressigen Tagen gut anfühlen. Ebenfalls von Vorteil: ein Workout-Wochen-Plan. Ich liebe Pläne. Also sah ich mich um, nahm Abschied von Kayla Itsines & Co. und ließ mich anstecken: Vom Melissa Wood Health Hype. Die Trainings von Melissa Wood sind eine Mischung aus Pilates und Yoga, um die großen wie kleinen Muskeln des Körpers zu trainieren. Gebündelt werden die Trainings in einer App. Was ich an ihr liebe: Es gibt einen Wochenplan. Yes, jede Woche gibt es einen neuen Plan, den man einfach befolgen kann. Ob Montag, Freitag oder Sonntag: Für jeden Tag findet sich ein passendes Workout, die meisten dauern zwischen 15 und 30 Minuten. Perfekt für jeden Tag, perfekt für Faultiere wie mich, die ohne Plan das Workout dann doch schnell mal skippen.

Die Workouts von Melissa Wood sind anstrengend, aber angenehm. Ihre ruhige Stimme und der Yoga-Ein- wie Ausstieg lassen einen runterkommen und fokussieren. Bei diesen Trainings bin ich voll konzentriert, bei mir und meiner Atmung. Man braucht eigentlich nur eine Matte, Ankle Weights und ein Band. Auf YouTube finden sich ein paar Videos, ich habe jedoch die App. Mit dieser, die monatlich ungefähr 12 Euro kostet, kann man mit ihren Videos theoretisch stundenlang trainieren. Doch das ist gar nicht das Ziel von Melissa Wood. Sie sagt „Kontinuität ist der Schlüssel“. Deswegen gibt es selbst für stressige Tage schnelle 10 Minuten Workouts. Oder einfach eine Meditation. Hauptsache, man bewegt sich regelmäßig. Und ja, das tue ich. Jeden Morgen starte ich mit Melissa Wood Health in den Tag. Und ich fühle mich jetzt schon so viel besser.

Gewichte – Bala, Workoutset – Gilly Hicks

Yoga Stunden mit Urban Sports Club

Nachdem ich dank der Melissa Wood Health App meine Sportroutine zurückgewonnen habe, steht als nächstes auch der Auswärts-Sport wieder an. Denn auf Dauer alleine zu trainieren, ist eben nach knapp 1,5 Jahren doch irgendwie langweilig. Bei Urban Sports Club will ich in diesem Winter immer mal wieder Yoga Stunden besuchen. Mich in der Gruppe bewegen und meine Yoga-Praxis endlich wieder mehr ausbauen. Das letzte Mal war ich im Herbst 2019 in einer Yoga-Stunde. Das ist viel zu lange her, nicht wahr?

HIIT mit Pamela Reif

Ganz kann und will ich den Trainings von Pamela Reif nicht auf Wiedersehen sagen. Einmal: Weil ihre App auch einen Wochenplan hat. Und weil ich HIIT eigentlich liebe. Nur: Wenn ich die Workouts von Pamela Reif als einzige Option habe, bin ich gestresst. Also mische ich lieber hin und wieder mal eine halbe Stunde HIIT unter. Am besten an Tagen, an denen ich mehr Luft und Laune habe.

Bra und Tights – Gilly Hicks, Sneaker – Nike (das Chaos im Hintergrund nicht beachten -#lifewithadog)

Laufen für einen freien Kopf

Und dann kommen wir zum Sport, den ich liebe: Laufen. Ich laufe eigentlich wahnsinnig gerne. An der frischen Luft mit Podcasts im Ohr, es gibt wenig besseres. Mein Problem: Durch meine intensiven HIIT-Jahre schmerzt mein Sprunggelenk schnell mal. Richtige Schuhe und Salben haben bisher nichts gebracht, und so muss ich das Laufen immer mal wieder aussetzen. Diesen Herbst will ich aber versuchen, mindestens einmal die Woche zu laufen – neben meinen vielen langsamen Spaziergängen mit Pepe.

Und was für Sport könnt ihr empfehlen? Kennt ihr noch andere gute Programme?

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7 Antworten zu “Ruhe statt Stress: Meine neue Workoutroutine mit Melissa Wood Health, Yoga und Laufen”

  1. Liebe Antonia,

    vielen Dank Dir für deinen interessanten Beitrag. Ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht. Wenn ich viel zu tun habe (Arbeit, Haushalt, Besuch etc.) stresst mich „hektischer“ Sport noch umso mehr. Dann versuche ich mehr und mehr (es gelingt mir nicht immer…ach, dieser Perfektionsanspruch) ruhigere Dinge zu machen (Spazieren gehen, (Yin) Yoga oder Pilates. Wenn ich mehr Kontingent dafür habe, wird auch gerne mit Sydney Cummings (große Empfehlung Summertime fine 3.0) gesportelt. Vielen Dank Dir für den schönen Input. Ich glaube, dass diese Gedanken viele helfen könnten, die gerne etwas machen möchten, sich aber nicht noch mehr Stress aussetzen möchten.

    • Hi Julia,

      genau, ich mag stressigen Sport und er powert mich auch gerne aus, aber wenn ich gedanklich schon so gehetzt bin, tut mir dieser Sport nicht gut. Dann brauche ich Ruhe :) Syndey Cummings kenne ich noch gar nicht, das sehe ich mir auf jeden Fall an :)
      Und ja – auch positiver Stress ist eben am Ende Stress, deswegen muss man da auch echt auf sich und die eigenen Bedürfnisse hören :)
      Liebe Grüße!

  2. Hey Antonia, ich konnte deine Worte gut nachvollziehen. Mein 5x die Woche Workoutplan war im Lockdown kein Problem, sondern eine geschätzte Routine. Ich fühlte mich fit und gut und achtete so auf meine mentale und körperliche Gesundheit in einer sehr komplizierten Zeit. Aber nun sieht das Leben wieder anders aus und in meinen Alltag sind auch – glücklicherweise – wieder viele Verabredungen eingezogen. Ich denke dann oft: Letztes Jahr warst du jeden Tag spazieren und hast noch ein Workout gemacht, das hat dir so gut getan. Vergesse aber, dass ein Workout in den Kalender reingepresst nur Stress und Hektik erzeugt.
    Ich mache jetzt wieder einen Sydney Cummings Plan, aber nicht mit Woche 1-x mit einer bestimmten Zahl an Workouts sondern einfach der Reihe nach so wie es eben passt. Verabredet – kein Workout. Kränklich – kein Workout. Lust und Zeit – dann auf gehts.
    Liebe Grüße!

    • Das klingt nach einem fabelhaften Plan! Und ja, im Lockdown hatte man eben unendlich viel Zeit. Jetzt bin ich oft vom Alltag so erschöpft. Dein Plan klingt gut, daran halte ich mich auch :)

  3. Wundervoller Artikel und es tut gut zu wissen, dass auch andere den regelmäßigen Sport nicht immer durchziehen ;) MWH kenne ich schon länger, konnte mich nie durchringen die Workouts mal auszuprobieren und werde das jetzt definitiv mal tun. Danke für den schönen Einblick in deine abwechslungsreiche Sportroutine! LG, Mari

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