Safety first: Kupferball und Kupferkette

27. März 2017 von in

Kupferball, Kupferkette oder Gynefix, Kupferspirale – in Sachen natürliche Verhütung kommt man um das Metall nicht herum. Denn im Gegensatz zur Hormonspirale funktionieren Gynefix und Co. ganz hormonfrei, und das auch noch für bis zu fünf Jahre. Wenn man mich fragt, ist die Verhütung mit Kupfer die unkomplizierteste und bequemste Variante, weshalb ich schon seit Jahren großer Verfechter dieser Methode bin. Nachdem ich bis letzten Herbst fünf Jahre lang die Kupferkette Gynefix hatte, ließ ich meinen Körper erstmal durchatmen und widmete mich der natürlichen Verhütung mit NFP und Persona, was ich euch hier schon genauer erzählt habe. Mittlerweile habe ich mir wieder den Kupferball einsetzen lassen – was die Gründe dafür waren, wie meine Erfahrungen mit Kupferball & Gynefix sind und wie das Ganze eigentlich funktioniert, möchte ich euch heute erzählen.

Kupferball & Gynefix – wie funktioniert’s?

Nachdem ich nur mit Kupferball und Gynefix Erfahrungen habe, beschränke ich mich hier auf diese beiden Varianten, natürlich gibt es auch noch diverse Varianten der Kupferspirale und Co. Grundsätzlich funktioniert alles auf dieselbe Art und Weise: zum einen bildet das sogenannte Intrauterinpessar, was die Bezeichnung für all diese Varianten ist, einen Fremdkörper in der Gebärmutter, der schon an sich eine Befruchtung erschwert. Die Reaktion des Kupfers mit der Gebärmutterschleimhaut erzeugt außerdem Leukozyten und Prostaglandinen, die sowohl in der Gebärmutter als auch in den Eileitern die Spermienbewegung reduzieren. Der Kupferketten-Pearlindex liegt bei 0,1-0,5, zum noch neueren Kupferball habe ich dazu noch keine offiziellen Infos gefunden.
Die beiden Verhütungsmittel unterscheiden sich nur minimal: Die Kupferkette ist ein Faden mit mehreren Kupferperlen, der in der Gebärmutterschleimhaut verankert wird, der Kupferball ist ein Draht mit Kupferperlen, der sich beim Einlegen zu einem 3D-Ball formt und ohne Verankerung in der Gebärmutter sitzt. Beide Varianten kommen ohne Plastik oder Ecken und Kanten aus.

Wieso nun doch wieder Kupferball?

Nach wie vor bin ich 100% von der Sicherheit von NFP in Kombination mit Persona überzeugt. Der Grund, warum ich mir jetzt doch noch mal eine Kupfervariante habe einsetzen lassen, ist schlicht und einfach Bequemlichkeit. Solange es noch keine Temperatur-Wearables gibt, muss man für NFP jeden Morgen messen, was mit einem Kupfer-Verhütungsmittel wegfällt. Nach dem Einsetzen muss man fünf Jahre lang an absolut gar nichts mehr denken, solange man über die gesundheitliche Verfassung seines Sexualpartners Bescheid weiß – bei wechselnden Sexualpartnern ist zusätzliche Verhütung natürlich Pflicht. Will man schon früher Kinder bekommen, kann man sich Kupferball oder Kupferkette jederzeit entfernen lassen, der normale Zyklus wird davon nicht beeinflusst.
Weil ich gerne noch ein paar Jährchen warten möchte, habe ich beschlossen, mich nochmal zurückzulehnen und an gar nichts mehr denken zu müssen. Eine bequemere Verhütungsmethode gibt es tatsächlich nicht.

Sitz von Kupferball und Kupferspirale – Bilder via www.kupferspirale.info & www.verhueten-gynefix.de

Meine Erfahrungen mit Kupferkette & Kupferball

So schön das alles klingt – natürlich hat auch diese Verhütungsmethode einen Haken. Der ist allerdings klein und überschaubar: Das Einsetzen ist nicht gerade angenehm. Vor dem Einsetzen nimmt man eine Tablette, die den Muttermund ein kleines Stück öffnet, was mit leicht wehenartigen Schmerzen verbunden ist. Beim ersten Mal vor knapp sechs Jahren war das Ganze für mich kein Problem, diesmal fand das Einsetzen allerdings während der Periode statt (der beste Zeitpunkt für die perfekte Platzierung, damals war ich nur zu ungeduldig). Wenn zu den Periodenschmerzen noch leichte Wehen dazukommen, ist das nicht gerade der beste Tag der Welt. In der Badewanne und mit einer Schmerztablette habe ich aber auch das überstanden.
Beim Einsetzen an sich muss man dann die Zähne zusammenbeißen. Es sind zwei kurze Stiche, die man spürt, die danach gefolgt werden können von den typischen Periodenschmerzen, da die Gebärmutter gereizt wurde. In meiner Recherche unter Bekannten habe ich aber auch schon von Praxen gehört, die das Einsetzen unter Narkose machen oder die Gebärmutter mit einer Spritze betäuben – ich habe es jetzt zwei Mal ohne Betäubung hinter mich gebracht und lebe immer noch. Es gibt natürlich Schöneres, für die fünf Jahre Ruhe finde ich den Deal aber ziemlich gut.

Nach dem Einsetzen gönnt man seinem Geschlechtstrakt eine Woche komplette Ruhe, das heißt weder Tampons, noch irgendetwas anderes sollten in die Nähe kommen. In dieser ersten Woche gewöhnt sich der Körper an den Fremdkörper, was Periodenbauchschmerzen zur Folge haben kann. Ab dem achten Tag war bei mir aber alles seelenruhig und ich hatte diesmal bei der Kontrolluntersuchung nach fünf Wochen schon fast Angst, das Teil verloren zu haben, so wenig habe ich noch davon mitbekommen. Wer ohnehin schon unter einer starken und schmerzhaften Periode leidet, sollte sich eher nicht für die Kupfervarianten entscheiden, denn sie können die Periode verstärken. Da ich allgemein nie große Periodenprobleme hatte, hat sich auch hier für mich kaum etwas verändert. Diesmal ist die Periode bislang nur etwas stärker als sonst, der Zyklus aber unverändert. Bei der Kupferkette hatte ich im ersten halben Jahr ab und zu leichte Zwischenblutungen, nach einem halben Jahr hatte sich der Körper aber endgültig daran gewöhnt und alles war wie zuvor.

Risiken und Nebenwirkungen

Damit wären wir auch schon bei den negativen Begleiterscheinungen des Ganzen: Die Periode kann durch den Fremdkörper stärker werden als gewohnt, und auch die Periodenschmerzen können sich verschlimmern. Hier gibt es leider keine allgemeinen Prognosen, sondern es kommt ganz auf den Individualzustand und auch den Zufall an. Meiner Erfahrung nach gewöhnt sich der Körper allerdings tatsächlich im Laufe der ersten Monate an den Fremdkörper und alles pendelt sich wieder auf Normalniveau ein – mit der Gynefix habe ich nach ein paar Monaten gar keinen Unterschied mehr festgestellt. Wer allerdings ohnehin schon arg mit seiner Periode zu kämpfen hat, sollte sich das Risiko genau überlegen.

Unabhängig von der Ausgangslage können außerdem Entzündungen oder Verletzungen auftreten. Dieses Risiko ist bei den viel kleineren und flexibleren neuen Modellen wie Kupferball oder Kupferkette jedoch geringer als bei klassischen Spiralen, weshalb die neuen Modelle auch vor Schwangerschaften und selbst im Teenageralter eingesetzt werden. Ein kleines Risiko besteht natürlich, weshalb man seinen Körper vor allem in den Wochen nach dem Einsetzen genau beobachten und die richtige Lage lieber einmal zu häufig als einmal zu wenig überprüfen lassen sollte.

Zum Thema Kupfer im Körper gibt es unterschiedliche Meinungen – während einige schädliche Absonderungen befürchten, ist die Menge, die durch Kupferspirale und Co. an den Körper abgegeben wird, weitaus geringer als die, die man mit der Nahrung aufnimmt. In 40 Jahren Erfahrung mit Kupferverhütungsmethoden konnten noch keine schädlichen Folgen festgestellt, allerdings auch keine widerlegt werden.

Kupferball und Menstruationstasse?

Eine etwas seltsame Vorstellung war es für mich, zusätzlich Menstruationstassen zu verwenden, da sie ja ein Vakuum und Unterdruck bilden. Sowohl Frauenärzte als auch diverse Online-Recherchen betonen allerdings, dass hier absolut nichts passieren kann, da das Verhütungsmittel tiefer sitzt, als die Menstruationstasse je sitzen kann. Bei Unsicherheiten lässt man seinen Körper aber am besten erstmal ein paar Monate eingrooven, bis man dann unverkrampfter mit der Situation umgehen kann, und fragt natürlich im allerbesten Fall auch noch mal selbst den Arzt!

Und jetzt seid ihr dran – wie steht ihr zu den Kupferverhütungsmitteln? Habt ihr schon davon gehört, könnt ihr sie empfehlen oder ratet ihr ganz und gar davon ab? Ich freue mich auf eure Meinungen!

Update: Ein halbes Jahr nach dem Einsetzen habe ich ein Video gedreht, in dem ich nochmal ausführlich von meinen Erfahrungen mit dem Kupferball und auch der Kupferkette erzähle und einige Fragen beantworte:

Bildquellen: Society6, Etsy, kupferball.de, kupferspirale.info, verhueten-gynefix.de

51 Antworten zu “Safety first: Kupferball und Kupferkette”

  1. Liebe Milena,
    toll, dass ihr auch solche Themen ansprecht! :)
    Ich habe mir vor einer Woche die Kupferspirale einsetzen lassen. Ich habe keine Kinder, mittlerweile gibt es auch kleine Spiralen, die für kinderlose Frauen super geeignet sind.
    Meine Ärztin hat empfohlen, dass ich mich am Tag der Einlage schone, danach könne ich alles machen, wonach ich mich fühle. Aber da gibt jeder Arzt andere Empfehlungen. Es waren am nächsten Tag auch alle Schmerzen verschwunden.
    Kupfer ist eine super Alternative und ich bin -wie du- überzeugt von dieser Methode!
    Liebe Grüße aus dem hohen Norden! :)

    • Ach cool, um klassische Spiralen habe ich bisher immer einen Bogen gemacht, aber ich kann mir schon vorstellen, dass es da mittlerweile auch kleinere und unkompliziertere Varianten gibt – danke für den Erfahrungsbericht!

  2. Liebe Milena, danke für diesen tollen Artikel! Ich hatte selbst 5 Jahre lang eine Kupferkette und werde wohl, aus den gleichen Gründen wie du, beim Kupfer bleiben. Allerdings bin ich davon ausgegangen, dass das Einsetzen des Kupferballes weniger schmerzhaft ist, da ja keine Verankerung benötigt wird. Konntest du beim Einsetzen einen Unterschied feststellen? Und noch eine Frage: Wie hast du einen guten Arzt gefunden? Es legen ja schon einige die Kette aber bei der Recherche zum Kupferball konnte ich nicht so viele finden. Vielleicht kennt auch jemand in Berlin einen guten Arzt, der das macht?

    • Liebe Christine, davon bin ich auch ausgegangen, allerdings gab es hier leider keinen großen Unterschied. Man ist in diesem Bereich einfach so empfindlich, dass jegliches Einsetzen eines Fremdkörpers unangenehm ist. Ich war aber am Tag des Einsetzens und am Tag davor besonders empfindlich, also kann ich da auch keine allgemeingültig Aussage geben – mein Arzt hat das eben auch ohne Betäubung gemacht, es gibt aber ja auch sehr viele, die zB mit einer Spritze betäuben. Mir wurde gesagt, dass das Kupferball Einlegen ähnlich ist wie das einer Spirale, und es deshalb mehr Ärzte machen als die Gynefix, die in der Gebärmutterhaut verankert werden muss und deshalb etwas mehr Übung braucht. Also ist es denke ich nicht schwer, auch in Berlin einen Arzt zu finden, der den Kupferball gut einsetzen kann!

      • Hallo Milena,
        ich habe mich seit gestern von der Pille verabschiedet und überlege nun nach einer Beratung bei meiner FA, ob ich mir entweder die Kupferkette oder aber den Kupferball einsetzen lassen sollte. Ich bin mir noch völlig unsicher. Bzgl. des Kupferballs dachte ich im ersten Moment, dass ich es super finde, dass nichts in meiner Gebärmutter verankert werden muss. Aber bei längerer Überlegung und Recherche, dass der Kupferball ggf. auch verrutschen kann oder gar ausgeschieden oder rausgenommen werden muss, tendiere ich aktuell eher zur Kette. Mich würde brennend interessieren, aus welchen Gründen und nach deinen guten Erfahrungen du dich nicht wieder für die Kette, sondern für den Ball entschieden hast?
        Außerdem würde mich interessieren, wie es dir heute damit geht und welche Methode du im Vergleich nun für dich besser findest?
        Ich würde mich freuen, wenn du deine Erfahrungen hier mit mir und den anderen diesbezgl. teilen würdest. Vielen vielen Dank im Voraus :)
        Liebe Grüße
        Sarah

  3. Liebe Milena,

    erstmal- ich finde es sehr gut, dass ihr mit dieser Artikelreihe auf unterschiedliche aktuelle Verhütungsmethoden abseits der Pille eingeht! Ich wollte vor ein paar Jahren, nachdem ich die Pille über 6 Jahre hinweg genommen hatte (und auch nie sonderlich gut vertrug), mir auch mal eine Auszeit von den Hormonen gönnen. Habe mir damals die Gynefix einsetzen lassen und hatte über drei Jahre absolut keine Probleme und war vollkommener Verfechter der Kupferkette. Bis da plötzlich zwei Striche auf dem Schwangerschaftstest waren. Ich habe mit unterschiedlichen Gynäkologen gesprochen, die es persönlich beide noch nicht erlebt hatten, aber scheinbar hat sich meine Gynefix still und heimlich verabschiedet. Meine Tochter ist jetzt 4 Monate alt und ich stehe natürlich wieder vor der schwierigen Entscheidung, wie es verhütungstechnisch weitergehen soll…
    Wenn man – wie ich- kein Freund von hormoneller Verhütung ist, allerdings auch das Vertrauen in Kupfer verloren hat, stellt sich das als ziemliches Problem heraus.
    Da bleibt nur zu hoffen, dass irgendwann unsere Gesellschaft bereit dafür und unsere Wirtschaft mutig genug dazu ist, die Möglichkeiten, auf Seiten des Mannes zu verhüten -die es ja bereits in unterschiedlichster Form gibt- allen Menschen zugänglich zu machen.

    Liebe Grüße

    • Puh, danke für diesen Erfahrungsbericht! Dieses Risiko muss einem natürlich bewusst sein, für mich wäre es nach wie vor kein Weltuntergang, schwanger zu werden, wenn ich es mir aussuchen kann möchte ich aber noch ein paar Jahre warten. Was ich mir aber nie vorstellen kann: merkt man wirklich gar nichts davon, wenn sich die Kupferkette löst? Leider muss man die Kontrollen ja selbst zahlen, trotzdem ist dann wohl eine regelmäßigere Kontrolle zu empfehlen bei Kupferkette und -Ball…

      • Hey, ein kurzes Update meinerseits, ich dachte, das interessiert dich vielleicht.
        Ich war heute bei meiner Gynäkologin um mir die Hormonspirale einsetzen zu lassen und habe vorher darauf bestanden, nochmal einen Ultraschall durchzuführen um sicherzugehen, dass die Gynefix nicht noch irgendwo rumbollert…tja, gut, dass das gemacht wurde, auf dem Schall meinte sie nämlich einzelne Kupfersegmente erkennen zu können, die in der Gebärmutterwand liegen. Das muss jetzt in einer kleinen ambulanten OP mit Vollnarkose entfernt werden. Daher sieht es wohl so aus, dass man sie tatsächlich nicht so leicht unbemerkt verliert (was mich auch schon sehr gewundert hätte), aber ja, ich würde auf jeden Fall empfehlen, alle 6 Monate schallen zu lassen, ob noch alles so sitzt, wie es soll. Denn sollte sie sich lösen, aber nicht abgehen, besteht natürlich immer die Gefahr, dass es in der Schwangerschaft zu Komplikationen kommt. War bei mir zum Glück nicht der Fall, aber Vorsicht ist auf jeden Fall besser als Nachsicht.

    • Haha bei mir wars genauso, 4,5 Jahre hatte ich die Kupferkette drinnen und dann war ich auch schwanger weil sie auf einmal weg war :D
      War damals erst 2 Monate mit meinem Freund zusammen, aber es passt gottseidank super, unsere kleine Hannah ist jetzt 9 Wochen alt und mein Freund ist echt der beste Papa und Partner dens gibt und unterstützt mich wo er nur kann ;)

    • Haha bei mir wars genauso, 4,5 Jahre hatte ich die Kupferkette drinnen und dann war ich auch schwanger weil sie auf einmal weg war :D
      War damals erst 2 Monate mit meinem Freund zusammen, aber es passt gottseidank super, unsere kleine Hannah ist jetzt 9 Wochen alt und mein Freund ist echt der beste Papa und Partner dens gibt und unterstützt mich wo er nur kann ;)

  4. Vielen Dank für diesen interessanten Artikel. Ich habe im Januar die Pille abgesetzt, lasse meinem Körper gerade etwas Zeit sich wieder einzupendeln und stehe dann auch vor der großen Frage wie es ohne hormonelle Verhütung weitergehrt. Nach meiner ersten Recherche war ich von den Kupfervarianten vollkommen überzeugt. Mittlerweile hat sich aber etwas Zweifel dazugemischt. Meine Frauenärztin hat gesagt, dass sich in der Gebärmutter Ablagerungen sammeln könnten, die aber von auß so nicht nachweisbar wären und so die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können. Zwar möchte ich mir mit dem Kinderwunsch noch etwas Zeit lassen aber durch mein Verhütungsmittel unfruchbar werden – das wäre furchtbar. Hat noch jemand Erfahrungen mit solchen möglichen Konsequenzen gemacht?

    • Liebe Marie, wie du schon sagst gibt es leider keine nachweisbaren Aussagen zu diesem Thema. Ich persönlich bin mir dem Risiko bewusst, sehe aber in Hormonen mit dem sehr wohl nachweisbaren Thromboserisiko um nur eines zu nennen eine höhere Gefahr. Am aller gesündesten ist und bleibt einfach NFP plus Persona, vielleicht wäre das ja etwas für dich.
      Erfahrungsberichte würden mich hier aber natürlich auch sehr interessieren!

  5. Ich hatte ne Gynefix, diese unbemerkt nach 3.5 Jahren tragezeit verloren. Alle Kontrolltermine hatte ich eingehalten. Bin dadurch ungewollt schwanger geworden. Hab mir jetzt wieder eine Gynefix geholt, weil halt jedes Verhütungsmittel Versagen kann

    • Hallo :)
      Ich bin zur Zeit am überlegen, ob ich auch mit einer Kupfervariante verhüten soll. Eure Erfahrungsberichte schrecken mich leider etwas ab. Ich wollte nochmal genauer nachfragen, wie genau das passieren konnte, dass ihr die Gynefix unbemerkt verloren habt. Da ist doch so ein Fäden zum Ertasten dran. War der noch da oder habt ihr da nicht nachgeschaut?
      Ich würde mich sehr freuen über eine detaillierte Antwort über die Unstände unter denen ihr die Kette verloren habt.
      Muss man tatsächlich alle halbe Jahr zu einem Kontrolltermin oder reicht auch einmal im Jahr?
      Liebe Grüße
      Sophie

  6. Vielen Dank für diesen Artikel!
    Ich hatte – nach zwei Schwangerschaften – eine „klassische“ Spirale. Die Schmerzen beim Einsetzen fand ich persönlich völlig erträglich, aber das ist wohl Typfrage. Die Spirale konnte ich sogar selbst ertasten, heimliches Verabschieden war also auch ausgeschlossen. Bin absoluter Verfechter von Kupfer, so NFP nicht infrage kommt. Und gebe zu bedenken, dass jahrelanges Hormonfeuer auf den Körper dem späteren Kinderwunsch u. U. noch abträglicher ist als Kupferrückstände. So die bisweilen ernüchternde Erkenntnis im Freundeskreis…

  7. Liebe Milena,

    danke für den Artikel. Ich finde es sehr wichtig, dass Frauen sich über sichere Verhütungsmethoden abseits von Hormonen informieren können!

    Ich selbst habe mir drei Mal eine Kupferkette und einmal eine Kupferspirale einsetzen lassen. (Die Kupferspirale musste ich mir wieder entfernen lassen, da ich Schmerzen beim Sitzen hatte. Das passiert allerdings äußerst selten!) Du schriebst, dass du ein Medikament einnehmen solltest, dass den Muttermund weitet. Dieses Mittel wird allerdings nicht von jedem Arzt verschrieben. Ich habe es nur bei einem von den vier Einlagen genommen und ich fand es furchtbar. Die ersten zwei Einlagen verliefen so gut wie schmerzfrei. Es war nicht besonders angenehm, aber wirklich weh getan hat es fast gar nicht. Dann war ich bei einem anderen Arzt, der mit die Tablette gab. Damit hatte ich allerdings solche Schmerzen, dass ich fast den ganzen Tag nicht laufen konnte. Deswegen bin ich bei der vierten wieder bei meinem alten Arzt. Er sagte, dass diese Tablette die Arbeit für den Arzt unwesentlich erleichtert, die Frauen dadurch aber viel mehr leiden. Deswegen mache er das nicht mehr. Nach dem Einlegen bin ich vom Stuhl gehüpft und konnte danach eigentlich alles machen, was ich wollte.

    Bei der Gynefix ist es wichtig einen Arzt zu finden, der viel Erfahrung damit hat. Zum einen, ist das Einlegen dann weniger schmerzhaft und zum anderen braucht ein Arzt viel Erfahrung, um sie richtig zu verankern. Deswegen hat die Kette den Ruf, sich in den ersten Tagen häufig zu lösen. Ich war übrigens in der „Praxisklinik Winterhude“ in Hamburg. Ich habe auch viele Freundinnen da hin vermittelt zum Einlegen der Kupferkette und habe bis jetzt keine negativen Kritiken gehört. Das war eine der ersten Kliniken in Deutschland, die die Kupferkette eingesetzt hat.

    Zur Veränderung der Periode kann ich vielleicht auch etwas erzählen. Bei mir ist sie kurz nach dem ersten einsetzen schwächer geworden. Nach ein paar Jahren dann immer stärker. Deswegen habe ich dann auch eine Pause davon gemacht und Hormone ausprobiert (nie wieder. Es war furchtbar!). Jetzt nach dem erneuten Einsetzen ist meine Periode wieder weniger und kaum schmerzhaft.

    Sehr interessant finde ich, was du über den Kupferball schreibst. Vielleicht kommt das bei mir als nächstes :)

    Viele Grüße,
    Tabea

    • Liebe Tabea, vielen Dank für deine Erfahrungen! Ich habe auch das Gefühl, dass das Einlegen zB auch nicht während der Periode und vielleicht auch nicht mit der Tablette sein muss, beides macht einen viel empfindlicher und bei mir klappte das Einlegen der Gynefix ja auch, als ich nicht meine Tage hatte. Auch das Thema Betäubung ist wohl von Arzt zu Arzt verschieden, den richtigen mit genug Erfahrung zu finden ist auf jeden Fall das Wichtigste. Vielen Dank für deinen Tipp! In München habe ich noch keine Praxis gefunden, die man 100% empfehlen kann, aber vielleicht hat ja sonst noch jemand einen Tipp.

      • Hallo Milena!
        Ich war heute in München bei Fr.Dr. Dagdelen. Sie legt den Kupferball. Ich wollte mir nämlich die Gynefix legen lassen (die ich schon mal hatte), aber meine Gebärmutterwand ist zu dünn. Warum die andere Gynäkologin in Frankfurt sie mir 2007 gelegt hat, ist mir ein Rätsel, aber es ist alles gut gegangen. Jedenfalls legt sie mir während meiner nächsten Periode den Ball. Bin gespannt!
        LG Simone

        • Hey Simone,

          ich suche derzeit eine Ärztin in München die mir einen Gynefix oder den Ball einsetzen kann. Wie teuer war bei dir die Behandlung bei Frau Dr. Dagdelen ( ich vermute da gibt es nicht so viele Gynäkologinnen mit dem Namen ;) )

          Lieben Gruß
          Katja

          • Hallo Katja,
            als Frauenarzt für die Gynefix und den Ball in München kann ich dir Dr. Sievers im Ganzheitlichen Frauenarzt-Zentrum am Sendlinger Tor empfehlen. Ich hab mir von ihr vorgestern die Gynefix legen lassen und war sehr zufrieden. Sie war beim Einsetzen sehr vorsichtig, hat mir gut durch das ganze durchgeholfen und als mein Kreislauf danach Probleme gemacht haben sie und das ganze Team mir sich sehr liebevoll um mich gekümmert.
            Hoffe das hilft dir weiter :)
            Liebe Grüße Sara

  8. Hallo zusammen,
    Leider habe schon eine richtige „Verhütungs-Odyssee“ hinter mir. Gerne möchte ich jedoch meine Erfahrungen mit euch teilen, damit ihr vielleicht auch bessere Entscheidungsgrundlagen habt. Ich habe schon viele Pillen probiert, aber nie gut vertragen. Mich plagten rasch Magen-Darm-Probleme wie auch Schwindel und natürlich Gewichtszunahme. Irgendwann bin ich dann auf den Nuvaring gestossen, der mich persönlich dann aber auch enttäuscht hat. Er war zwar angenehm in der Anwendung, kaum spürbar, aber ich hatte eindeutig zu viele beeinträchtigende Nebenwirkungen. Ich war ständig gereizt, hatte extreme Stimmungsschwankungen, hatte einiges an Gewicht zugelegt und Sex war kaum mehr möglich, da meine Vagina total ausgetrocknet war und die Libido auch zu wünschen übrig liess. Also setzte ich eine Zeit lang die Verhütung ab und griff, wenn nötig, auf das Kondom zurück. Und siehe da… Kaum die hormonelle Verhütung abgesetzt, ging es mir blendend. So habe ich mich nach intensivem Gespräch mit der Frauenärztin für die hormonfreie Spirale bzw. den Kupferball entschieden. Ich habe mir letztes Jahr im Frühling dann den Kupferball unter extremen Schmerzen einsetzen lassen. Da haben weder die Schmerzmittel davor noch die danach geholfen. Damals war er in der Schweiz frisch lanciert worden. Eigentlich bin ich nicht wirklich eine Sissi, wenn es um unangenehme Empfindungen geht, aber das hat mich wirklich aus den Socken gehauen. Fast den ganzen Tag habe ich im Nebenraum auf der Liege verbracht, bis es mir wieder besser ging.
    Die Schmerzen liessen dann schon am nächsten Tag nach. Mehrere Wochen danach hatte ich jedoch immer wieder Blutungen und Schmierblutungen und es schien sich einfach nicht einpendeln zu wollen. Ab und an hatte ich Krämpfe im Unterleib, was ich sonst zuvor nicht hatte. Auch beim GV war der Faden für meinen Partner sehr störend, schon fast schmerzhaft. Ich musste den Faden zweimal kürzen lassen, was aber auch nicht half. Hier muss man hinzufügen, dass der Faden im Vergleich zu anderen Spiralen recht dick und das Ende des Fadens somit ziemlich scharf ist. Je nachdem wie der Faden sitzt, kann dies schon kleine Irritationen oder sogar Verletzungen während des GVs beim Partner hervorrufen. Dies war zumindest bei uns der Fall.
    Nun, nach nur drei Monaten habe ich ihn dann doch wieder entfernen lassen, da ich mich damit einfach nicht wohlfühlte. Die regelmässig auftretenden Krämpfe, wie auch die ständigen Schmierblutungen drängten mich dazu, mich dann doch gegen diese tolle, hormonfreie Alternative zu entscheiden. Zusammen mit dem Entfernen des Kupferballs, wurde dann gleich die Hormonspirale «Jaydess» gesetzt. Dieser Eingriff war doch weniger schmerzhaft. Dies ist schon ein Jahr her. Seither sollte es sich eingependelt haben und im Grossen und Ganzen bin ich zufrieden. Wenn ich könnte, würde ich aber dennoch gerne wieder auf ein hormonfreies Präparat umstellen, da die noch so geringe hormonelle Belastung sich doch spürbar macht. Trotz Hormonspirale habe ich gleich starke Blutungen wie zuvor und sie dauern fast immer eine ganze Woche oder sogar länger. Meine Haut hat sich zum Glück nur minim verändert, aber besser ist sie natürlich nicht geworden, obwohl mir das sehr dienen würde. Mir ist aufgefallen, dass ich seit dem Einsatz dieser Spirale mehr Haare verliere.
    Nun ja, ich versuche mich immer up to date zu halten, um neue, innovative Verhütungsmethoden nicht zu verpassen. Wer weiss, vielleicht gibt’s ja bald einmal eine noch bessere, hormonfreie Alternative?

  9. Hallo,
    also ich habe mir vorgestern erst den Kupferball einsetzen lassen und leider habe ich seitdem ziemlich starke Rücken/-bauchschmerzen. Mit ibuprofen geht es zwar und die Ärztin meinte es kann auch eine Woche weh tun… aber irgendwie macht man sich ja trotzdem Sorgen. Ich habe die letzten fünf Jahre nfp erfolgreich angewendet und da ich mit Kindern auch noch warten möchte habe ich mich für den Kupferball entschieden. Das Einsetzen war ziemlich schrecklich, habe zwar damit gerechnet dass es weh tun wird aber solche schmerzen hatte ich glaube ich noch nie :(
    jetzt hoffe ich einfach dass der ball richtig sitzt und die schmerzen ganz schnell weggehen!

    liebe grüße,
    Jenni

    • Liebe Jenni, die Schmerzen werden ganz bestimmt schnell weggehen, bei mir war nach einer Woche auch alles wieder gut, davor kamen und gingen die unterschiedlichsten Gefühle :) das ist jetzt gereizt und fühlt sich nicht gut an, das ist aber wirklich ganz normal und du wirst dich freuen, wenn die Woche vorbei ist und du die nächsten Jahre komplett deine Ruhe hast!

  10. Wow! Vielen Dank für den ausführlichen Artikel und all die Kommentare. Es hört sich so an, dass der Kupferball besser ist als die Kupferkette. Ich werde mich demnächst beim FA damit erkunden:)

  11. Liebe Milena,

    Danke für deinen ausführlichen Bericht! Ich nehme nun schon fast 10 Jahre die Pille,sie wurde mir wegen starker Blutungen verschrieben. Meine Frage an dich wäre,warum du von der Kette zum Ball gewechselt bist und ob du mit dem Wechsel noch zufrieden bist. Habe jetzt schon einige Male gelesen,dass der Ball häufiger als die Kette verrutscht und das schreckt mich ein wenig ab.

    Liebe Grüße!

    • Liebe Joy, dafür gab es eigentlich keinen Grund außer dass ich dachte, der Kupferball würde beim Einsetzen weniger wehtun. Tut er aber nicht, eher etwas mehr, weil er größer ist. Wenn ich jetzt wählen könnte, würde ich vermutlich wieder die Kupferkette nehmen, aber letztendlich sind beide Varianten wirklich sehr ähnlich!

  12. Hallo zusammen,

    hat jemand von euch Erfahrungen mit dem Kupferball und Zwischenblutungen? Nach einer Woche nach Einsetzen war eigentlich alles gut aber jetzt habe ich so gut wie jeden Tag Zwischenblutungen und wieder leichte Regelschmerzen (seit über einer Woche), obwohl die erst in zwei Wochen dran sind.. :(

  13. Hallo an alle Interessierten,

    hier auch ein Bericht von meiner Seite.
    Nach der zweiten Schwangerschaft habe ich mir die Mirena einsetzen lassen…beim Frauenarzt hat mich leider mein Parasympathikus lahmgelegt (Ohnmacht, Erbrechen, Peinlichkeit).
    Nach vier Jahren tragen habe ich sie entfernen lassen, wg. geplantem Kinderwunsch.
    Nach der dritten SS habe ich mir wieder die Mirena einsetzten lassen, mit gleichen Ergebnis wie oben beschrieben.
    Dann begann der Horror. Panikattacken, Angststörungen etc..Steht auch in dem Beipackzettel, bekommt man aber nicht mit.War zumindest bei mir der Fall.
    Fühlte mich total psychisch krank und wußte nicht warum.
    Nach weiteren 5 Jahren Mirena habe ich nur noch mit Kondomen, NFP, Persona verhütet, was gut klappte. Nun bin ich 44 Jahre alt und der Zyklus verändert sich, mal kürzer mal länger, so daß diese Methode zu unsicher wurde. Ganz nebenbei bemerkt ist man ja in der Zeit um den ES eher im Sexmodus aber Kondome…au weia, nicht unser Ding.
    Ich habe mich entschieden den Kupferball einsetzen zu lassen (ist heute geschehen).
    Die Angst vor Ohnmacht ließ mich zu der Entscheidung kommen das Einsetzten unter Narkose vorzunehmen. Ich war in Hamburg in der Tagesklinik Altona, hatte den Kupferball dabei)und los ging es. Kosten müssen selber getragen werden (hier 450 Euro + 198Euro für den Kupferball).
    Eine stattliche Summe. Nach dem kurzen Aufenthalt im OP noch 2 Stunden im Überwachungsraum und dann ab nach Hause (nicht alleine!!! immer mit Aufsicht für die nächsten 24 Std.).
    Die Op Kosten wurden aber noch beim Abmelden zurückerstattet, weil eine Zervixstenose bei mir vorlag und es ohne Vollnarkose nicht möglich gewesen wäre mit dem Einsetzten. Da habe ich mich gefreut;-))
    Vielleicht war deshalb bei den ersten beiden Malen das Einsetzten eine Katastrophe….also immer im Hinterköpfchen haben.
    Gerade verspüre ich einen Periodenähnlichen Schmerz, ist aber gut auszuhalten und wird bestimmt bald aufhören.
    Ich möchte Euch bitte nur von der Mirena warnen, sie sollte verboten werden. Wird wohl auch gerade überprüft.
    Alles Liebe für Euch alle
    Mia

  14. Ich habe den Kupferball mittlerweile 3 Wochen und ich bin völlig beschwerdefrei. Am Tag des Einlegens hatte ich leichte Schmerzen, welche aber auszuhalten sind. Das Einlegen selbst war nicht scherzhaft, nur die Vorbereitung der Gebärmutter, aber alles auszuhalten. Ich würde es immer wieder verwenden, man verhütet ohne Hormone. Mein Fazit: TOP

  15. Ich war auch total begeistert vom Kupferball – und jetzt bin ich schwanger. Bei der letzten Kontrolle im Mai saß er noch einwandfrei, irgendwann danach ist er unbemerkt in den Gebärmutterhals abgerutscht, saß wenige mm über dem Muttermund und konnte dort seinen Job nicht mehr machen. Echt schade, da ich dachte, ich hätte die perfekte Methode für mich gefunden, wie ich nach der Geburt verhüte, weiß ich daher noch nicht – Hormone kommen nicht in Frage.

  16. Hallo ihr Lieben,
    Ich werde meine Pille im ein paar Tagen absetzen und habe mich auch für eine hormonfreie verhütung entschieden. Der FA hat mir die Kupferkette, den Kupferball und die Kupferspiraöe vorgeschlagen. Für mich kommen allerdings nur die letzteren beiden in Frage, da ich bei dem Gedanken des Einhakens der Kupferkette etwas komisch finde. Nun ja, ich habe des öfteren gehört, dass der Kupferball sich verabschiedet hat – Frauen schwanger geworden sind, aber auch dass viele damit zu frieden sind. Bei der Kupferspirale gibt es ebenfalls geteilte Meinungen. Meine Frage, gibt es einen wichtigen bestimmten unterschied ? Kann die Spirale weniger verrutschen ? Liebe Grüsse, danke im Voraus

    • Liebe Marlene,
      ich habe mal gelesen, dass der Kupferball etwas leichter herausgehen kann als die Kupferkette, wie das mit der Kupferspirale aussieht, weiß ich nicht – die ist ja insgesamt größer und wird eigentlich auch erst nach einer Geburt eingesetzt. Das Einhaken der Kupferkette ist übrigens nicht schmerzvoller als das Einsetzen des Kupferballes, da sind beide ungefähr auf gleichem Level – es tut zweimal kurz weh, und fertig!

    • Hallo Marlene,
      zwischenzeitlich war ich zur Kontrolle nach dem insetzen des Kuperballs und er sitzt dort wo er sitzen soll und ich betätige mich sportlich sehr aktiv. Anfangs dachte ich auch … ob man den Bll merkt … nein man merkt gar nichts. Mein FA hat auch gesagt, dass der Ball sich leichter einsetzen lässt, als eine Spirale.
      Es gibt 3 verschiedene Größen des Balls und anhand der Untersuchung legt der FA fest ob A B oder C. Ich bin immer noch sehr zufrieden und froh das ich mich dafür entschieden habe.

      • Mein FA meinte, den Ball gibt es in Deutschland nur in einer Größe . Auch finde ich in diversen Versandapotheken immer nur das B-Modell. Da meine Gebärmutter sehr klein ist würde ich gerne das A-Modell probieren. Wie komme ich da ran?

  17. Hallo Milena,
    dein Post ist wirklich unglaublich hilfreich! Danke, dass du alles so ausführlich schilderst :)
    Ich nehme nun seit 5 Jahren die Pille und möchte aber nicht mehr mit Hormonen verhüten. Gestern war ich bei meiner Frauenärtztin und sie sprach mit mir über die Kupferspirale und auch die Hormonspirale (Kyleena, erst seit 2017 auf dem Markt; ähnlich der Mirena Hormonspirale). Da ich bevor ich die Pille nahm schon immer sehr starke Regelschmerzen hatte und auch mit der Pille während meiner Regel an den ersten zwei Tagen nicht ohne Schmerztabletten auskomme (außer ich würde das Bett nicht verlassen), riet sie mir von der Kupferspirale ab, da hier die Regelschmerzen noch stärker wären. Zuerst klang die Hormonspirale ziemlich gut, ich habe mich aber im Internet weiter darüber informiert und möchte ja eigentlich auch weg von den Hormonen, also ist das definitiv keine Lösung für mich.
    Hast du denn bei der Gynefix oder dem Kupferperlenball während deiner Periode stärkere Schmerzen als früher?
    Ich finde beide Methoden hören sich echt gut an, allerdings habe ich bei der Kupferkette vor der Verankerung in der Gebärmutter ein wenig Angst – wenn sie entfernt wird, ensteht dann nicht eine Narbe? Wie hat sich das Entfernen bei dir angefühlt? :)
    Den Kupferperlenball finde ich auf Grund der fehlenden Verankerung ziemlich „sympathisch“, aber wenn man die Kommentare hier so ließt, scheint es, dass er sich öfter mal unbemerkt verabschiedet. Ich bin erst 20 und am Anfang meines Studiums und eine ungewollte Schwangerschaft wäre da für mich schon fast eine Katastrophe :/
    Ich denke, dass man nach ein paar Jahren mit dem Ball oder der Gynefix vermutlich schon fast vergisst dass sie da ist. Ich hätte dann Angst, dass der Kupferperlenball dann wirklich nicht mehr da ist und ich dann auf einmal doch schwanger bin. Wie sicher fühlst du dich mit dieser Verhütungsmethode? Dass der Pearl-Index sehr gut ist weiß ich, aber mir geht es um das subjektive Sicherheitsempfinden :)

    Liebe Grüße!
    Bernadette

    • Liebe Bernadette,
      zunächst mal: ich fühle mich sehr sicher mit dem Kupferball und so war es auch mit der Kupferkette. Mir ist bewusst, dass man beides verlieren kann, aber das kommt einfach sehr selten vor, und genauso kann die Pille auch bei richtiger Einnahme mal nicht wirken. Wenn man die ganze Zeit darüber nachdenken würde, dann könnte man es auch gleich sein lassen – ich verhüte auf jeden Fall nicht zusätzlich und habe das auch mit der Kupferkette nicht gemacht.
      Dass eine Narbe bleibt, bezweifle ich auch. Und das Entfernen war überhaupt nicht schlimm, ein kurzes Ziehen ohne Nachwirkungen – so tief wird sie gar nicht in der Haut verankert!
      Meine Periode ist nur langwieriger, ich habe aber nicht mehr Schmerzen als früher. Vor allem nach ein paar Monaten normalisiert sich das alles, das kommt aber natürlich auf jeden Körper individuell an!

      • Liebe Milena,
        vielen Dank, dass Du so schnell geantwortet hast!
        Deine Antwort beruhigt mich und die beiden Methoden klingen schon echt gut :) Ich habe auch inzwischen eine Frauenärztin gefunden, die die Kupferkette und auch den Kupferperlenball setzt und habe dort einen Termin für ein Beratungsgespräch – mal schauen was das Richtige für mich ist :) Fest steht auf jeden Fall, dass es keine Hormone mehr sein sollen.

        Ich wünsche Dir noch einen schönen Abend!

        • Hallo Bernadette!

          Mir geht’s genauso wie dir!
          Ich bin fast 20, nehme die Pille seit 4 Jahren und habe starke Regelschmerzen.
          Ich war heute bei meiner Frauenärztin und sie hat mir dringend von der Kette abgeraten, da die durch starke Regelblutung leicht verloren geht und wie man sieht, sind auch schon einige hier dadurch schwanger geworden.
          Ich habe mich sehr für den Kupfer-Ball interessiert, allerdings kann dieser auch vor den Muttermund rutschen und verliert dadurch seine Wirkung. Diese Methode wäre mir zwar am liebsten, ist aber dennoch sehr neu!

          Jedenfalls habe ich bald wieder ein Gespräch und eine Untersuchung, ob eine Spirale möglich ist. Dabei werde ich auch noch die Fragen nach den Regelschmerzen zum Beispiel klären.

          Ich möchte dir damit sagen, dass die Kette wirklich nicht selten verloren geht und du vielleicht nochmal deinen Frauenarzt darauf ansprichst.

          Beste Grüße :)

  18. Hallo zusammen,

    danke für das tolle Video, Milena!
    Ich habe hier jetzt einiges über die Kupferkette und den Kupferball gelesen. Allerdings haben mich einige Kommentare bezüglich einer Schwangerschaft schon etwas abgeschreckt.
    Ich nehme seit 7 Jahren die Pille und möchte mittlerweile aber unbedingt von den Hormonen weg, da ich das Gefühl habe, dass sie meinen Körper und auch meine Psyche doch recht stark beeinflussen.
    Eine Kupferkette kommt für mich nicht in Frage, da meine Gebärmutterwand zu dünn ist.
    Deshalb schwanke ich zwischen dem Kupferball und der Kupferspirale.
    Nun meine Frage: Hat jemand von euch Erfahrungen mit der Kupferspirale gemacht? Wie stark sind die Schmerzen beim Einsetzen? Verrutscht sie auch so häufig? Mich hat auch gewundert, dass die Spirale deutlich billiger ist als der Ball – weiß jemand, woran das liegt?
    Würde mich über Erfahrungen freuen! :)

  19. Liebe Milena,
    Ich nehme jetzt seit 3 Jahren die Pille und merke wie schlecht es mir damit geht (Ständige Müdigkeit, sexuell überhaupt keine Lust mehr egal was man macht, Scheide trocken, Pilze, Stimungsschwankungen, … Und was nicht alles). Ich habe mich beraten lassen letzte Woche bei einem erfahrenen Frauenarzt und er riet mir zum Kupferball. Da ich bei dem Gespräch das nicht einhaken Interresant fand, jetzt nach dem ich jedoch die ganzen negativen Erfahrungen gelesen habe (wovon das Internet voll ist), bin ich etwas verunsichert und habe etwas Schiss. Ich werde sie mir im Dezember unter Narkose einsetzen lassen. Ich hoffe es geht bei mir alles gut, da es für mich eine schöne Methode wäre. Gibt es denn eine gewisse Statistik inzwischen wie oft die wann rausrutscht? Und wie hoch die Abstoßrate ist? Ich bin 17 und hoffe das wird die richtige Entscheidung sein. Drückt mir die Daumen. :(

    • Liebe Mia, ich würde mir echt keine Sorgen machen. Im Internet wirkt es natürlich, als würde das Teil bei jeder zweiten Frau rausfallen, aber das liegt eben daran, dass nur die negativen Erfahrungsberichte aufgeschrieben werden, weil man dann anfängt zu googlen etc. wenn du den Ball mit Narkose eingesetzt kriegst, ist sowieso alles unproblematisch und du wirst kaum etwas davon merken!

  20. Liebe alle,

    Ich möchte mit euch meine Erfahrung mit dem Kupferball teilen. Ich hatte den Kupferball vor 1 1/2 Jahre einsetzen lassen. Super, keine Nebenwirkungen wie stärkere Schmerze, stärkere Blutungen, usw. Leider bin ich damit schwanger geworden. Ich bin sofort zum Frauenarzt gegangen, und er erklärte mich, viele Frauen werden damit schwanger werden da der Kupferball nicht hält. Es stimmte, meinen Kupferball war nicht mehr, da wo er sein sollte, aber im Zervix Kanal!! Meinen Rat: wenn ihr überhaupt nicht schwanger sein möchtet, verzichtet ihr darauf.

  21. Hallo,
    meine Frage geht an diejenigen, die trotz Kupferball oder Kupferkette schwanger geworden sind.
    Hattet ihr regelmäßig die Länge des Rückholfadens kontrolliert?
    Ich überlege nämlich auch von der Pille auf Sowas umzusteigen und bin jetzt schon etwas verunsichert.
    Hatte gelesen, dass man die Länge des Fadens regelmäßig ertasten soll, um die richtige Lage zu checken.
    So sollte sich doch eigentlich eine ungeplante Schwangerschaft vermeiden lassen… dachte ich zumindest.

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