Safety first: Kupferball und Kupferkette

27. März 2017 von in

Kupferball, Kupferkette oder Gynefix, Kupferspirale – in Sachen natürliche Verhütung kommt man um das Metall nicht herum. Denn im Gegensatz zur Hormonspirale funktionieren Gynefix und Co. ganz hormonfrei, und das auch noch für bis zu fünf Jahre. Wenn man mich fragt, ist die Verhütung mit Kupfer die unkomplizierteste und bequemste Variante, weshalb ich schon seit Jahren großer Verfechter dieser Methode bin. Nachdem ich bis letzten Herbst fünf Jahre lang die Kupferkette Gynefix hatte, ließ ich meinen Körper erstmal durchatmen und widmete mich der natürlichen Verhütung mit NFP und Persona, was ich euch hier schon genauer erzählt habe. Mittlerweile habe ich mir wieder den Kupferball einsetzen lassen – was die Gründe dafür waren, wie meine Erfahrungen mit Kupferball & Gynefix sind und wie das Ganze eigentlich funktioniert, möchte ich euch heute erzählen.

Kupferball & Gynefix – wie funktioniert’s?

Nachdem ich nur mit Kupferball und Gynefix Erfahrungen habe, beschränke ich mich hier auf diese beiden Varianten, natürlich gibt es auch noch diverse Varianten der Kupferspirale und Co. Grundsätzlich funktioniert alles auf dieselbe Art und Weise: zum einen bildet das sogenannte Intrauterinpessar, was die Bezeichnung für all diese Varianten ist, einen Fremdkörper in der Gebärmutter, der schon an sich eine Befruchtung erschwert. Die Reaktion des Kupfers mit der Gebärmutterschleimhaut erzeugt außerdem Leukozyten und Prostaglandinen, die sowohl in der Gebärmutter als auch in den Eileitern die Spermienbewegung reduzieren. Der Kupferketten-Pearlindex liegt bei 0,1-0,5, zum noch neueren Kupferball habe ich dazu noch keine offiziellen Infos gefunden.
Die beiden Verhütungsmittel unterscheiden sich nur minimal: Die Kupferkette ist ein Faden mit mehreren Kupferperlen, der in der Gebärmutterschleimhaut verankert wird, der Kupferball ist ein Draht mit Kupferperlen, der sich beim Einlegen zu einem 3D-Ball formt und ohne Verankerung in der Gebärmutter sitzt. Beide Varianten kommen ohne Plastik oder Ecken und Kanten aus.

Wieso nun doch wieder Kupferball?

Nach wie vor bin ich 100% von der Sicherheit von NFP in Kombination mit Persona überzeugt. Der Grund, warum ich mir jetzt doch noch mal eine Kupfervariante habe einsetzen lassen, ist schlicht und einfach Bequemlichkeit. Solange es noch keine Temperatur-Wearables gibt, muss man für NFP jeden Morgen messen, was mit einem Kupfer-Verhütungsmittel wegfällt. Nach dem Einsetzen muss man fünf Jahre lang an absolut gar nichts mehr denken, solange man über die gesundheitliche Verfassung seines Sexualpartners Bescheid weiß – bei wechselnden Sexualpartnern ist zusätzliche Verhütung natürlich Pflicht. Will man schon früher Kinder bekommen, kann man sich Kupferball oder Kupferkette jederzeit entfernen lassen, der normale Zyklus wird davon nicht beeinflusst.
Weil ich gerne noch ein paar Jährchen warten möchte, habe ich beschlossen, mich nochmal zurückzulehnen und an gar nichts mehr denken zu müssen. Eine bequemere Verhütungsmethode gibt es tatsächlich nicht.

Sitz von Kupferball und Kupferspirale – Bilder via www.kupferspirale.info & www.verhueten-gynefix.de

Meine Erfahrungen mit Kupferkette & Kupferball

So schön das alles klingt – natürlich hat auch diese Verhütungsmethode einen Haken. Der ist allerdings klein und überschaubar: Das Einsetzen ist nicht gerade angenehm. Vor dem Einsetzen nimmt man eine Tablette, die den Muttermund ein kleines Stück öffnet, was mit leicht wehenartigen Schmerzen verbunden ist. Beim ersten Mal vor knapp sechs Jahren war das Ganze für mich kein Problem, diesmal fand das Einsetzen allerdings während der Periode statt (der beste Zeitpunkt für die perfekte Platzierung, damals war ich nur zu ungeduldig). Wenn zu den Periodenschmerzen noch leichte Wehen dazukommen, ist das nicht gerade der beste Tag der Welt. In der Badewanne und mit einer Schmerztablette habe ich aber auch das überstanden.
Beim Einsetzen an sich muss man dann die Zähne zusammenbeißen. Es sind zwei kurze Stiche, die man spürt, die danach gefolgt werden können von den typischen Periodenschmerzen, da die Gebärmutter gereizt wurde. In meiner Recherche unter Bekannten habe ich aber auch schon von Praxen gehört, die das Einsetzen unter Narkose machen oder die Gebärmutter mit einer Spritze betäuben – ich habe es jetzt zwei Mal ohne Betäubung hinter mich gebracht und lebe immer noch. Es gibt natürlich Schöneres, für die fünf Jahre Ruhe finde ich den Deal aber ziemlich gut.

Nach dem Einsetzen gönnt man seinem Geschlechtstrakt eine Woche komplette Ruhe, das heißt weder Tampons, noch irgendetwas anderes sollten in die Nähe kommen. In dieser ersten Woche gewöhnt sich der Körper an den Fremdkörper, was Periodenbauchschmerzen zur Folge haben kann. Ab dem achten Tag war bei mir aber alles seelenruhig und ich hatte diesmal bei der Kontrolluntersuchung nach fünf Wochen schon fast Angst, das Teil verloren zu haben, so wenig habe ich noch davon mitbekommen. Wer ohnehin schon unter einer starken und schmerzhaften Periode leidet, sollte sich eher nicht für die Kupfervarianten entscheiden, denn sie können die Periode verstärken. Da ich allgemein nie große Periodenprobleme hatte, hat sich auch hier für mich kaum etwas verändert. Diesmal ist die Periode bislang nur etwas stärker als sonst, der Zyklus aber unverändert. Bei der Kupferkette hatte ich im ersten halben Jahr ab und zu leichte Zwischenblutungen, nach einem halben Jahr hatte sich der Körper aber endgültig daran gewöhnt und alles war wie zuvor.

Risiken und Nebenwirkungen

Damit wären wir auch schon bei den negativen Begleiterscheinungen des Ganzen: Die Periode kann durch den Fremdkörper stärker werden als gewohnt, und auch die Periodenschmerzen können sich verschlimmern. Hier gibt es leider keine allgemeinen Prognosen, sondern es kommt ganz auf den Individualzustand und auch den Zufall an. Meiner Erfahrung nach gewöhnt sich der Körper allerdings tatsächlich im Laufe der ersten Monate an den Fremdkörper und alles pendelt sich wieder auf Normalniveau ein – mit der Gynefix habe ich nach ein paar Monaten gar keinen Unterschied mehr festgestellt. Wer allerdings ohnehin schon arg mit seiner Periode zu kämpfen hat, sollte sich das Risiko genau überlegen.

Unabhängig von der Ausgangslage können außerdem Entzündungen oder Verletzungen auftreten. Dieses Risiko ist bei den viel kleineren und flexibleren neuen Modellen wie Kupferball oder Kupferkette jedoch geringer als bei klassischen Spiralen, weshalb die neuen Modelle auch vor Schwangerschaften und selbst im Teenageralter eingesetzt werden. Ein kleines Risiko besteht natürlich, weshalb man seinen Körper vor allem in den Wochen nach dem Einsetzen genau beobachten und die richtige Lage lieber einmal zu häufig als einmal zu wenig überprüfen lassen sollte.

Zum Thema Kupfer im Körper gibt es unterschiedliche Meinungen – während einige schädliche Absonderungen befürchten, ist die Menge, die durch Kupferspirale und Co. an den Körper abgegeben wird, weitaus geringer als die, die man mit der Nahrung aufnimmt. In 40 Jahren Erfahrung mit Kupferverhütungsmethoden konnten noch keine schädlichen Folgen festgestellt, allerdings auch keine widerlegt werden.

Kupferball und Menstruationstasse?

Eine etwas seltsame Vorstellung war es für mich, zusätzlich Menstruationstassen zu verwenden, da sie ja ein Vakuum und Unterdruck bilden. Sowohl Frauenärzte als auch diverse Online-Recherchen betonen allerdings, dass hier absolut nichts passieren kann, da das Verhütungsmittel tiefer sitzt, als die Menstruationstasse je sitzen kann. Bei Unsicherheiten lässt man seinen Körper aber am besten erstmal ein paar Monate eingrooven, bis man dann unverkrampfter mit der Situation umgehen kann, und fragt natürlich im allerbesten Fall auch noch mal selbst den Arzt!

Und jetzt seid ihr dran – wie steht ihr zu den Kupferverhütungsmitteln? Habt ihr schon davon gehört, könnt ihr sie empfehlen oder ratet ihr ganz und gar davon ab? Ich freue mich auf eure Meinungen!

Bildquellen: Society6, Etsy, kupferball.de, kupferspirale.info, verhueten-gynefix.de

20 Antworten zu “Safety first: Kupferball und Kupferkette”

  1. Liebe Milena,
    toll, dass ihr auch solche Themen ansprecht! :)
    Ich habe mir vor einer Woche die Kupferspirale einsetzen lassen. Ich habe keine Kinder, mittlerweile gibt es auch kleine Spiralen, die für kinderlose Frauen super geeignet sind.
    Meine Ärztin hat empfohlen, dass ich mich am Tag der Einlage schone, danach könne ich alles machen, wonach ich mich fühle. Aber da gibt jeder Arzt andere Empfehlungen. Es waren am nächsten Tag auch alle Schmerzen verschwunden.
    Kupfer ist eine super Alternative und ich bin -wie du- überzeugt von dieser Methode!
    Liebe Grüße aus dem hohen Norden! :)

    • Ach cool, um klassische Spiralen habe ich bisher immer einen Bogen gemacht, aber ich kann mir schon vorstellen, dass es da mittlerweile auch kleinere und unkompliziertere Varianten gibt – danke für den Erfahrungsbericht!

  2. Liebe Milena, danke für diesen tollen Artikel! Ich hatte selbst 5 Jahre lang eine Kupferkette und werde wohl, aus den gleichen Gründen wie du, beim Kupfer bleiben. Allerdings bin ich davon ausgegangen, dass das Einsetzen des Kupferballes weniger schmerzhaft ist, da ja keine Verankerung benötigt wird. Konntest du beim Einsetzen einen Unterschied feststellen? Und noch eine Frage: Wie hast du einen guten Arzt gefunden? Es legen ja schon einige die Kette aber bei der Recherche zum Kupferball konnte ich nicht so viele finden. Vielleicht kennt auch jemand in Berlin einen guten Arzt, der das macht?

    • Liebe Christine, davon bin ich auch ausgegangen, allerdings gab es hier leider keinen großen Unterschied. Man ist in diesem Bereich einfach so empfindlich, dass jegliches Einsetzen eines Fremdkörpers unangenehm ist. Ich war aber am Tag des Einsetzens und am Tag davor besonders empfindlich, also kann ich da auch keine allgemeingültig Aussage geben – mein Arzt hat das eben auch ohne Betäubung gemacht, es gibt aber ja auch sehr viele, die zB mit einer Spritze betäuben. Mir wurde gesagt, dass das Kupferball Einlegen ähnlich ist wie das einer Spirale, und es deshalb mehr Ärzte machen als die Gynefix, die in der Gebärmutterhaut verankert werden muss und deshalb etwas mehr Übung braucht. Also ist es denke ich nicht schwer, auch in Berlin einen Arzt zu finden, der den Kupferball gut einsetzen kann!

  3. Liebe Milena,

    erstmal- ich finde es sehr gut, dass ihr mit dieser Artikelreihe auf unterschiedliche aktuelle Verhütungsmethoden abseits der Pille eingeht! Ich wollte vor ein paar Jahren, nachdem ich die Pille über 6 Jahre hinweg genommen hatte (und auch nie sonderlich gut vertrug), mir auch mal eine Auszeit von den Hormonen gönnen. Habe mir damals die Gynefix einsetzen lassen und hatte über drei Jahre absolut keine Probleme und war vollkommener Verfechter der Kupferkette. Bis da plötzlich zwei Striche auf dem Schwangerschaftstest waren. Ich habe mit unterschiedlichen Gynäkologen gesprochen, die es persönlich beide noch nicht erlebt hatten, aber scheinbar hat sich meine Gynefix still und heimlich verabschiedet. Meine Tochter ist jetzt 4 Monate alt und ich stehe natürlich wieder vor der schwierigen Entscheidung, wie es verhütungstechnisch weitergehen soll…
    Wenn man – wie ich- kein Freund von hormoneller Verhütung ist, allerdings auch das Vertrauen in Kupfer verloren hat, stellt sich das als ziemliches Problem heraus.
    Da bleibt nur zu hoffen, dass irgendwann unsere Gesellschaft bereit dafür und unsere Wirtschaft mutig genug dazu ist, die Möglichkeiten, auf Seiten des Mannes zu verhüten -die es ja bereits in unterschiedlichster Form gibt- allen Menschen zugänglich zu machen.

    Liebe Grüße

    • Puh, danke für diesen Erfahrungsbericht! Dieses Risiko muss einem natürlich bewusst sein, für mich wäre es nach wie vor kein Weltuntergang, schwanger zu werden, wenn ich es mir aussuchen kann möchte ich aber noch ein paar Jahre warten. Was ich mir aber nie vorstellen kann: merkt man wirklich gar nichts davon, wenn sich die Kupferkette löst? Leider muss man die Kontrollen ja selbst zahlen, trotzdem ist dann wohl eine regelmäßigere Kontrolle zu empfehlen bei Kupferkette und -Ball…

      • Hey, ein kurzes Update meinerseits, ich dachte, das interessiert dich vielleicht.
        Ich war heute bei meiner Gynäkologin um mir die Hormonspirale einsetzen zu lassen und habe vorher darauf bestanden, nochmal einen Ultraschall durchzuführen um sicherzugehen, dass die Gynefix nicht noch irgendwo rumbollert…tja, gut, dass das gemacht wurde, auf dem Schall meinte sie nämlich einzelne Kupfersegmente erkennen zu können, die in der Gebärmutterwand liegen. Das muss jetzt in einer kleinen ambulanten OP mit Vollnarkose entfernt werden. Daher sieht es wohl so aus, dass man sie tatsächlich nicht so leicht unbemerkt verliert (was mich auch schon sehr gewundert hätte), aber ja, ich würde auf jeden Fall empfehlen, alle 6 Monate schallen zu lassen, ob noch alles so sitzt, wie es soll. Denn sollte sie sich lösen, aber nicht abgehen, besteht natürlich immer die Gefahr, dass es in der Schwangerschaft zu Komplikationen kommt. War bei mir zum Glück nicht der Fall, aber Vorsicht ist auf jeden Fall besser als Nachsicht.

        • Liebe Lara, puh, das klingt ja gar nicht gut. Einzelne Kupferperlen der Gynefix, oder was ist mit Kupfersegmenten gemeint?
          Alles Gute dir für die Operation!

    • Haha bei mir wars genauso, 4,5 Jahre hatte ich die Kupferkette drinnen und dann war ich auch schwanger weil sie auf einmal weg war :D
      War damals erst 2 Monate mit meinem Freund zusammen, aber es passt gottseidank super, unsere kleine Hannah ist jetzt 9 Wochen alt und mein Freund ist echt der beste Papa und Partner dens gibt und unterstützt mich wo er nur kann ;)

    • Haha bei mir wars genauso, 4,5 Jahre hatte ich die Kupferkette drinnen und dann war ich auch schwanger weil sie auf einmal weg war :D
      War damals erst 2 Monate mit meinem Freund zusammen, aber es passt gottseidank super, unsere kleine Hannah ist jetzt 9 Wochen alt und mein Freund ist echt der beste Papa und Partner dens gibt und unterstützt mich wo er nur kann ;)

  4. Vielen Dank für diesen interessanten Artikel. Ich habe im Januar die Pille abgesetzt, lasse meinem Körper gerade etwas Zeit sich wieder einzupendeln und stehe dann auch vor der großen Frage wie es ohne hormonelle Verhütung weitergehrt. Nach meiner ersten Recherche war ich von den Kupfervarianten vollkommen überzeugt. Mittlerweile hat sich aber etwas Zweifel dazugemischt. Meine Frauenärztin hat gesagt, dass sich in der Gebärmutter Ablagerungen sammeln könnten, die aber von auß so nicht nachweisbar wären und so die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können. Zwar möchte ich mir mit dem Kinderwunsch noch etwas Zeit lassen aber durch mein Verhütungsmittel unfruchbar werden – das wäre furchtbar. Hat noch jemand Erfahrungen mit solchen möglichen Konsequenzen gemacht?

    • Liebe Marie, wie du schon sagst gibt es leider keine nachweisbaren Aussagen zu diesem Thema. Ich persönlich bin mir dem Risiko bewusst, sehe aber in Hormonen mit dem sehr wohl nachweisbaren Thromboserisiko um nur eines zu nennen eine höhere Gefahr. Am aller gesündesten ist und bleibt einfach NFP plus Persona, vielleicht wäre das ja etwas für dich.
      Erfahrungsberichte würden mich hier aber natürlich auch sehr interessieren!

  5. Ich hatte ne Gynefix, diese unbemerkt nach 3.5 Jahren tragezeit verloren. Alle Kontrolltermine hatte ich eingehalten. Bin dadurch ungewollt schwanger geworden. Hab mir jetzt wieder eine Gynefix geholt, weil halt jedes Verhütungsmittel Versagen kann

  6. Vielen Dank für diesen Artikel!
    Ich hatte – nach zwei Schwangerschaften – eine „klassische“ Spirale. Die Schmerzen beim Einsetzen fand ich persönlich völlig erträglich, aber das ist wohl Typfrage. Die Spirale konnte ich sogar selbst ertasten, heimliches Verabschieden war also auch ausgeschlossen. Bin absoluter Verfechter von Kupfer, so NFP nicht infrage kommt. Und gebe zu bedenken, dass jahrelanges Hormonfeuer auf den Körper dem späteren Kinderwunsch u. U. noch abträglicher ist als Kupferrückstände. So die bisweilen ernüchternde Erkenntnis im Freundeskreis…

  7. Liebe Milena,

    danke für den Artikel. Ich finde es sehr wichtig, dass Frauen sich über sichere Verhütungsmethoden abseits von Hormonen informieren können!

    Ich selbst habe mir drei Mal eine Kupferkette und einmal eine Kupferspirale einsetzen lassen. (Die Kupferspirale musste ich mir wieder entfernen lassen, da ich Schmerzen beim Sitzen hatte. Das passiert allerdings äußerst selten!) Du schriebst, dass du ein Medikament einnehmen solltest, dass den Muttermund weitet. Dieses Mittel wird allerdings nicht von jedem Arzt verschrieben. Ich habe es nur bei einem von den vier Einlagen genommen und ich fand es furchtbar. Die ersten zwei Einlagen verliefen so gut wie schmerzfrei. Es war nicht besonders angenehm, aber wirklich weh getan hat es fast gar nicht. Dann war ich bei einem anderen Arzt, der mit die Tablette gab. Damit hatte ich allerdings solche Schmerzen, dass ich fast den ganzen Tag nicht laufen konnte. Deswegen bin ich bei der vierten wieder bei meinem alten Arzt. Er sagte, dass diese Tablette die Arbeit für den Arzt unwesentlich erleichtert, die Frauen dadurch aber viel mehr leiden. Deswegen mache er das nicht mehr. Nach dem Einlegen bin ich vom Stuhl gehüpft und konnte danach eigentlich alles machen, was ich wollte.

    Bei der Gynefix ist es wichtig einen Arzt zu finden, der viel Erfahrung damit hat. Zum einen, ist das Einlegen dann weniger schmerzhaft und zum anderen braucht ein Arzt viel Erfahrung, um sie richtig zu verankern. Deswegen hat die Kette den Ruf, sich in den ersten Tagen häufig zu lösen. Ich war übrigens in der „Praxisklinik Winterhude“ in Hamburg. Ich habe auch viele Freundinnen da hin vermittelt zum Einlegen der Kupferkette und habe bis jetzt keine negativen Kritiken gehört. Das war eine der ersten Kliniken in Deutschland, die die Kupferkette eingesetzt hat.

    Zur Veränderung der Periode kann ich vielleicht auch etwas erzählen. Bei mir ist sie kurz nach dem ersten einsetzen schwächer geworden. Nach ein paar Jahren dann immer stärker. Deswegen habe ich dann auch eine Pause davon gemacht und Hormone ausprobiert (nie wieder. Es war furchtbar!). Jetzt nach dem erneuten Einsetzen ist meine Periode wieder weniger und kaum schmerzhaft.

    Sehr interessant finde ich, was du über den Kupferball schreibst. Vielleicht kommt das bei mir als nächstes :)

    Viele Grüße,
    Tabea

    • Liebe Tabea, vielen Dank für deine Erfahrungen! Ich habe auch das Gefühl, dass das Einlegen zB auch nicht während der Periode und vielleicht auch nicht mit der Tablette sein muss, beides macht einen viel empfindlicher und bei mir klappte das Einlegen der Gynefix ja auch, als ich nicht meine Tage hatte. Auch das Thema Betäubung ist wohl von Arzt zu Arzt verschieden, den richtigen mit genug Erfahrung zu finden ist auf jeden Fall das Wichtigste. Vielen Dank für deinen Tipp! In München habe ich noch keine Praxis gefunden, die man 100% empfehlen kann, aber vielleicht hat ja sonst noch jemand einen Tipp.

      • Hallo Milena!
        Ich war heute in München bei Fr.Dr. Dagdelen. Sie legt den Kupferball. Ich wollte mir nämlich die Gynefix legen lassen (die ich schon mal hatte), aber meine Gebärmutterwand ist zu dünn. Warum die andere Gynäkologin in Frankfurt sie mir 2007 gelegt hat, ist mir ein Rätsel, aber es ist alles gut gegangen. Jedenfalls legt sie mir während meiner nächsten Periode den Ball. Bin gespannt!
        LG Simone

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